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Handelsblatt-VWL-Ranking 2015 Züricher Ökonom forscht am meisten

Alle zwei Jahre lässt das Handelsblatt untersuchen, wie viele Studien die Ökonomen im deutschsprachigen Raum in den Fachzeitschriften unterbringen konnten. Wer hat gewonnen, wer konnte aufsteigen?
07.09.2015 - 06:19 Uhr
Der Züricher Volkswirt Peter Egger ist der forschungsstärkte Ökonom im deutschsprachigen Raum. Quelle:
Peter Egger

Der Züricher Volkswirt Peter Egger ist der forschungsstärkte Ökonom im deutschsprachigen Raum.

Düsseldorf Der forschungsstärkte Ökonom im deutschsprachigen Raum ist derzeit der Züricher Volkswirt Peter Egger. Das zeigt das neue Ökonomen-Ranking, das das Handelsblatt und der „Verein für Socialpolitik“ alle zwei Jahre in Auftrag geben. Der Österreicher Egger ist Professor an der ETH Zürich und befasst sich in seiner Forschung mit Fragen des Außenhandels und der Statistik.

Auf Platz zwei und drei folgen die beiden Makroökonomen Holger Strulik (Uni Göttingen) und Hans Gersbach (ETH Zürich). Der Frankfurter Mikroökonom Roman Inderst, der das Ranking im Jahre 2013 und 2011 anführte, landete dieses Mal auf Rang fünf.

Der VfS ist die Vereinigung der deutschsprachigen Ökonomen. Gerade für junge Forscher ist eine gute Platzierung wichtig, wenn sie sich auf renommierte Professuren bewerben – wobei natürlich noch weitere Qualitäten zählen, etwa das Engagement in der Lehre oder in der Politikberatung.

Mikrodaten zu nutzen ist zum Trend geworden in der Ökonomik. Schließlich sind die resultierenden Ergebnisse viel belastbarer. Und so wundert es nicht, dass unter den Aufsteigern des neuen Rankings viele Empiriker sind.

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Standort erkennen

    Sie teilen sich die vorderen Plätze vor allem mit den Verhaltensforschern und Wettbewerbsexperten, die im deutschsprachigen Raum traditionell stark vertreten sind. Für das Ranking werden sämtliche Studien ausgewertet, die die rund 3600 verzeichneten Ökonomen in den letzten fünf Jahren veröffentlicht haben. Darunter sind all jene, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz forschen – oder aus diesen Ländern stammen und im Ausland arbeiten. Berücksichtigt werden insgesamt mehr als 1500 internationale Fachzeitschriften.

    Für jede Veröffentlichung bekommt ein Forscher Punkte gutgeschrieben - je angesehener die Fachzeitschrift, desto mehr. Wenn mehrere Forscher gemeinsam einen Aufsatz geschrieben haben, teilen sie sich die Punkte.

    Um sicherzustellen, dass die Veröffentlichungen nach ihrer Qualität gewichtet werden, orientiert sich das Handelsblatt dabei an einem von den französischen Ökonomen Pierre-Philippe Combes und Laurent Linnemer eigens für diese Zeitung erstellten Journalranking. Eine ausführliche Beschreibung der Methodik findet sich hier.

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