Preissteigerungen: Bleibt die Inflation hoch? Diese acht Grafiken zeigen die Argumente dafür und dagegen
Für beide Sichtweisen gibt es unterschiedliche Argumente.
Foto: HandelsblattFrankfurt/Düsseldorf. Verschiedene Ökonomen und Vertreter von Notenbanken streiten über die weitere Entwicklung der Preise in der Euro-Zone und Deutschland. Das Handelsblatt erklärt in acht Grafiken, was für und was gegen die These spricht, dass sich die Menschen auf weiter hohe Preissteigerungen einstellen müssen.
Prognose: Ja, die Inflation bleibt hoch
Grund 1: Die Produzentenpreise steigen stark
Die Produzentenpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabriktor geführt - also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben. Zuletzt sind die Produzentenpreise in Deutschland im Oktober um 18,4 Prozent gestiegen - der höchste Anstieg seit 1951.
Grund 2: Die Zentralbanken pumpen Billionen in die Märkte
Um die Wirtschaft in der Pandemie vor dem Absturz zu bewahren, haben die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank Fed in großem Umfang Wertpapiere gekauft. Im Oktober 2021 beliefen sich monatlichen Käufe der EZB auf etwa 90 Milliarden Euro. Wenn das Geld in der Realwirtschaft ankommt, dürfte es für höhere Preissteigerungen sorgen.