Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Sonntagsfrage Umfrage-Abwärtstrend der Grünen ist gestoppt – Ampel-Koalition wäre möglich

Die Zustimmung für einen Kanzlerkandidaten Habeck ist unter den Wahlbürgern jedoch deutlich größer als für Baerbock. Die klare Mehrheit rechnet allerdings mit einem Kanzler Laschet.
19.07.2021 - 16:41 Uhr Kommentieren
Die Kanzlerkandidatin der Grünen bleibt unter Druck. Quelle: imago/Hoch Zwei Stock/Angerer
Annalena Baerbock

Die Kanzlerkandidatin der Grünen bleibt unter Druck.

(Foto: imago/Hoch Zwei Stock/Angerer)

Berlin Die Grünen können den Abwärtstrend in den Umfragen stoppen und theoretisch eine Ampel-Koalition mit der SPD und der FDP bilden. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Insa für „Bild am Sonntag“ erhebt, kommen die Grünen in dieser Woche auf 18 Prozent, das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Insa-Umfrage der Vorwoche.

Die Union führt die Umfrage mit 28 Prozent (unverändert) zwar komfortabel an, die Grünen könnten aber eine Mehrheit gegen CDU/CSU zustande bringen. Eine Ampel-Koalition mit der SPD (17 Prozent, unverändert) und der FDP (zwölf Prozent, unverändert) käme auf eine relative Mehrheit von 47 Prozent. Die AfD bleibt stabil bei elf Prozent, die Linke verliert einen Punkt und kommt in dieser Woche auf sieben Prozent.

Zugleich sprachen sich in einer weiteren Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur mit 35 Prozent mehr als ein Drittel der Bundesbürger dafür aus, dass die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mitten im Wahlkampf von ihrem Co-Parteivorsitzenden Robert Habeck abgelöst wird. Nur 24 Prozent meinten, Baerbock solle Kanzlerkandidatin bleiben. 41 Prozent machten keine Angaben.

Der Ansehensverlust Baerbocks hatte sich zuletzt auch im ZDF-Politbarometer der Forschungsruppe Wahlen niedergeschlagen. Der Grünen-Kanzlerkandidatin fiel dort im Politiker-Ranking nochmals deutlich auf nun minus 0,5 – ihren schlechtesten Wert überhaupt.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Baerbock steht in der Kritik, weil sich in ihrem Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Zudem hatte sie Sonderzahlungen der Partei verspätet an den Bundestag gemeldet. Auch mussten Partei und Kandidatin Angaben in Baerbocks Lebenslauf korrigieren.

    Nach einem Hoch unmittelbar nach der Nominierung Baerbocks als Kanzlerkandidatin haben die Grünen in den Wahlumfragen wieder deutlich an Zustimmung verloren. Habeck, der lange selbst als Kanzlerkandidat gehandelt worden war, hat die Diskussion um eine Ablösung Baerbocks in der „Süddeutschen Zeitung“ allerdings als „Kokolores“ bezeichnet.

    Bei den Anhängern der Grünen überwiegen weiterhin die Sympathien für Baerbock. Hier liegt sie in der Yougov-Umfrage mit 54 zu 32 Prozent vor Habeck. Auch die Wähler der Linken wünschen sich eher, dass Baerbock als Kanzlerkandidatin weitermacht (36 zu 33 Prozent) Bei allen anderen im Bundestag vertretenen Parteien überwiegt der Wunsch nach einem Kandidatenwechsel.

    59 Prozent der Deutschen rechnen mit Wahlsieg Laschets

    Davon ausgehend, dass Baerbock Spitzenkandidatin der Grünen bleibt, rechnen die Wähler in Deutschland mehrheitlich damit, dass Unionskanzlerkandidat Armin Laschet als Nachfolger von Angela Merkel ins Kanzleramt einziehen wird. Laut einer Kantar-Umfrage im Auftrag der Funke Mediengruppe stellen sich 59 Prozent auf einen Kanzler Laschet ein.

    Nur neun Prozent der 1005 befragten Bürger erwarten einen Erfolg der Grünen-Kanzlerkandidatin, elf Prozent einen Sieg des SPD-Kandidaten Olaf Scholz, zwei Prozent den Erfolg des FDP-Spitzenkandidaten Christian Lindner. 19 Prozent entschieden sich bei der Umfrage für keinen der vier zur Auswahl gestellten Politiker.

    Selbst in der Anhängerschaft der Grünen gibt es laut Umfrage kaum Hoffnung, dass Baerbock das Land regieren wird. Nur 13 Prozent rechnen mit ihr als Kanzlerin. 71 Prozent glauben dagegen, dass Laschet ins Kanzleramt einziehen wird. Scholz kommt im Grünen-Lager auf neun Prozent.

    Unter den SPD-Anhängern erreicht Scholz 23 Prozent. 50 Prozent halten Laschet für den aussichtsreichsten Kanzlerkandidaten, 15 Prozent Baerbock. In der Wählerschaft der Union kommt Laschet auf 82 Prozent. Acht Prozent stellen sich auf Scholz, 2 Prozent auf Baerbock ein.

    Mehr: Flutkatastrophe in Deutschland nach Ansicht von Wahlforschern ohne großen Einfluss – Politbarometer sieht Grüne und Baerbock im Abwärtstrend

    • dpa
    • rtr
    • mr
    Startseite
    Mehr zu: Sonntagsfrage - Umfrage-Abwärtstrend der Grünen ist gestoppt – Ampel-Koalition wäre möglich
    0 Kommentare zu "Sonntagsfrage: Umfrage-Abwärtstrend der Grünen ist gestoppt – Ampel-Koalition wäre möglich"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%