US-Börsenaufsicht SEC bricht Einfluss der Ratingagenturen

Mit zwei Maßnahmen möchte die US-Börsenaufsicht die Hauptgründe für eine Finanzkrise reduzieren. Künftig sollen die Chefetagen großer Banken weniger risikofreudig agieren und die Ratingagenturen an Einfluss verlieren.
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Washington

Die US-Börsenaufsicht SEC beschloss am Mittwoch die Einführung einer Wartefrist von drei Jahren für die Auszahlung von mindestens der Hälfte der Boni an Manager großer Geldinstitute. Diese Regel greift ab einem Firmenvermögen von 50 Millionen Dollar. Außerdem müssen Firmen mit einem Anlagewert von einer Milliarde Dollar oder mehr jährlich den Regulierungsbehörden ihre Bonusprogramme zur Prüfung vorlegen. Entscheidet diese, dass die Boni übertrieben sind oder zu allzu viel Risiko einladen, können sie die Reglungen für ungültig erklären.

Außerdem schlägt die SEC die Abschaffung einer Vorschrift vor, wonach Finanzmarktfonds nur in Wertpapiere investieren dürfen, die ein Credit-Rating haben. Die Fonds sollen die Risiken stattdessen selbst abschätzen dürfen. Die Rating-Agenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch würden so an Einfluss verlieren. Der Ruf der Agenturen litt während der Finanzkrise, weil sie hochriskanten Wertpapieren viel zu gute Noten gaben.

  • dapd
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