Staatsschulden in der Eurozone Griechisches Defizit geringer als erwartet

Griechenland steht bei der Staatsverschuldung besser da: Laut aktuellen Zahlen ist das Defizit mit neun Prozent der Wirtschaftsleistung einen ganzen Punkt niedriger als gedacht. Bei den Iren sieht das anders aus.
Update: 21.10.2013 - 11:59 Uhr 5 Kommentare
Das griechische Staatsdefizit ist kleiner als erwartet. Quelle: dpa

Das griechische Staatsdefizit ist kleiner als erwartet.

(Foto: dpa)

LuxemburgDas Defizit im krisengeschüttelten Griechenland lag im vergangenen Jahr mit neun Prozent der Wirtschaftsleistung einen ganzen Punkt unter dem bisher erwarteten Wert. Das teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg in einer korrigierten Übersicht zur Neuverschuldung der EU-Staaten mit. In Irland, das Ende des Jahres aus seinem Hilfsprogramm aussteigen will, betrug das Defizit 2012 nun 8,2 Prozent, das sind 0,6 Punkte mehr als bisher angenommen. Grund dafür ist unter anderem eine andere Buchung von UMTS-Lizenzverkäufen.

Im Jahr 2012 verringerte sich das öffentliche Defizit in absoluten Zahlen sowohl im Euroraum als auch in der EU im Vergleich zu 2011, während der öffentliche Schuldenstand in beiden Gebieten anstieg. Gemessen am BIP verringerte sich das öffentliche Defizit im Euroraum (17 Mitglieder) von 4,2 Prozent im Jahr 2011 auf 3,7 Prozent im Jahr 2012 und in der EU mit 28 Mitgliedsstaaten von 4,4 Prozent auf 3,9 Prozent. Gemessen am BIP stieg der öffentliche Schuldenstand im Euroraum von 87,3 Prozent
(Ende 2011) auf 90,6 Prozent (Ende 2012) und in der gesamten Europäischen Union von 82,3 Prozent auf 85,1 Prozent.

Deutschland erzielte mit 0,1 Prozent einen öffentlichen Überschuss, Länder wie Estland, Schweden und Luxemburg mussten ein leichtes Defizit verzeichnen. 17 der 28 EU-Mitglieder wiesen jedoch ein Defizit von mehr als drei Prozent des BIP auf. Die höchsten Defizite verzeichneten Spanien (10,6 Prozent), Griechenland mit neun Prozent, Irland (8,2 Prozent) sowie Portugal und Zypern mit jeweils 6,4 Prozent des BIP. Dennoch ist der Trend positiv: 15 Mitgliedsstaaten verzeichneten im vergangenen Jahr eine Verbesserung ihres Finanzsaldos verglichen mit 2011.

Bei den Verschuldungsquoten (öffentlicher Schuldenstand im Verhältnis zum BIP) lagen Estland mit nur 9,8 Prozent, Bulgarien (18,5 Prozent) und Luxemburg (21,7 Prozent) an der Spitze. 14 EU-Staaten wiesen eine Verschuldungsquote von mehr als 60 Prozent des BIP auf, die höchsten Quoten verzeichneten Griechenland (156,9 Prozent), Italien mit 127 Prozent und Portugal mit 124,1 Prozent.

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5 Kommentare zu "Staatsschulden in der Eurozone: Griechisches Defizit geringer als erwartet "

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  • die rettungshelden kündigten doch an die Schulden nach unten zu korrigieren. hahaha. das ist nur staatlich verordnete Manipulation, sonst nix!!!

  • Zitat : 17 der 28 EU-Mitglieder wiesen jedoch ein Defizit von mehr als drei Prozent des BIP auf.

    Zitat : 14 EU-Staaten wiesen eine Verschuldungsquote von mehr als 60 Prozent des BIP auf

    - und was sagt uns das...? EUtopia ist DESASTRÖS gescheitert !!!!!

    Der Deutsche Steuerzahler begleicht die defizitäre Staaten, gehört mit 80 % Verschuldung aber auch zu den Sündern !

  • Ganz klar:
    Wer einfach keine Rechnungen mehr bezahlt meldet dann logischerweise ein geringeres Defizit.

  • verdammt nochmal wer schreibt denn so einen bullshit.die griechen reissen noch in hundert jahren ihr verbrechermaul auf um geld ohne arbeit zu bekommen,das dann in den kassen der milliardaere und der orthodoxen kirche landet.sind denn alles iudioten in europa?? die dieses system nicht kapieren??die usa stuetzen noch diese sauerei um den stuetzpunkt fuer ihre erdoel raubkriege zu nutzen.und die daemlichen europaeer zahlen das alles mit ihren sparkonten.

  • Ja, wenn das so ist, dann ist ja alles wieder in allerbester Ordnung, ...... und auf einem guten Wäg!

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