ZEW-Index steigt deutlich Ende der Rezession stützt deutsche Wirtschaft

Finanzexperten bewerten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft so gut wie seit der Zypern-Rettung im März nicht mehr. Deutschland profitiert vom sich abzeichnenden Ende der Rezession in wichtigen Euro-Ländern.
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Hamburger Hafen: Die positiven Signale für die deutsche Wirtschaft mehren sich. Quelle: dpa

Hamburger Hafen: Die positiven Signale für die deutsche Wirtschaft mehren sich.

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Börsenprofis blicken wieder deutlich optimistischer auf die deutsche Wirtschaft. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturentwicklung in den kommenden sechs Monaten stieg im August um 5,7 auf 42,0 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit März, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter Anlegern und Analysten mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg auf 40 Punkte erwartet. Allerdings liegt das Barometer weiterhin deutlich über seinem langfristigen Mittelwert von 23,7 Zählern.

Was den Konjunkturoptimismus weiterhin stützt, ist die robuste deutsche Binnenkonjunktur, erklärte das Institut von ZEW-Präsident Clemens Fuest. Zum Anstieg des Indikators dürfte beigetragen haben, dass sich in wichtigen Staaten der Eurozone ein Ende der Rezession abzuzeichnen scheint. Auch die derzeitige Lage der heimischen Wirtschaft bewerteten die Finanzprofis deutlich besser als im Vormonat. Das Barometer stieg um 7,7 auf 18,3 Zähler. Hier hatten Ökonomen nur einen Anstieg auf 12,0 Punkte erwartet.

„Die Euro-Zone zieht Deutschland hoch. Die Investoren werden immer optimistischer, was die Lösung der Euro-Krise angeht,“ sagt Christian Schulz von der Berenberg Bank. Die Zuversicht für die Euro-Zone sei deshalb sehr stark gestiegen - auf den höchsten Stand seit April 2010. Insbesondere für die Krisenländer Frankreich, Italien und Spanien habe die Zuversicht zugenommen. „Das wirkt sich positiv auf Deutschland aus, denn ein Auslaufen der Euro-Krise ist gut für die deutschen Wachstumsaussichten.“

Postbank-Analyst Heinrich Bayer hält den Optimismus für gerechtfertigt. Zuletzt hätten sich sowohl die harten Konjunkturdaten als auch die Stimmungsindikatoren für Deutschland und die EWU verbessert, so dass sich die ZEW-Umfrage nahtlos in diese Serie einreihe.

Nicht ganz so positiv gestimmt ist Ralph Solveen von der Commerzbank. Eine Euphorie in Hinblick auf die Konjunkturaussichten gebe es nicht, wofür trotz des wohl kräftigen Wachstums im zweiten Quartal auch kein Anlass bestehe.
Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums hat die deutsche Wirtschaft deutlich Fahrt aufgenommen. Es schätzt, dass die am Mittwoch anstehenden Daten zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal ein Plus von 0,75 Prozent bringen werden. Zu Jahresbeginn sprang nur ein Miniwachstum von 0,1 Prozent heraus.

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35 Kommentare zu "ZEW-Index steigt deutlich: Ende der Rezession stützt deutsche Wirtschaft"

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  • Eddie ist schon wieder da, endlich wieder Erheiterung! Soviel dummes Zeug erspart die Tageszeitung! Lieber Eddie, damit du gut schläfst, in unserem Sportverein gibt es, Stand heute, über 30 AfD-Wähler, die gemeinsam Briefwahl machen werden! Siehst du, die AfD lebt!

  • @Henry
    Mal wieder eine bunte Mischung aus Luegen und Stammtisch-Geschwaetz...

    "Deutschland profitiert vom Ende der Rezession nur deshalb, weil vorwiegend Deutschland mit riesigen Subventionen in Vorleistung gegangen ist. Die aus den Rettungsschirmen gen Süden resultieren."
    1. nix Subventionen, sondern Kredite
    2. nix vorwiegend D, sondern auch D (Anteil 27%)

    "Fakt ist, die Wirtschaft im Süden kann sich unter der harten Euro-Währung nicht erholen."
    Tut sie aber, obwohl die AfD dagegen ist

    "Mit der Einführung von nationalen Währungen, erhöht sich das physische Einkommen"
    Gibts dann statt EUR Oliven als Waehrung?

    "Die Produkte werden günstiger hergestellt"
    Welche denn? Was produziert denn GR fuer den Weltmarkt aussser Feta und Oliven? Warum geht billiger nur ohne EUR? Warum geht billiger nicht auch mit EUR, so wie die drastisch gesunkenen Lohnstueckkosten beweisen?

    "was die Staatseinnahmen erhöht."
    Nominal, nicht aber in Leitwaehrungen (USD/EUR). Durch die Abwertung explodieren die Schulden in EUR (z.B. Drachme +40%), die Einnahmen brechen weg (z.B. Drachme -40%), dazu hohe Zinsen - Staatspleite.

    "Die Menschen können intensiver am Konsum teilhaben."
    Ohne Kaufkraft? Klar doch... Abwertung 40% = Kaufkraftverlust um 40%, zumindest bei Importen (Laender wie GR ohne prod. Industrie importieren ihre Gueter)

    AfD ist die Alternative fuer Deppen, q.e.d. ...

  • Griechenland hat noch nie geliefert. Auch wenn Oberlügner Juncker selbiges erzählt hat. Im Notfall soll man lügen. Griechenlands Schulden haben nicht abgenommen. Das Gegenteil ist richtig: 2012 betrug die Schuldenquote 1.36 BIP, 2013 1.60 BIP und das trotz Schuldenschnitts in 2012! Griechenlands BIP beträgt 250 Milliarden €, demnach hat es 400 Milliarden € Schulden. Der nächste Schuldenschnitt kommt nach der Bundestagswahl. Der IWF will es so und die BuBa sieht es auch kommen.

  • Deutschland profitiert vom Ende der Rezession nur deshalb, weil vorwiegend Deutschland mit riesigen Subventionen in Vorleistung gegangen ist. Die aus den Rettungsschirmen gen Süden resultieren.

    Fakt ist, die Wirtschaft im Süden kann sich unter der harten Euro-Währung nicht erholen. Man kann sich drehen und wenden wie man will, ohne Wechselkurse kommt die nötige Wirtschaftswettbewerbsfähigkeit nicht zustande.

    Das hat auch nichts mit den Zockerbuden der Banken zu tun. Was haben die Banken z.B. mit dem Produktionsablauf im Fiatwerk in Italien oder mit dem Gemüsehändler in Griechenland zu schaffen? Nichts.

    Die Wettbewerbsfähigkeit im Süden kann auch nicht durch eine 30% Kürzung der Gehälter erfolgen. Viele Griechen leben jetzt schon auf der Straße, weil sie die Miete nicht bezahlen können. Diese Armut nimmt in Italien, Spanien, Portugal, Frankreich und Zypern zu. Unter diesen Umständen darf Lettland nicht in den Euro-Raum aufgenommen werden.
    Aber, unsere Politiker handeln wie in einem Schneeballsystem mit immer mehr Mitgliedstaaten wird sich die Krise überwinden lassen. Das ist ein Trugschluss.

    Mit der Einführung von nationalen Währungen, erhöht sich das physische Einkommen der Menschen. Die Produkte werden günstiger hergestellt und das Exportvolumen kann gesteigert werden, was die Staatseinnahmen erhöht. Die Menschen können intensiver am Konsum teilhaben. Daraus entsteht das so dringend nötige Wirtschaftswachstum in den Südländern. Was wiederum die Volkswirtschaft stabilisiert. So lässt sich die Wirtschaftskrise langfristig bewältigen.

  • @Handelsblatt
    Meinungsfreiheit und Wahrheit ist nicht so euer Ding,
    aber die Parole verhallt nicht ungehört.
    Empfehle euer Geschreibsel mit Nachdruck weiter, viele
    Zeitgenossen wollen ohne "Schnörkel und wahrheitsgetreu" "informiert" und aufgeklärt werden.

  • Die LINKE ist so blöd, Lafontaine zurückzupfeifen, der als Volkswirt genau belegt, dass der Euro nicht funktionieren kann. Die LINKE will dieses "politische Projekt" mit Eurobonds. Das ist das KO-Kriterium. Die LINKE ist scheinheilig und ideologisch verbrämt, willensfanatisch einer Theorie aus dem 19. Jahrhundert folgend, als wäre es die unumstößliche Wahrheit. Da muß man schon ziemlich bekloppt sein!

  • Mit was wird Griechenland denn künftig auf eigenen Beinen stehen? Oliven-Export? Mal Fakten, nicht nur Pro-Euro-Propaganda-Geschwafel!

  • @Eddie was Ihre Tätigkeit z.Z.? Wenn man Artikel im HB liest und dazu anschliessend das Forum dazu, erscheind immer Ihr werter Name lieber Eddie. Sie müssen wohl entweder selbst Harzter sein oder vielleicht Beamter, der nicht ausgelastet ist? Ein AN oder AG hat diese Zeit nun mal nicht wie Sie @Eddie.

  • Zuallererst einmal zeigt dieser Artikel überdeutlich, warum es mit der traditionellen (Print-)Presse bergab geht. Es werden Kaffeesatzlesereien, die irgendwo von irgendwem aufgeschnappt wurden, ohne jede kritische Reflexion veröffentlicht. Wo sind denn die Fakten? Gibt es irgendwo in der Euro-Zone nennenswertes Wirtschaftswachstum (vorhanden, nicht "prognostiziert")? Sind irgendow die Defizite oder die Staatsverschuldung gesunken, die Steuereinnahmen gestiegen?
    Offenbar wurde im Holtzbrinck-Konzern die Losung ausgegeben "Mutti ist das kleinere Übel, also ran an die Feder und verteidigt den Status quo".
    Jetzt kommt mal meine "Prognose": Es wird funktionieren, aber nach der Wahl ist es schlagartig vorbei mit den sonnigen "Prognosen". Und hoffentlich auch irgendwann mit der kritiklosen Presse.

  • "Auch hier hilft ein Blick in die Wirtschaftswoche."

    Amüsant ist ja an der Sache, dass die WiWo aus dem Handelsblattverlag kommt. Das HB ist inzwischen offenbar marketingtechnisch für den naiven Blockparteigänger einsortiert, nur die WiWo noch für Leute mit Ahnung und Verstand lesenswert.
    So bedient man eben geschickt verschiedene Leserschaften.
    Das hat man bei Springer abgeschaut: BLÖD für den Pöbel, WELT für den zumindest halbwegs intelligenten Leser.
    Denn: Die Rendite ist entscheidend !

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