Statistikbehörde Eurostat Inflation im Euro-Raum auf Tiefstand

Die Teuerungsrate in der Euro-Zone ist weiter gefallen und datiert nun auf dem tiefsten Stand seit Februar 2010. Investoren hoffen auf weitere Zinssenkungen der EZB. Auch Verbraucher dürfen sich freuen.
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Fahne der Europäischen Union (EU) mit Euro-Münze. Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat Daten zur bisher niedrigsten Teuerungsrate in der Euro-Zone seit 2010 veröffentlicht. Quelle: dpa

Fahne der Europäischen Union (EU) mit Euro-Münze. Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat Daten zur bisher niedrigsten Teuerungsrate in der Euro-Zone seit 2010 veröffentlicht.

(Foto: dpa)

LondonDie Teuerungsrate im Euro-Raum hat im September mit 1,1 Prozent den niedrigsten Wert seit Februar 2010 markiert. Die Kennzahl, die die EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag bekanntgab, lag zudem weit unter dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent. Nach Meinung von Analysten hat die EZB damit genügend Spielraum, um die Zinsen im Euroraum weiter zu senken, falls die gerade angelaufene Erholung der Wirtschaft in den 17 Euro-Ländern ins Stocken gerät.

Analysten zufolge dürfte die Tendenz zu relativ niedrigen Teuerungsraten erst einmal anhalten. Im Vormonat August hatte die Teuerungsrate bei 1,3 Prozent gelegen.

Vor allem die Energie- und Lebensmittelpreise waren nach Angaben von Eurostat für den Rückgang des Preisanstiegs im September verantwortlich. Nicht zuletzt nahm auch der abgewendete US-Militärschlag gegen Syrien den Druck aus den Energiepreisen. Auch die Kerninflation - sie schließt Lebensmittel, Alkohol und Tabak aus - fiel leicht von 1,1 Prozent im August auf ein Prozent.

„Das sind gute Nachrichten für die Verbraucher, da es ihrer Kaufkraft zugute kommt“, meinte Howard Archer, Chefökonom für Europa des globalen Finanzdienstleisters IHS Global Insight. „Zudem kann die EZB ihre extrem expansive Geldpolitik für eine längere Zeit aufrechterhalten oder sogar noch weitere, stimulierende Maßnahmen ergreifen, falls es nötig sein sollte“, meinte er.

Das Inflationsdatum vom September dürfte bei der monatlichen EZB-Sitzung diese Woche angesprochen werden. Doch Beobachter erwarten nicht, dass die Währungshüter sofort an der Zinsschraube drehen werden. Der Leitzins in der Eurozone liegt auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent.

Im zweiten Quartal hatte der Währungsraum nach sechs Quartalen der Rezession ein Wachstum von 0,3 Prozent verzeichnet. Das kleine Plus ging vor allem auf die deutsche Konjunktur zurück. Jüngste Indikatoren deuten aber darauf hin, dass sich immer mehr Euro-Länder erholen. Sogar für das krisengeschüttelte Griechenland wird in Kürze die Rückkehr zu Wachstum nach Jahren der Rezession erwartet.

  • ap
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9 Kommentare zu "Statistikbehörde Eurostat: Inflation im Euro-Raum auf Tiefstand"

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  • "Erhebungsirrungen und Wirrungen" Eurostat gepaart mit gezielter Desinformation ist "easy going" mit Datensätzen eines pers. monatlichen europäischen Dateneinkaufkorbs zu wiederlegen. Nur solche Zahlen zählen und rechnen sich am End.

    Verschont uns mit derartig kriminellen Bullshit.
    Tolle Wirtschaftszeitung.

  • Seit der Einführung des Euros hat er um 60% an Wert verloren. Die Eurofanatiker haben uns um unser Vermögen gebracht!

  • 'Omarius' sagt
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    wie oft wurde seit bestehen des Euros die Berechnung zur Inflation angepast ???
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    Sagen Sie doch mal: wie oft?

    Und vor allem: wie, und warum?

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    'Omarius' sagt
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    und das Hedonistische system dahinter sollte auch erläutert werden...
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    "Bei der hedonischen Qualitätsbereinigung wird ein Gut gedanklich in Qualitätseigenschaften zerlegt und dann mit Hilfe der so genannten Regressionsanalyse der Einfluss dieser Qualitätsmerkmale auf den Preis ermittelt. Dadurch können diejenigen Preisänderungen, die nur auf qualitativen Veränderungen bestimmter Eigenschaften beruhen, von den reinen Preisänderungen rechnerisch getrennt und eliminiert werden."

    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Preise/HedonischeMethodenUebersicht.html

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    'Omarius' sagt
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    das der Duchnittsmichel sich halbjährlich n Neuwagen zulegt halte ich für eine gewagte These...
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    Ich auch.

    Und falls Sie behaupten wollen, daß derartige Annahmen in der Verbraucherpreisberechnung des statistischen Bundesamts enthalten seien, dann reden Sie Unsinn.

  • Ich Rechne mir die Welt, wiede wiese mir gefällt.... (sing)

    wie oft wurde seit bestehen des Euros die Berechnung zur Inflation angepast ???

    und das Hedonistische system dahinter sollte auch erläutert werden...

    das der Duchnittsmichel sich halbjährlich n Neuwagen zulegt halte ich für eine gewagte These...

  • Die niedrige Inflationsrate im Euroraum ist vor allem dem Ablassen der Kreditblase in den Peripheriestaaten zu verdanken.

    Denn während im August die Teuerung in Deutschland bei 1,6% lag, betrug sie in

    Italien: 1,2%
    Portugal: 0,2%
    Irland: 0,0%
    Griechenland: -1,0%

    Nur in Spanien lag sie mit 1,6% auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland.

    Während Frankreich lediglich 1,0% Inflation zu verzechnen hat.

    ...

    Alle Zahlen August 2012 - August 2013:

    http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/hicp/data/database

    ...

  • Also liebe Bürger, wie kann es sein das dem oben genannten nicht geglaubt wird? Ich glaube das ist alles nur gefühlte Inflation. Das bildet ihr euch nur ein. Ich persönlich habe so viel an Kosten für die Heizkosten gespart, dass ich mir innerhalb eines Jahres endlich mein Traumauto kaufen konnte. Und da war auch noch was für meine Gesundheit drin, ein toller Zahnersatz, habe jetzt ein strahlend weisses Lächeln. Ich danke der EU und dem Euro.

  • Inflation im Euro-Raum auf Tiefstand?

    Die Teuerungsrate im Euro-Raum hat im September mit 1,1 Prozent den niedrigsten Wert seit Februar 2010 markiert?

    Das KANN nicht sein.

    Das DARF nicht sein.

    Schließlich ist der Euro doch der Untergang - und Drahgi druckt Geld auf Bernanke-komm-raus!

  • "Vor allem die Energie- und Lebensmittelpreise waren nach Angaben von Eurostat für den Rückgang des Preisanstiegs im September verantwortlich."
    Tut mir Leid, aber das ist Verarsche des Verbrauchers. Möge mir die Redaktion die harsche Ausdrucksweise nicht verübeln. Ich vermisse eine Bemerkung über den prozentualen Preisanstieg der Lebensmittel in den letzten 2 Jahren. Milch, Fleisch, Gemüse, Weizenprodukte etc. pp.. Da hat es prozentual zweistellige Erhöhungen gegeben und nun feiert man diesen Murks wie die Mondlandung. Unglaublich.

  • So ein Schwachsinn. Sie wollen sich nur die nächste Sparerenteignung schön reden. Die Inflation ist ja son niedrig! Das ich nicht lache. Wo gehen die Wahnsinningen einkaufen? Sie sollen mir das Geschäft nennen, damit ich meine Einkäufe dort auch erledigen kann.
    Natürlich wenn man die Löhnerhöhungen der brüsseler Eurokraten betrachtet und die der Politiker, tut einem die Inflation nicht wirklich weh. Und so verarschen sie uns bis zur Währungsreform!

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