Teuerung Preise steigen wieder langsamer

Die Preise für Lebensmittel und Haushaltsenergie sind im März überdurchschnittlich stark angestiegen. Insgesamt hat sich die Teuerung im Vergleich zum Februar aber verlangsamt.
Update: 13.04.2012 - 10:55 Uhr Kommentieren
Eine Kundin an einer Obsttheke eines Supermarkts. Quelle: dpa

Eine Kundin an einer Obsttheke eines Supermarkts.

(Foto: dpa)

WiesbadenDie Verbraucherpreise sind im März wieder etwas langsamer gestiegen. Die Teuerung betrug im vergangenen Monat 2,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Februar stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Im Februar hatte die Inflationsrate noch 2,3 Prozent betragen.

Getrieben wurde die Inflation auf Jahressicht erneut von den hohen Energiekosten (plus 6,7 Prozent). Besonders stark schlugen die Preissteigerungen bei Sprit (plus 7,7 Prozent) und Heizöl (plus 8,6 Prozent) durch. Allerdings fiel der Anstieg weniger stark aus als in der Vergangenheit. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate nur bei 1,6 Prozent gelegen. Trotz des Rückgangs verharrt die Inflation weiter über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp unter 2 Prozent.

Vor allem die Geldschwemme der Notenbank sehen Volkswirte als Gefahr für die Preisstabilität: Je mehr von dem extrem billigen Geld über Kredite an Unternehmen und Verbraucher in Umlauf komme, umso größer die Gefahr steigender Inflationsraten. Die EZB betont dagegen, alle geldpolitischen Sondermaßnahmen seien vorübergehender Natur. Die Notenbank sieht die Preisstabilität mittelfristig nicht in Gefahr, auch wenn sie einräumt, dass die Teuerungsrate im Euro-Raum 2012 über dem Zielwert von 2,0 Prozent liegen dürfte.

Deutlich mehr mussten die Verbraucher im März in Deutschland auch für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke zahlen. Fleisch kostete 5,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, Fisch verteuerte sich um 4,6 und Brot um 4,5 Prozent. Auch für Tabakwaren (plus 5,9 Prozent) mussten die Verbraucher wegen der vergangenen Steuererhöhungen tiefer in die Tasche greifen. Im Monatsvergleich zogen vor allem die Spritpreise kräftig an (plus 4 Prozent). Heizöl wurde mit Ende der kalten Jahreszeit dagegen 0,2 Prozent billiger.

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