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Medienbericht Die Chefin der Rentenversicherung erwartet deutlich höhere Renten für 2022

Im kommenden Jahr könnten Rentner mehr Geld bekommen. Die Linke kritisiert eine „Zweiklassengesellschaft“ bei den Renten und Beamtenpensionen.
13.09.2021 - 11:24 Uhr Kommentieren
Renten-Bezieher erhalten oftmals weniger Geld, als pensionierte Beamte. Quelle: dpa
Rente

Renten-Bezieher erhalten oftmals weniger Geld, als pensionierte Beamte.

(Foto: dpa)

Berlin Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich nach einer Nullrunde 2021 im nächsten Jahr wieder auf eine Erhöhung ihrer Altersbezüge einstellen. „Ich gehe davon aus, dass die ausgebliebene Erhöhung im kommenden Jahr in gewissem Umfang nachgeholt wird und die Rentner 2022 ein ordentliches Plus bekommen werden“, sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht.

Wie viel mehr es sein werde, wisse man jedoch erst im nächsten Frühjahr, denn man müsse die Lohnentwicklung im gesamten Jahr 2021 betrachten. Derzeit lasse sich noch nicht abschätzen, wie sich die vierte Corona-Welle auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt auswirke.

Die gesetzliche Rentenversicherung sei jedoch, was die Einnahmen angehe, bisher stabil durch die Corona-Krise gekommen. Ein Grund dafür sei, dass die Rentenversicherung in der Pandemie auch auf Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld und Krankengeld Rentenbeitragszahlungen erhalte.

82 Prozent der gesetzlichen Renten belaufen sich auf weniger als 1500 Euro. Dagegen liegen 95,1 Prozent der Pensionen von Bundesbeamten über 1500 Euro. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) laut Vorabbericht vorliegt.

„Das Gefälle zu den Beamtenpensionen zeigt eine Zweiklassengesellschaft“, sagte der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch demnach. Die Linke trete für eine große Rentenreform ein, die sich an Österreich orientiere. Dort zahlten alle Bürger ein, auch Beamte, Selbstständige und Politiker.

Das Bundesarbeitsministerium weist laut RND in seiner Antwort auf die Anfrage der Linken darauf hin, dass in die Statistik unter anderem auch sehr niedrige Renten eingingen, etwa aufgrund von geringen Beschäftigungszeiten. Beamte würden jedoch nach dem Lebenszeitprinzip eingestellt. Zudem hätten viele von ihnen einen Hochschulabschluss.

Mehr: Der öffentliche Dienst steht vor der größten Pensionierungswelle der Nachkriegszeit. Vor allem die Länder versprechen ihren Beamten für den Ruhestand mehr, als sie leisten können.

  • rtr
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