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Tankan-Index In Japans Wirtschaft kommt keine gute Laune auf

Japans Industrie bleibt skeptisch - und das Geschäftsklima trüb. Der an den Finanzmärkten vielbeachtete Tankan-Index bleibt weiter negativ. Die Manager der japanischen Großindustrie sehen keinen Grund für Optimismus.
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Dem japanischen Finanzminister Jun Azumi ist genauso wenig zum Lachen zumute wie vielen Managern des ostasiatischen Landes. Quelle: Reuters

Dem japanischen Finanzminister Jun Azumi ist genauso wenig zum Lachen zumute wie vielen Managern des ostasiatischen Landes.

(Foto: Reuters)

TokioDie Stimmung in der japanischen Wirtschaft bleibt gedrückt. Die Manager der japanischen Großindustrie blicken trotz der jüngsten Abschwächung des Yen nach seinem Rekord-Höhenflug weiter skeptisch über die wirtschaftliche Lage.

Der an den Finanzmärkten vielbeachtete Tankan-Index der japanischen Notenbank für das Geschäftsklima unter den großen Unternehmen blieb nach Angaben vom Montag im ersten Quartal gegenüber dem Ende des Vorjahrs unverändert bei minus vier Punkten. Damit übersteigt die Zahl der Pessimisten die der Optimisten stärker als erwartet.

Viele Analysten hatten eine Verbesserung auf Minus 1 vorhergesagt. Ökonomen hatten im Durchschnitt der Erwartungen mit einer Aufhellung der Stimmung gerechnet und einen Index von minus eins prognostiziert.

Zudem gehen die Unternehmen in den nächsten drei Monaten nur von einer moderaten Besserung aus. Daher dürfte die Bank of Japan unter Druck bleiben, die Konjunktur mit weiteren Hilfen anzuschieben.

Der sogenannte Tankan-Bericht der Bank von Japan ist eine umfassende Mischung aus Konjunkturanalyse und Stimmungsbericht. Detailliert beantworten die Unternehmen Fragen nach ihren Lagerbeständen, Zwischengewinnen oder zu erwartenden Verlusten sowie zu ihren Investitions- und Personalplänen. Anhand eines Indexes wird die Einschätzung der Unternehmen über ihre Geschäftslage bemessen.

Das negative Ergebnis der Studie spiegelt den zunehmend pessimistischeren Geschäftsausblick der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Japan wieder.

Die japanische Wirtschaft leidet noch immer unter den Folgen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom März vergangenen Jahres. Auch machen der Auto- und der Technologie-Branche langwierige Unterbrechungen in der Zulieferkette durch die schweren Überschwemmungen in Thailand im Herbst zu schaffen. Zudem belastete der zeitweise rekordhohe Yen und die Schuldenkrise in Europa vor allem die Exportfirmen.

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