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Handel Chinas Außenhandel massiv eingebrochen

Chinas Exporte sind im Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent zurückgegangen, die Importe sogar um 7,6 Prozent.
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China exportierte im Dezember wesentlich weniger als im Vorjahreszeitraum. Quelle: dpa
Hafen von Quingdao

China exportierte im Dezember wesentlich weniger als im Vorjahreszeitraum.

(Foto: dpa)

Peking Trotz des Zollstreits mit den USA hat China 2018 erneut einen Handelsüberschuss erzielt. China erreichte einen Handelsüberschuss mit den USA von 323,3 Milliarden US-Dollar (282 Milliarden Euro), wie Zolldaten am Montag zeigten. Zum Jahresende begannen die verzögerten Auswirkungen der Zollerhöhungen von Präsident Donald Trump die Nachfrage zu dämpfen.

Die Exporte Chinas in die Vereinigten Staaten stiegen um 11,3 Prozent auf 478,4 Milliarden Dollar (417 Milliarden Euro), trotz der Strafzölle. Die Importe amerikanischer Waren stiegen im Vergleich zu 2017 um nur 0,7 Prozent, was die Vergeltungszölle Pekings sowie die Ermutigung widerspiegelt, mehr von anderen Lieferanten zu kaufen.

Im Dezember waren die Exporte in US-Dollar gemessen im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent gefallen, teilte die Regierung am Montag in Peking mit. Die Importe gingen sogar um 7,6 Prozent zurück.

Experten hatten zwar mit einem schwachen Ergebnis gerechnet, dabei aber sowohl bei den Aus- als auch den Einfuhren noch ein Plus erwartet. Beide Werte fielen zudem so schlecht aus wie schon seit 2016 nicht mehr.

Noch im Herbst hatte China einige Schritte zur Erleichterung des Außenhandels angekündigt. So sollen die für Im- und Exporte notwendigen Dokumentationen um ein Drittel reduziert werden, wie die Regierung bekanntgab. Außerdem würden für ausländische Firmen die Ein- und Ausfuhrkosten verringert. Zolldokumentationen könnten zudem in Zukunft schneller erstellt werden.

Zugleich hat das Land die Vorgaben für Investitionen ausländischer Konzerne in den billionenschweren Finanzsektor weiter gelockert. Ausländische Investoren dürften jetzt insgesamt bis zu 300 Milliarden Dollar (261 Mrd Euro) investieren, teilte die chinesische Regierung am Montag in Peking mit. Damit wurde die bisherige Grenze verdoppelt. Zuletzt hatte China das Limit im Jahr 2013 von 80 Milliarden auf 150 Milliarden Dollar angehoben. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg hatten sich die Direktinvestitionen ausländischer Finanzkonzerne in chinesische Unternehmen des Sektors auf etwas mehr als 100 Milliarden Dollar belaufen.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte erst im vergangenen Sommer die Beschränkungen für die Beteiligungen von Finanzkonzernen aus dem Ausland an heimischen Banken und Vermögensverwaltern aufgehoben. Vorher durften sich ausländische Banken einzeln mit maximal 20 Prozent an einem chinesischen Institut beteiligen - die Grenze für Konsortien lag bei 25 Prozent. Die Öffnung des insgesamt 40 Billionen schweren Finanzsektors ist ein wichtiger Schritt der Regierung, die Wirtschaft des Landes zu modernisieren.

  • dpa
  • rtr
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