Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ukraine-Krise Kapitalflucht aus Russland geht weiter

Die Furcht der Anleger hält angesichts der Ukraine-Krise an: Im ersten Halbjahr wurde doppelt so viel Geld aus Russland abgezogen wie noch ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vorquartal sinkt die Summe aber deutlich.
Kommentieren
Die Moskwa und der Kreml: Die USA und die EU haben Russland mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte es sich nicht stärker für eine Lösung des Ukraine-Konflikts einsetzen. Quelle: dpa-tmn

Die Moskwa und der Kreml: Die USA und die EU haben Russland mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte es sich nicht stärker für eine Lösung des Ukraine-Konflikts einsetzen.

(Foto: dpa-tmn)

Moskau/London Investoren ziehen wegen der Ukraine-Krise weiter ihr Geld aus Russland ab. Nach Angaben der Zentralbank in Moskau vom Mittwoch wurden im ersten Halbjahr fast 75 Milliarden Dollar netto außer Landes gebracht, doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Allerdings verlangsamte sich der Abfluss inzwischen: Während er im ersten Quartal noch 62 Milliarden Dollar betragen hatte, belief er sich im zweiten auf etwas mehr als zwölf Milliarden. Die Notenbank geht davon aus, dass 2014 insgesamt 90 Milliarden Dollar ins Ausland gebracht werden könnten, die Weltbank hält sogar 100 Milliarden Dollar für möglich. Die Gesamtsumme im vergangenen Jahr betrug knapp 63 Milliarden Dollar. Die USA und die EU haben Russland mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte es sich nicht stärker für eine Lösung des Ukraine-Konflikts einsetzen.

Die Folgen der Krise veranlassen Insidern zufolge auch JPMorgan Chase zu Änderungen im Russland-Geschäft. Wie aus Finanzkreisen verlautete, strich die US-Großbank einige ihrer 190 Stellen in den Abteilungen für Aktienanalyse und -handel. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. Ein Insider erklärte, JPMorgan passe sich damit den neuen Marktbedingungen an. Das Institut lehnte eine Stellungnahme ab. Der Ukraine-Konflikt lastet schwer auf den russischen Märkten, Börsengänge wurden abgesagt. Zudem sind die Einkünfte aus den Gebühren im Investmentbanking in den zwölf Monaten bis Juni um etwa ein Drittel auf 166 Millionen Dollar gefallen.

Russlands Präsident Wladimir Putin wies Vorwürfe zurück, er werde sein Land in die Isolation führen. "Wir werden immer ein Teil der Staatengemeinschaft sein", sagte Putin dem Bürgerrat, das eine beratende Funktion hat. Russland werde jedoch seine nationalen Interessen mit Nachdruck verteidigen.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Ukraine-Krise - Kapitalflucht aus Russland geht weiter

0 Kommentare zu "Ukraine-Krise: Kapitalflucht aus Russland geht weiter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote