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Schuldenkrise Japan sieht Aufschwung durch Euro-Krise bedroht

Der Chef der japanischen Zentralbank, Masaaki Shirakawa, sieht in Europas Schuldenkrise einen Risikofaktor für Japan. Trotzdem rechnet die Zentralbank mit einer anhaltenden Erholung.
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„Europas Staatsschuldenkrise stellt ein Risikofaktor für Japan dar“, sagte Notenbankchef Masaaki Shirakawa. Quelle: Reuters

„Europas Staatsschuldenkrise stellt ein Risikofaktor für Japan dar“, sagte Notenbankchef Masaaki Shirakawa.

(Foto: Reuters)

Tokio Die japanische Zentralbank bangt wegen der Schuldenkrise in Europa um die Konjunkturerholung im eigenen Land. „Europas Staatsschuldenkrise stellt ein Risikofaktor für Japan dar“, sagte Notenbankchef Masaaki Shirakawa am Dienstag in Tokio. „Unsere Finanzinstitute halten zwar nur wenige griechische Staatsanleihen, doch Chaos an den europäischen Finanzmärkten und in den Volkswirtschaften sind ein Risiko für Japan.“ Auch der andauernde Haushaltsstreit in den USA sowie steigende Zinsen in Schwellenländern wie China und Indien bedrohten den Aufschwung der exportabhängigen Industrie.

Trotz dieser Gefahren rechnet die Zentralbank mit einer anhaltenden Erholung. „Die Wirtschaft gewinnt an Schwung, weil die nach dem Erdbeben aufgetretenen Lieferengpässe nachlassen“, hieß es. Das Bruttoinlandsprodukt war zuletzt drei Quartale in Folge geschrumpft. Für das laufende Quartal erwarten Analysten aber ein kräftiges Wachstum von 1,0 Prozent. Im laufenden Haushaltsjahr werde die Wirtschaft wegen der Erdbeben-bedingten Einbrüche im Frühling nur um 0,4 Prozent wachsen, im kommenden dagegen um kräftige 2,9 Prozent.

Die Notenbank beließ den Leitzins wie erwartet zwischen 0 und 0,1 Prozent, um mit dem billigen Geld die Wirtschaft anzuschieben. Auf eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik - etwa durch den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihe - verzichtete sie.

  • rtr
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