Statistik Streit um wahre Arbeitslosenzahlen

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CDU-Experte fordert Bilanzwahrheit

"Es geht hier um so etwas wie Bilanzwahrheit und -klarheit bei einem entscheidenden Reformthema", unterstrich CDU-Arbeitsmarktexperte Linnemann die Aufforderung an die BA, eine mindestens teilweise bereinigte Zahlenreihe auszuweisen. "Sonst verleitet das allzu leicht zu falschen politischen Schlussfolgerungen" - und in der Debatte darüber, ob die Rente mit 67 verantwortbar sei, gehe es schließlich nicht um Nebensächlichkeiten.

FDP-Fraktionsvize Kolb wünscht sich von der BA konkret eine in drei Punkten geänderte Zahlenreihe: Neben Beamten und Selbstständigen seien auch die Bezieher von Erwerbsminderungsrente - rund 400.000 an der Zahl - aus der Berechnung der Beschäftigungsquote herauszunehmen. Die bisherige Statistik folge zwar allgemeinen Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). "Das darf aber nicht daran hindern, zu wichtigen spezifischen Fragen wie dieser realistischere Datenreihen zu betrachten", sagte Kolb.

Fuchs erhofft sich eine Statistik, die zudem die Motive für einen vorzeitigen Ruhestand beleuchtet - immerhin sei oft der schlichte Wunsch nach Freizeit im Spiel. Für die politische Beurteilung des Themas sei es "dringend wünschenswert, dass die BA einmal feststellt, wie viele ältere Beschäftigte auch unter Inkaufnahme finanzieller Abschläge freiwillig früher in Rente gehen", sagte Fuchs.

In der BA wird nach Informationen des Handelsblatts zurzeit diskutiert, inwieweit die Daten für eine bereinigte fortlaufende Statistik verfügbar wären. Allerdings gibt es in der Selbstverwaltung, die die BA trägt, auch massive Widerstände gegen eine Änderung: Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), hatte auf die BDA-Studie umgehend mit dem Vorwurf reagiert, die Arbeitgeber wollten die Situation "künstlich schönen".

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1 Kommentar zu "Statistik: Streit um wahre Arbeitslosenzahlen"

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  • Was seid ihr lachhafte Politiker ,der Arbeiter lacht euch aus
    für eure renten Politik, ihr sollte euch schämen gegen die Arbeiter eure beamte schickt ihr mit 55 Jahre in der rente
    den Arbeiter Läst ihr bis zum Tode arbeiten was das Arbeitsamt für zahlen bekannt gibt sind so stark geschönt das sie sie gar nicht trauen bekant zugeben ,da wird den selber schlecht da bei ,ihr stellt euch da hin das ihr arbeit geschafft habt, ihr habt nichts aber wirklich nicht geschafft jetzt werden erst mal die arbeitslosen in die höhe gehen

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