Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Die Weltwirtschaft beruhe auf dem Fundament eines starken Amerikas, sagt der Chef des Anleihehändlers Pimco. Radikale Ausgabenkürzungen dort hätten deshalb schlimme Folgen für die Weltkonjunktur.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die USA haben massive wirtschaftsstrukturelle Probleme, die durch einen bisher erfolgreichen Finanzsektor - zuletzt finanziell gedopt durch die US-Regierung - übertüncht worden sind. Diese Probleme werden WEDER durch undifferenzierte Geldspritzen (Bankenrettung, Konjunkturpakete) NOCH durch undifferenzierte Sparorgien gelöst. Deswegen ist die Gesamtverschuldung von privaten Haushalten, Unternehmen (inkl. Finanzsektor) und Staat in den USA seit längerem steil angestiegen, auf zuletzt (Q1 2011) auf 52,604 Billionen (USA = trillions) Dollar (siehe dazu: http://www.querschuesse.de/us-credit-market-debt-outstanding-bei-52604-billionen-dollar/)

    Die Politiker und vor allem auch die Ökonomen in den USA haben einen miesen Job gemacht, denn sie haben bis heute allenfalls rudimentär erkannt, was die Kernproblematik ist und sie haben keinen blassen Schimmer, wie sie da heraus kommen können.

    Vor diesem Hintergrund ist es ein Witz, wie die Griechenland-Krise mit viel Getöse in den Medien und durch die US-Ratingagenturen zu einem riesengroßen Problem hoch stilisiert wird, das, gemesen an diesem Zirkus, sogar das der USA in den Schatten stellt.

    Es wäre also schön, wenn nicht immer nur El-Erian auf diese Schiefe in der Wahrnehmung aufmerksam machen würde ... oder kennt das Handelsblatt sonst niemanden, der das so überzeugend darstellen kann?

    Gruß
    Stefan L. Eichner

  • Lights, camera, action: Game over :)

  • Wie stark waren bzw. sind die USA denn überhaupt? Das Land ist binnen der letzten 30 Jahre de-industrialisiert worden, insbesondere aber unter "being W.". Ganze Industriezweige sind nach China gegangen - mit ihnen ging auch das Wissen und der Nachwuchs an technischen Arbeitskräften und mittelständischen Zulieferern. Wettbewerbsfähig ist nur der militärisch-industrielle Komplex, aber auch der stößt an seine Grenzen. Denn langsam gehen die Länder aus, in die man einmarschieren könnte. Außerdem ist der Bundeshaushalt derart im Minus, dass ein neuer Krieg nicht finanzierbar ist. Being W. hat Haushaltsüberschüsse der Clinton-Regierung wurden mit Steuergeschenken für Wohlhabende, Irakkrieg und Rüstungsprogrammen in horrende Defizite verwandelt.

    Das alles schreit nach Arbeitslosigkeit und Wachstumsschwäche. Ob und wie die USA DA wieder rauskommen sollen, ist mir schleierhaft. Mit Mini-Zinsen der FED und noch mehr Staatsschulden jedenfalls nicht.

  • Die Sicht des Pimco-Chefs teilt vermutlich das gesamte politische Spektum in den USA. Ein Lösungsansatz öffnet sich dadurch jedoch nicht. Zu Recht stellen die Republikaner fest, dass die Belebung der Konjunktur mittels schuldenfinanzierter Nachfrage allenfalls bescheidene Resultate gezeugt hat. Zu schwach sind die Anreize für die Angebotsseite. Das zeigt sich u.a. am stagnierenden bzw. rückläufigen Exportanteil des Welthandels. Trotzdem wird den Republkanern die Zustimmung zur Ausweitung der Schuldengrenze abgerungen werden. So bleibt die Hoffnung, dass die Republikaner ihre Zustimmung an knallharte Auflagen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, d.h. zur Unterstützung der Anbieterseite koppeln.

Serviceangebote