Tsunami Japan droht keine Staatspleite

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Japaner suchen in den Trümmern, die das Beben und der Tsunami hinterlassen haben, nach Überlebenden. Quelle: Reuters

Japaner suchen in den Trümmern, die das Beben und der Tsunami hinterlassen haben, nach Überlebenden.

(Foto: Reuters)

Jetzt ist an Investitionsprojekten, die es mit dem zusätzlichen Geld zu finanzieren gilt, kein Mangel mehr. Häuser müssen wieder aufgebaut, Schäden aller Art beseitigt, Infrastruktur muss wiederhergestellt werden. Gleichzeitig wurden die Produktionskapazitäten der japanischen Wirtschaft merklich beeinträchtigt. Wie stark, ist noch nicht voll absehbar, solange nicht klar ist, welche Ausweitung die Atomkatastrophe noch erfährt und wie lange die Energieknappheit andauert.

Größere Nachfrage bei reduziertem Angebot muss eigentlich die Preise nach oben treiben - je mehr Geld die Regierung ausgibt, desto stärker. Mit zusätzlichen Ausgaben schafft sie somit zwar ein laufendes Defizit, vermindert aber gleichzeitig den realen, also preisbereinigten Wert ihrer bereits aufgelaufenen Staatsschuld.

Einzig ein kräftiger Anstieg der Kapitalmarktzinsen könnte diese inflatorische Entschuldung konterkarieren. Doch damit ist nicht zu rechnen. Die Notenbank kauft ohnehin schon Staatsanleihen. Wenn sie mitzieht, was man in einer Katastrophensituation erwarten sollte, wird sie diese Käufe nötigenfalls kräftig ausweiten. Der Realzins, also der nominale Zins abzüglich der Inflationsrate, könnte daher sogar noch sinken, wenn die Inflation vom negativen deutlich ins positive Terrain dreht. Wenigstens der Gau bei den Staatsfinanzen wird Japan erspart bleiben.

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