NC und Wartezeit nicht gerecht Verfassungsgericht kippt Zulassung zum Medizinstudium

Die Vergabe der Medizinstudienplätze ist ungerecht: Das hohe Gewicht der Abi-Note und die Wartezeiten widersprechen dem Grundgesetz, so das Bundesverfassungsgericht. Bund und Länder müssen neue Verfahren etablieren.
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NC ist verfassungswidrig – Bahn frei für angehende Medizinstudenten

BerlinWie von den meisten Experten erwartet, hat das Bundesverfassungsgericht die Vergabe von Studienplätzen im Fach Medizin zumindest teilweise für verfassungswidrig erklärt. Die aktuelle Regelung verstößt nach dem Urteil gegen das Grundrecht auf „gleicher Teilhabe am staatlichen Studienangebot“, das sich aus der Ausbildungs- und Berufswahlfreiheit in Artikel 12 und dem allgemeinen Gleichheitssatz in Artikel 3 des Grundgesetzes ergibt. Daher verlangen die Richter in ihrer am Dienstag in Karlsruhe verkündeten Entscheidung zahlreiche Änderungen – sowohl bei der Vergabe nach der Abiturnote, bei der Vergabe von Studienplätzen nach Wartezeit als auch für das Verfahren bei der Zulassung durch die Hochschulen selbst.

Der Gesetzgeber in Bund und Ländern muss nun bis zum 31. Dezember 2019 die Gesetze ändern oder Vorschriften in Gesetze umwandeln. Denn der Zugang zu einem Studium hat eine zu große Bedeutung, als dass er durch Vorschriften unterhalb der Gesetzesebene geregelt werden dürfe, entschieden die Verfassungsrichter.

Über die Zahl der Studienplätze im Fach Medizin hat das Verfassungsgericht jedoch nicht entschieden. „Die Bemessung der Ausbildungsplätze obliegt dem demokratisch legitimierten Gesetzgeber“, urteilten sie. Das Recht auf chancengleichen Zugang zum Studium bestehe nur im Rahmen der tatsächlich bestehenden Ausbildungskapazitäten. Die staatlichen Ausbildungsplätze müssten aber chancengerecht vergeben werden – was im derzeitigen System nicht der Fall sei.

Derzeit gibt es im Studienfach Medizin nahezu fünf Mal so viele Bewerber wie Plätze. Zwanzig Prozent der Studienplätze werden an Bewerber mit den besten Abiturnoten vergeben, weitere zwanzig Prozent sind von der Wartezeit der Bewerber abhängig. 60 Prozent der Plätze vergeben die Universitäten nach eigenen Auswahlkriterien.

Für die 20 Prozent der Plätze, die nach der „Abiturbestenquote“ zentral vergeben werden, darf künftig nicht mehr der Ortswunsch eine dominante Rolle spielen: Die Begrenzung im aktuellen Auswahlverfahren auf sechs Wunsch-Studienorte sei grundgesetzwidrig, urteilten die Richter, weil „die Chancen der Abiturienten auf einen Studienplatz danach in erster Linie davon abhängen, welchen Ortswunsch sie angegeben haben, und nur in zweiter Linie von ihrer Eignung für das Studium.

Ärzte und Politiker
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    x-Ray, MRT, und andere Messgroessen erfassen, wie z.B. am Gehirn ...
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    Chiropraktiker koennten z.B. den Orthopaeden viele Arbeiten abnehem...
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