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Statistikamt Lebensmittelpreise treiben Inflationsrate hoch

In Deutschland sind Nahrungsmittel in den vergangenen Monaten deutlich teurer geworden. Das treibt die Inflationsrate auf den bislang höchsten Stand in diesem Jahr. Auch in anderen Branchen erhöhten sich die Preise.
13.08.2013 - 10:10 Uhr 17 Kommentare
Die Preise für Lebensmittel haben stark angezogen. Quelle: dpa

Die Preise für Lebensmittel haben stark angezogen.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Deutlich höhere Preise für Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland im Juli auf den bislang höchsten Stand des Jahres steigen lassen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise im vergangenen Monat um 1,9 Prozent im Vergleich zum Juli 2012. Eine höhere Teuerungsrate war zuletzt im Dezember 2012 mit 2,0 Prozent ermittelt worden. Im Vergleich zum Vormonat Juni legte der Verbraucherpreisindex nur um 0,5 Prozent zu, wofür vor allem höhere Preise für Pauschalreisen und Flugtickets in der Feriensaison verantwortlich waren.

Die Preise für Nahrungsmittel zogen im Jahresvergleich um 5,7 Prozent an und damit so stark wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Deutlich mehr Geld – 15,4 Prozent – mussten die Verbraucher den Statistikern zufolge für Speisefette und Speiseöle ausgeben. So war Butter im Vergleich zum Juli 2012 um 30,8 Prozent teurer. Für Gemüse mussten die Verbraucher 11,7 Prozent mehr Geld hinlegen, Kartoffeln waren 44,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Auch die Preise für Molkereiprodukte und Eier zogen insgesamt um 6,1 Prozent an.

Die Energiepreise erhöhten sich binnen Jahresfrist um 2,9 Prozent. Erheblich teurer war dabei – wie schon in den Vormonaten – Strom mit einem Preisplus von 11,9 Prozent. Günstiger im Vergleich zum Juli 2012 wurde leichtes Heizöl, und zwar um 3,6 Prozent.

Zeitungen und Zeitschriften verteuerten sich um 4,1 Prozent. Tabakwaren waren um 3,6 Prozent teurer, was nach Angaben der Statistiker auf eine verspätete Weitergabe der Tabaksteuererhöhung zum Jahresbeginn 2013 zurückzuführen ist. Um 4,5 Prozent günstiger wurde hingegen Kaffee, für Geräte der Unterhaltungselektronik mussten die Verbraucher 5,1 Prozent weniger zahlen als ein Jahr zuvor.

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    Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex markierte im Juli eine Erhöhung um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese Zahlen werden aber auf Grundlage eines anderen Warenkorbs berechnet. Sie sind Maßstab der Europäischen Zentralbank, die bei einer mittelfristigen Inflation von knapp 2,0 Prozent von stabilen Preisen spricht.

    • dpa
    • afp
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    Mehr zu: Statistikamt - Lebensmittelpreise treiben Inflationsrate hoch
    17 Kommentare zu "Statistikamt: Lebensmittelpreise treiben Inflationsrate hoch"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Mit der Energiewende hat der Strom mit einem Preisplus von 11,9 Prozent zugeschlagen. Strom ist in unserer Gesellschaft die Basis jeglicher Produktion - auch für Lebensmittel und den daraus resultierenden Preisen. Neben der gezielten Inflation ist die Energiewende ein weiterer Teufelsweg in den Niedergang unserer Volkswirtschaft. Politisches Ziel unserer etablierten Parteien: Deutschland soll sich nach den nächsten Wahlen abschaffen.

    • Das Schwungrad der Geldentwertung gewinnt an Tempo. Die schleichende Inflation ist von EZB und Regierenden gewollt, denn über höhere Preise und Lohnausgleich fließen in die Kassen des Staates höhere Steuern. Damit werden die Löcher im Staatshaushalt gestopft. Raubeinkapitalismus pur. In der Tat, je höher Preisanstieg und Lohnausgleich, desto mehr fällt in den Topf für die Staats-Schuldentilgung. Dies scheint der Weg, der den Verursachern der Finanzkrise bleibt, um vorläufig die Klippen einer Staatspleite zu umschiffen. Ausgleichen müssen die Zeche über die Fast-Nullzinspolitik neben Verbrauchern die Sparer und Rentner, deren Geld durch die inflationäre Entwertung über Jahre schleichend verfällt. Auf der Zeitbank summiert können sich über die Jahre rasch mal 20-30 Prozent Kaufkraftschwund addieren. 900 Euro Rente schmelzen dann auf 600 Euro. Altersarmut droht. Neben den verschuldeten Staaten jubeln alle Häuslefinanzierer und sonstige Kreditnehmer. Sie profitieren von niedrig gehaltenen Zinsen. Wolfgang Werkmeister, Buchautor, Eschborn

    • Wer die vielen Biogasanlagen sieht, diesen Wahnsinn, der kann sich leicht errechnen, wie die riesigen Flächen für Nahrungsmittel kleiner werden! Monokultur, Zerstörung der natürlichen Vielfalt, Überdüngungen selbst in Wasserschutzgebieten haben Hochkonjunktur. Die Folgen werden massiv sein. Die Unvernunft der deutschen Politik wird im Ausland immer mehr belächelt. Politiker können wohl nicht mehr über den Tellerrand hinaus denken. Eine Schande für Deutschland.

    • @ agenda2020

      Wenn nur diese Leute die CDU wählen würden, dann würde sie bei der nächsten BTW nur 20% bekommen!
      Ergo gibt es nur 2 Möglichkleiten:
      Entweder sind 40% der Deutschen Volltrottel, oder das Wahlergebnis steht schon vorher fest!

    • Aufwachen! Das Wahlergebnis steht schon fest!

    • Kein einziger Wähler muss die versagenden Blockparteien wählen! Gebt ihnen doch einen Denkzettel, indem möglichst viele die Alternative AfD wählen. Das wäre schon mal ein Anfang und eine Trotzreaktion durch die Bürger. Wer nicht handelt, bekommt das verlogene Alte für weitere 4 Jahre. Keiner muss sich dann beschweren, der Murks ist ja dann gewollt! Das gilt auch für die betrogenen West-Rentner!!!

    • Explodierende Mieten, explodierende Strompreise, explodierende Nahrungsmittelpreise, explodierende kommunale Abgaben! Frau Merkel, wie sollen das Westrentner mit einer Bruttoerhöhung von 0,25 % bezahlen??? Seit 10 Jahren sinken die Renten netto, ohne Inflationsausgleich. Wer wundert sich da über die Verarmung unseres Landes? Allen Westrentnern ist es doch somit verboten, eine der Blockparteien zu wählen! Oder sollen die Rentner die weitere Verarmung wählen??? Nein!!!

    • Die EZB, die Verfluche, hat nun einmal die max Inflationsrate bei 2 % festgelegt, und dabei wird es bleiben. Auch wenn wir Club Med, oder italienische Verhältnisse haben. das alles mit Hilfe der großen deutschen Parteien.

    • Handelsblatt berichtet
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      Erheblich teurer war dabei – wie schon in den Vormonaten – Strom mit einem Preisplus von 11,9 Prozent.
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      Das ist eine Preissteigerung die man jedenfalls nicht der Geldpolitik der EZB ablasten kann, sondern der Solarsteuer (genannt EEG-Umlage).

    • Schweinenqacken: 2010 2.75 Euro ( 5.50 DM) / kg
      2013 3.75 Euro (7.50) /kg

      scheiss was auf Prozent, de fakto ist das ein EURO ( 2.00 DM) / kg an Mehrkosten.
      Wenn der Bauer 2.50 Euro / kg bekommt, dann wird hier massiv MEHRWERT geschaffen, denn soo viele sind nicht involviert in ein bloedes stueck Schweinsbraten & die Loehne eher mager in der Branche !

      7% MWST : auf ein kg-Stueck sind heute : 24,5 Cent ( 50 Pfennige), vor 2 Jahren: 17.5 Cent ( 35 Pfennige) --> und von den 15 Pfennigen / kg ja da lebt der fette Staat heute besser denn je: 40 % Mehr Steuer-Aufkommen fuer den Kauf von 1 kg Schweisnbraten ...!

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