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Research Institute
Prof. Dr. Bert Rürup

Der Autor ist Präsident des Handelsblatt Research Institute.

Rürups Wochenrückblick Die Inflationsrate geht wieder zurück

Die Beschäftigung wächst bislang ohne markanten Lohndruck, und die Rohölpreise geben nach. Die Inflationsrate wird daher eher sinken.
03.08.2018 - 08:00 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Am Montag meldete das Statistische Bundesamt, dass die Verbraucherpreise in Deutschland im Juli um 2,0 Prozent über dem Preisniveau des Julis im Vorjahr lagen. Damit stand zum dritten Mal in Folge eine zwei vor dem Komma der Inflationsrate.

Gleichzeitig hat sich der Preisauftrieb von 2,2 Prozent im Mai, über 2,1 Prozent im Juni, auf nunmehr 2,0 Prozent verlangsamt. Treiber der Teuerung im Juli waren wie in den Monaten zuvor die Preise für Treibstoffe und Haushaltsenergie.

Da die Beschäftigung bislang ohne markanten Lohndruck wächst, während die Rohölpreise in der Tendenz nachgeben, darf man davon ausgehen, dass die Inflationsrate in den nächsten Monaten eher zurückgeht, als dass sie weiter steigen wird.

Etwas anders sieht es im Euroraum aus. Dort ist die Inflationsrate in den letzten drei Monaten von 1,9 Prozent im Mai, über 2,0 Prozent im Juni, auf nunmehr 2,1 Prozent gestiegen. Auch hier waren die Energiepreise der wichtigste Treiber. Dies meldete ebenfalls am Dienstag die europäische Statistikbehörde Eurostat.

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    Gleichfalls am Dienstag veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Zahlen zur Arbeitslosigkeit im Juli. Danach hat die registrierte Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen, sprich als Folge der Sommerpause, leicht zugenommen. Saisonbereinigt ist sie aber weiter zurückgegangen.

    Den aktuellen Monatsbericht der BA fasst deren Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele mit den Wörtern zusammen: „Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist damit sehr günstig, allerdings nicht mehr so schwungvoll.“ Im Juli waren 2,325 Millionen Menschen arbeitslos und damit gut 49.000 mehr als im Juni. Gleichzeitig war dies die geringste Anzahl an Arbeitslosen in einem Juli seit der deutschen Wiedervereinigung.

    Am Mittwoch kam der Offenmarktausschuss, das wichtigste Gremium der US-amerikanischen Notenbank Fed, zu seiner planmäßigen Sitzung zusammen. Wie erwartet ließen die Währungshüter den Leitzins unverändert. Dieser liegt seit dem 13. Juni im Korridor von 1,75 bis 2,0 Prozent.

    Gleichzeitig signalisierte die Fed recht unmissverständlich, dass es angesichts der boomenden US-Wirtschaft in diesem Jahr noch weitere Zinsschritte nach oben geben werde – zum Missfallen des US-Präsidenten Donald Trump.

    Der konnte es sich nicht verkneifen, diese Ankündigung per Twitter zu kommentieren. Er drückte unmissverständlich aus, dass ihm Zinserhöhungen in den USA missfallen, während China, die EU und andere Staaten ihre Zinsen und Währungen nach unten manipulierten. Nun ja.

    „Öffentliche Schulden im Jahr 2017 um 2,1 % niedriger als im Vorjahr“, so überschrieb das Statistische Bundesamt seine Presseerklärung vom Donnerstag. Während sich die Verschuldung des Gesamtstaates im Jahr 2016 noch auf mehr als zwei Billionen Euro belief, waren es zum Ende des letzten Jahres „nur noch“ 1,967 Billionen Euro – was aber immer noch 23.797 Euro pro Kopf der Bevölkerung entspricht.

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