Rezession Italiens Wirtschaft bricht massiv ein

Italiens Wirtschaft ist Anfang 2012 so stark geschrumpft wie seit drei Jahren nicht mehr. Vor allem der sinkende Privatkonsum bremste die Konjunktur. Experten erwarten, dass Italien in den Fokus der Märkte rücken wird.
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Fiat-Werk in Neapel. Italien steckt in der Rezession. Quelle: dapd

Fiat-Werk in Neapel. Italien steckt in der Rezession.

(Foto: dapd)

RomDer schwächelnde Privatkonsum sorgte dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März um 0,8 Prozent zum Vorquartal zurückging, wie das Statistikamt Istat am Montag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Die Verbraucher gaben ein Prozent weniger aus und bremsten die Konjunktur damit deutlich. Schwung kam lediglich vom Außenhandel - das aber auch nur, weil die Exporte mit 0,6 Prozent weniger stark sanken als die Importe mit 3,6 Prozent.

Das hoch verschuldete Italien steckt mitten in der Rezession. Die drittgrößte Volkswirtschaft im Euroraum schrumpft seit drei Quartalen und dürfte nach Einschätzung der EU-Kommission 2012 rund 1,4 Prozent nachgeben. Die Regierung unter Mario Monti will mit hartem Sparkurs gegensteuern und verlorenes Vertrauen an den Finanzmärkten zurückgewinnen. Dennoch gilt vielen Experten das Land als nächster Wackelkandidat in der Schuldenkrise.

Nach dem geplanten Hilfsantrag Spaniens für seine Banken beim Euro-Rettungsschirm dürfte der Commerzbank zufolge nun Italien verstärkt in den Fokus der Märkte rücken. „Die Konjunktur ist zu Jahresbeginn eingebrochen, und der Reformwillen der italienischen Politik ist offensichtlich bereits wieder deutlich erlahmt“, sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. „So könnte auch ein Hilfsantrag Italiens nur eine Frage der Zeit sein.“

 

  • rtr
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5 Kommentare zu "Rezession: Italiens Wirtschaft bricht massiv ein"

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  • Die beste, wahrscheinlich einzige Möglichkeit Investition für Wachstum nach Italien zu locken ist eine Erhöhung der MwSt. und gleichzeitige Senkung der Gewerbesteuer auf das Niveau von Irland.
    Dadurch wird Fremdkapital ins Land geholt und aus dem Ausland weniger importiert da der Konsum insgesamt zurückgefahren wird auf Grund der erhöhten MwSt..
    Schulden sollen durch Export bezahlt werden, nicht durch Verarmung der Menschen.
    Das Experiment „Griechenland“ (Danke Merkozy) war bestimmt kein Erfolg, wie man sieht.

  • Marktwirtschaft ohne Kapitalismus

    "Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren."

    Arthur C. Clarke (1917 – 2008)

    Was Zivilisation ist, beschrieb der Sozialphilosoph Silvio Gesell (1862 – 1930) in seinem makroökonomischen Grundlagenwerk "Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld" im Jahr 1916. Alle "Gegenargumente" sind Vorurteile und Denkfehler.

    Dass eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt (und in "God´s own country" schon wieder einstellen musste), sich noch immer im zivilisatorischen Mittelalter befindet und darum – was von den "Verantwortlichen" noch gar nicht gesehen wird – heute vor der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) steht, erklärt der Umstand, dass sich das Paradies (die Marktwirtschaft) nicht von der Erbsünde (dem Privatkapitalismus) befreien lässt, um erst hinterher festzustellen, dass man sich schon im "Himmel auf Erden" befindet:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

  • Die Regierung schrumpft ein wenig?
    Na da kommt Italien sicher auch bald unter den Rettungsschirm.
    Und wenn der leer ist, muß Deutschland eben Geld nachlegen, ist doch nicht so schlimm, wir haben es ja.
    Schließlich hat Deutschland selbst sich doch als blödestes Volk der Welt hingestellt und die Welt weiß das. Und nun wird man den Blöden eben ausnehmen, bis er keinen Cent mehr hat

  • Die ReGIERungen sollten endlich aufhören irgend welche obskuren Banken zu retten. Rettet die Einlagen der Normalbürger und lasst den Rest gegen die Wand fahren. Entmachtet diesen Moloch in Brüssel und schickt mindestens 50% der nationalen Politiker in Hartz4.

    Nur so kann das (vielleicht) noch etwas werden.

  • Sorry mal, unsere Wirtschaft schrunpfte um über 5%. Da kam nicht einer auf die Idee, uns zu helfen in irgendeiner Form. Und bei unter 1% Schrumpfung wird gejammert?
    Italiens Problem ist nicht die Wirtschaftsentwicklung, sondern die Strukturen.

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