US-Notenbank Fed Abwarten und Geld drucken

Die US-Notenbank Fed will keine Hinweise geben, wann sie die Stützräder für die US-Konjunktur einzuklappen gedenkt. Ihre jüngste Mitteilung ist nebulöser denn je. Für die Anleger heißt das: Die Party geht weiter.
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Fed-Chef Ben Bernanke: Seine US-Notenbank bleibt bei der lockeren Geldpolitik. Quelle: dpa

Fed-Chef Ben Bernanke: Seine US-Notenbank bleibt bei der lockeren Geldpolitik.

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WashingtonEs ist längst ein Ritual. Alle paar Wochen, wenn die US-Notenbank Fed zum Treffen des entscheidenden Offenmarktausschusses (FOMC) ruft, halten die Finanzmärkte kurz den Atem an. Vielleicht lassen die Währungshüter in ihrer Abschlusserklärung ja einen Hinweis fallen, wann sie Ihre Stützungsmaßnahmen für die US-Konjunktur zurückzufahren gedenken? Doch auch an diesem Mittwoch hieß es wieder: Entwarnung. So bald wird sich an der lockeren Geldpolitik nichts ändern.

Das war allgemein erwartet worden, selbst die nervösen Aktienmärkte blieben vergleichsweise ruhig. Sie lagen am Nachmittag Ostküstenzeit leicht im Minus. Ein zentraler Satz aus der FOMC-Mitteilung lautet: Man wolle „mehr Belege abwarten, dass die Erholung nachhaltig ist, bevor man das Tempo der (Anleihen-)Aufkäufe anpassen wird“. Das heißt: Die Programme laufen weiter, und zwar für eine unbestimmte Zeit.

Im Rahmen der dritten Runde ihres „Quantitative Easing“ genannten Programmes („QE3“) kauft die Fed monatlich für 85 Milliarden Dollar Staats- und Hypothekenpapiere auf. Damit sollen die langfristigen Zinsen gedrückt und die Konjunktur angekurbelt werden. Zudem hält die Fed seit dem Jahr 2008 den Leitzins bei null bis 0,25 Prozent. Dies sei so lange angebracht, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gefallen ist, hieß es am Mittwoch erneut. Derzeit liegt sie bei 7,2 Prozent.

Vor allem was die milliardenschweren Aufkäufe angeht, warten Investoren sehnsüchtig auf Hinweise. Irgendwann, so wissen alle, muss die Fed damit beginnen, das Programm zurückzufahren. Die Frage ist nur, wann. Hatte Fed-Chef Ben Bernanke die Märkte noch im Juni mit der Ankündigung überrascht, im Herbst das so genannte „Tapering“ einzuleiten, überraschte er sie im September mit einem Rückzieher erneut. Da kündigte er an, die Anleihekäufe gingen erst einmal weiter.

Investoren und Analysten können nur spekulieren. Bis vor kurzem erwarteten die meisten, dass die Fed Ende des Jahres den Fuß vom Gas nehmen könnte. Nun ist die Rede von Anfang kommenden Jahres, womöglich sogar erst im März. Oder doch noch später. Entscheidend für den Zeitpunkt ist, wie die Notenbanker die weitere Erholung der Konjunktur einschätzen. Und die Lage der US-Wirtschaft ist ebenso undurchschaubar wie die Entscheidungsfindung der Fed. Deren Verantwortliche, das zeigt die Mitteilung vom Mittwoch, wollen die Welt im Ungewissen lassen und abwarten.

Die Haushaltskrise ist lediglich vertagt
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9 Kommentare zu "US-Notenbank Fed: Abwarten und Geld drucken"

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  • Es kommt doch eigentlich nur darauf an, wann die Asiatischen Märkte sich von den USA abwenden und neu orientieren. Angesagt habe das die Chinesen ja schon !
    Die Asiaten kaufen gutes echtes Gold für schlechte Dollar und lagern es selbst ein.
    Dafür sind die Deutschen zu unterbelichtet. Die lagern ihr Gold in den USA und dürfen nichts kontrollieren.
    Ja, der BigBang ist unausweichlich und ein zurück geht nicht mehr. Aktien sind keine Lösung.

  • Bernanke kann sich nach George W.Bush und Grünspan rühmen, alles getan zu haben, um den amerikanischen Mittelstand zu vernichten.

    Zusätzlich hat er die Welt überschwemmt (und wird es auch weiterhin tun) mit seinem frischgedruckten, ungedeckten Falschgeld, das er den einfältigen Lieferanten von Konsumgütern in die USA andreht.

    Das viele $-Falschgeld, auch bei uns als €-Falschgeld im Umlauf, hat den Aktienmarkt ohne volkswirtschaftliche Begründung derart aufgedreht, dass man bald das Platzen der Aktien-Tulpenzwiebel-Blase erwarten kann.

    Jetzt kommt es nur noch darauf, den letzten Vollidioten die überteuerten Tulpenzwiebeln anzudrehen.

  • Um in die Weihnachtsferien fahren zu können, braucht die US Regierung rund 400 Mrd. USD. Danach steht erneut die Zahlungsunfähigkeit vor der Tür. Ben Bernanke druckt im Oktober 85 Mrd. USD, im November 85 Mrd. USD, im Dezember 85 Mrd. USD und im Januar 2014 85 Mrd. USD. Macht insgesamt 340 Mrd. USD. Für die restlichen 60 Mrd. USD wird man noch ein paar dumme Staaten oder Pensionskassen finden. Danach wird die Dosis mit Yellen erhöht. Eine Reduktion der exorbitanten Inflation wird es nie geben.

    http://www.cnbc.com/id/101127962

  • Das FED wird die Anleihekäufe NIE zurückfahren. Alles nur Bluff! Der "point of no return" ist längst überschritten. D.h. die Anleihekäufe müssen im nächsten Jahr erhöht werden, sonst sinkt die Wirtschaftsleistung. Bernanke hat vom Tapering abgesehen (wörtlich) "due to unfavorable market conditions." Damit sind die steigenden Zinsen gemeint. Die Schuldennation kann sich steigende Zinsen nicht leisten sonst kollabieren die "Asset bubbles" wie der US Häusermarkt und die Staatsanleihen.

  • Nun Mr. Bernanke, das wird den smarten neu eingesetzten jüdisch orthodoxen US- Finanzminister an NSA- Obamas Seite sicher freuen, wie eben viele Gleichgesinnte dort und hier auch. God bless America.

  • "Abwarten und Geld drucken"

    und ich frage mich immer noch wohin mit Syrien's C-Waffen ...

  • Ludwig von Mises (die österreichische Schule) hatte dazu klare Meinung und Erkenntnis. Das Ende ist ein apokalyptischer big bang. Er ist nicht mehr vermeidbar! Es ist umso erstaunlicher, daß sich die Zentralbank-Zampanos schlicht gegen Erfahrung und Wirtschaftsgeschichte handeln. Welcher Plan steckt da dahinter?

  • Wundert mich, dass die ganzen Rohstoffe noch in Dollar gehandelt werden, wo doch der Dollar eigentlich wertlos ist.

  • Die Zinserhöhung kommt - wenn es der "Elite" passt
    Dann kracht das Finanzsystem zusammen - und das ist auch so geplant

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