Statistikamt Zahl der Erwerbstätigen erreicht Rekordhoch

41,8 Millionen Männer und Frauen – so viele Deutsche hatten im vergangenen Jahr einen Job. Damit erreichte die Zahl der Erwerbstätigen einen neuen Höchststand. Dabei sprach das Wachstum nicht gerade für ein Rekordjahr.
Update: 02.01.2014 - 09:38 Uhr 23 Kommentare
Freie Plätze im Warteraum einer Arbeitsagentur: Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland war 2013 so hoch wie noch nie. Quelle: ap

Freie Plätze im Warteraum einer Arbeitsagentur: Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland war 2013 so hoch wie noch nie.

(Foto: ap)

BerlinTrotz der nur verhaltenen Konjunkturerholung hat es in Deutschland 2013 wieder einen Beschäftigungsrekord gegeben. Rund 41,8 Millionen Männer und Frauen waren im vergangenen Jahr durchschnittlich in Lohn und Brot – so viele wie nie zuvor.

Damit erreichte die Zahl der Erwerbstätigen das siebte Jahr in Folge einen neuen Höchststand, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Allerdings verlangsamte sich der Jobaufbau. Es entstanden 232.000 neue Arbeitsplätze, in den beiden Jahren davor waren es noch etwa doppelt so viele gewesen. Die Wirtschaft wuchs im zu Ende gegangenen Jahr nach Einschätzung von Ökonomen nur um rund 0,5 Prozent. Für 2014 rechnen die meisten Fachleute mit einem deutlich beschleunigten Wachstum von bis zu zwei Prozent und einem weiteren Jobrekord.

Überdurchschnittlich vom Jobaufbau 2013 profitierten wie in den vergangenen Jahren sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Insgesamt kletterte die Zahl der Arbeitnehmer mit Wohnort in Deutschland um 297.000 auf 37,3 Millionen. Dagegen sank die Zahl der Selbstständigen – einschließlich mithelfender Familienangehöriger – um 65.000 auf 4,5 Millionen. Ein Grund dafür sei unter anderem, dass die Zuschüsse für Existenzgründer gekürzt worden seien, wie die Statistiker erklärten.

Für die meisten neuen Jobs sorgten erneut die Dienstleister. In dem Service-Sektor, wo rund drei Viertel aller Beschäftigten arbeiten, entstanden 227.000 Stellen. Das Produzierende Gewerbe schaffte 17.000 Jobs, am Bau stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Schnitt um 20.000. Nur in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei gab es einen Rückgang um 31.000.

  • rtr
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23 Kommentare zu "Statistikamt: Zahl der Erwerbstätigen erreicht Rekordhoch"

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  • Ein Tip von mir:
    Zählt doch noch drei Ameisenhaufen dazu...
    Macht locker noch mal eine Million emsige
    Arbeiter...

  • Eine Million anständig bezahlter Vollzeitarbeitplätze wurden abgebaut und hieraus 3 Millionen prekäre Arbeitsplätze (Teilzeit, Minijobs, Leiharbeit) geschaffen.
    Und so etwas wird "Jobwunder"genannt.

    Die Gesamtzahl der Arbeitstunden ist gleich geblieben.
    Die Arbeit wurde nur auf mehr Menschen verteilt, allerdings so, dass heute 3 oder mehr nur so viel verdienen wie zuvor einer alleine verdient hat.

  • Ich höre momentan gerade das Hörbuch "Er ist wieder da!". Hätte der in diesem Buch plötzlich wieder auferstandene Adolf diese Propaganda-Nachricht vom Rekordhoch der Erwerbstätigen gelesen, dann hätte er sicher folgendes dazu gesagt: "Das ist doch keine Nachrrrricht werrrrt. Bei mirrr warrrren noch viel mehrrr Menschen am arrrrbeiten. Auch ich habe damals darrrauf verrrrzichtet überrrr die Prrrropaganda-Medien die ganze Wahrrrrheit zu verrrbrrrreiten. Aberrr es ist doch nun wirrrklich zweitrrrangig, ob man von seinerrrr Arrrrbeit läben kann oderrr nicht. Auch Zwangsarrrrbeit ist Arrrrbeit. Es dauerrrt nicht mehrrr lange, dann werrrrden die heutigen Medien sogarrr meine Methode die Rrrrentenkasse immerrrr schön gefüllt zu halten, huldigen. Arrrrbeiten bis man tot umfällt, ist nämlich auch keine Schande."

  • Genau das hatte ich übrigens damals im heise/tp forum vorhergesagt - siehe Argentinien, Japan.

    http://www.andreas-moelzer.at/fileadmin/Bilder/Finanzkrise-Kreislauf.jpg

    http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise#Die_Rezession_1998.2F99_und_die_Stagnation_2000
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskrise#Japankrise_.28ab_1991.29

  • Der Beschäftigten die hier

    http://oed.verdi.de/

    in der linken Spalte aufgeführt sind. Und Das Bruttoszialprodukt steigt nicht wirklich sondern nur aufgrund der Hyperinflation wegen der Rettungsschirme und den öffentlichen Investitionen. Das verpufft spätestens ein halbeviertel jahr nach der Wahl!

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/

  • Erwerbstätige (nicht Sozialversicherungspflichtig):
    exklusive Beamter inklusive Transfereinkommen!
    Die wegfallenden Beamtenstellen (nicht in der Statitik) werden ja durch Angestellte (in der Statistik) ersetzt.
    Unter anderem so erklärt sich der Anstieg.

    http://statistik.arbeitsagentur.de/nn_31966/SiteGlobals/Forms/Rubrikensuche/Rubrikensuche_Form.html?view=processForm&resourceId=210368&input_=&pageLocale=de&topicId=430050&year_month=201212&year_month.GROUP=1&search=Suchen

    Indkator der aussagekräftig wäre:

    Arbeitsverhältnisse OHNE ÖFFENTLICHEN DIENST usw.!

    STAATSQUOTE!

    Es sit keine Kunst den "FUNDAMENTAL"en Wirtschaftsindikator Neuzlassungen zu tunen wenn amn eine Abwrackrämie einführt, ebensowenig wie den "FUNDAMENTAL"en Wirtschaftsindikator Neubauten wenn man eine Kita nach der anderen da mit hineinrechnet.

    Zudem müssen wir die Investitionen der Griechen bei der deustchen Rüstzungsindustrie herausrechnen. So lange wir denen geld gheben und die dann davon unsere Werften beauftragen ist auch das statistsicher Betrug.
    oder besser:

  • " Holland, Dänemark haben euch schon wegen euren miesen Löhnen schon bei der EU verklagt.
    Abwärtsspirale nach unten."

    Klagen ist sowieso das einzige was Deutschland versteht, und das gründlich, sauber und diszipliniert, wie immer.
    Statistiken lügen nicht :)

  • Österreich?

    Mediennachricht von heute:

    Eine schwache Konjunkturentwicklung haben die nationale Arbeitslosenquote in Österreich im Jänner auf den Rekordwert von 9,1 Prozent steigen lassen. Es wird erwartet, dass die Quote im Januar 2014 noch weiter ansteigt.

  • 41,8 Mio von 80,5 Mio das ist knapp mehr als die Hälfte der Einwohner.

    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Bevoelkerung.html

  • Ich bin doch froh das ich in Österreich wohne und nicht mit euch eure Hungerlöhne teilen muss.
    Ich bin nur gespannt wer euch einmal eure Hungerrenten bezahlt.
    Die dürft dann auch aufstocken, dafür stimmen die Arbeitslosenzahlen. In Frankreich müssen sogar schon die Schlachthöfe schließen weil sie mit euren Hungerlöhnen nicht mit halten können. Holland, Dänemark haben euch schon wegen euren miesen Löhnen schon bei der EU verklagt.
    Abwärtsspirale nach unten.

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