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Zweites Quartal Wirtschaft in der Euro-Zone tritt auf der Stelle

Die Wirtschaft im Euro-Raum kommt nicht in die Gänge. Das Bruttoinlandsprodukt konnte beispielsweise in Spanien und Portugal zulegen – während sich Deutschlands Wirtschaft unterdurchschnittlich entwickelte.
05.09.2014 - 12:38 Uhr Kommentieren
Düstere Wolken vor einem Hafen in den Niederlanden. Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist im Vergleich zum Vorquartal nicht gewachsen. Quelle: dpa

Düstere Wolken vor einem Hafen in den Niederlanden. Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist im Vergleich zum Vorquartal nicht gewachsen.

(Foto: dpa)

Brüssel Die Wirtschaft in der Euro-Zone kommt nicht in die Gänge. Sie stagnierte in den Monaten April bis Juni zum Vorquartal, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in einer zweiten Schätzung bestätigte.

In Deutschland und Italien schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach um 0,2 Prozent, in Zypern sogar um 0,3 Prozent. Das BIP in Portugal und Spanien legte hingegen um 0,6 Prozent zu, in Malta sogar um 1,3 Prozent.

Am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt und ein Kaufprogramm für Kreditverbriefungen - sogenannte ABS-Papiere - angekündigt, um der lahmenden Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen. ABS-Papiere sind in der Weltfinanzkrise in Verruf geraten, da in undurchsichtigen Kreditbündeln Risiken versteckt sein können.

Das österreichische EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny verteidigte die Maßnahmen gegen Kritik: Die EZB wolle einen Beitrag zur Wirtschaftsbelebung im Euro-Raum leisten, auch wenn geldpolitische Schritte allein dafür wohl nicht ausreichten. Insbesondere in Deutschland ist Kritik laut geworden: So warnt etwa der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dass die EZB zu einer Art Mülldeponie für problembehaftete Wertpapiere werden könnte.

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