Zittersieg gegen Dänemark Deutschland macht den Gruppensieg perfekt

Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende durfte Deutschland jubeln. Mit seinem Sieg über Dänemark sicherte sich das DFB-Team Platz eins in der Gruppe B. Dabei musste die Löw-Elf noch einmal kräftig zittern.
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Wie Deutschland und Portugal alles klar machten
Germany's Podolski celebrates with team mates Gomez, Lahm and Oezil after scoring a goal against Denmark during their Euro 2012 Group B soccer match at the new stadium in Lviv
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Mission erfüllt: Mit dem 2:1-Sieg über Dänemark erfüllte sich das DFB-Team den Traum vom Gruppensieg in der „Todesgruppe B“ und trifft nun in der Runde der letzten Acht auf Griechenland.

Denmark vs Germany
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Die Statistik sprach im Vorfeld eigentlich für die Dänen oder vielmehr für ihren Coach Morten Olsen. Der erfahrene Mann an der Linie der Skandinavier hatte als Nationaltrainer bislang noch kein einziges Spiel gegen Deutschland verloren.

Germany's coach Loew watches before their Euro 2012 Group B soccer match against Denmark at the New Lviv stadium in Lviv
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Bundestrainer Joachim Löw musste derweil in seinem Team eine Veränderung vornehmen, da Rechtsverteidiger Jerome Boateng wegen seiner zweiten gelben Karte aus dem Spiel gegen die Niederlande gesperrt fehlte.

EURO 2012 - Dänemark - Deutschland
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Für den etatmäßigen Außenverteidiger vom FC Bayern München durfte Lars Bender (l.) von Beginn an ran.

Soccer Euro 2012 Denmark Germany
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Im Fokus stand gegen Dänemark außerdem Lukas Podolski (l.). Der Noch-Kölner absolvierte gegen den Europameister von 1992 sein 100. Länderspiel - mit gerade einmal 27 Jahren. Europarekord! Doch zuvor war gar nicht sicher, ob der Dauerbrenner nach seinen durchwachsenen Leistungen in den ersten beiden Partien überhaupt ran durfte.

EURO 2012 - Dänemark - Deutschland
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Deutschland ließ von Beginn an keinen Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen, sich den Gruppensieg in der Gruppe B zu sichern. Bereits nach wenigen Minuten hätte Thomas Müller zur Führung einschieben müssen, doch der WM-Torschützenkönig von 2010 traf den Ball nicht richtig.

Germany's Podolski scores a goal against Denmark's Andersen during their Euro 2012 Group B soccer match at the new stadium in Lviv
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Besser machte es dagegen Lukas Podolski (r.) eine knappe Viertelstunde später. Nach Flanke von Thomas Müller hatte Mario Gomez noch verpasst, doch Deutschlands Nummer zehn ließ Dänen-Keeper Stephan Andersen mit seinem strammen Schuss aus acht Metern keine Chance.

LembergNoch drei Siege bis zum vierten Titel: Dank "Aushilfe" Lars Bender hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft an einem nervenaufreibenden Abend das EM-Viertelfinale erreicht und steht nun vor einem politisch brisanten Duell mit Griechenland. Gegen spielerisch limitierte, aber enorm zähe Dänen gewann der Vize-Europameister sein Vorrundenfinale in Lwiw mühsam 2:1 (1:1) - und der Leverkusener Bender beendete mit dem entscheidenden Treffer (80.) Minuten des Zitterns.

"Das Spiel stand auf des Messers Schneide", sagte Bundestrainer Joachim Löw nach dem Abpfiff erleichtert, "wir hätten früher nachlegen müssen." So wurde es am Ende ein wenig glanzvoller, aber historischer Tag: Noch nie zuvor hatte die DFB-Auswahl bei einer EM-Endrunde alle drei Gruppenspiele gewonnen. "Wir sind weiter, in dieser extrem schwierigen Gruppe. Das ist natürlich klasse, "sagte Löw. Dänemark ist trotz seines Coups gegen den Vize-Weltmeister Niederlande ausgeschieden, Deutschland darf nach seiner schwächsten Turnierleistung am Freitag (20.45 Uhr) wie gewünscht in Danzig gegen die Griechen antreten.

In diesem Spiel wird Bender wohl wieder Jerome Boateng weichen müssen, dennoch war er überglücklich. "An diesen Tag werde ich lange zurückdenken", sagte der 23-Jährige nach seinem ersten Länderspieltor, "das Tor, der Sieg, dass wir ohne Punktverlust durch die Gruppe gegangen sind, das ist ein schönes Geschenk." Bescheiden fügte er hinzu: "Ich tue gut daran, kleine Brötchen zu backen." Löw bescheinigte Bender, ein "echter Winner-Typ" zu sein.

Wer nach dem 1:0 durch Jubilar Lukas Podolski (19.) erwartet hatte, die deutsche Mannschaft werde leichtes Spiel mit den "Wikingern" haben, war zu optimistisch. Michael Krohn-Dehli (24.), dem Helden des Holland-Spiels, gelang fast postwendend der Ausgleich. Da es beim Parallelspiel zwischen Portugal und den Niederlanden gar nicht nach Wunsch lief, wurde die Begegnung noch eine Zitterpartie; zwischenzeitlich hätte ein weiteres Tor der Dänen für Deutschland das Aus bedeutet.

"Wir haben nicht damit gerechnet, noch ein Tor zu kassieren, wir haben gezielt auf das zweite Tor gespielt", sagte Bender - mit Erfolg. Jakob Poulsen (51.) hatte kurz nach der Pause für Dänemark den Pfosten getroffen. "Es war ein hart umkämpftes Spiel gegen eine starke dänische Mannschaft", sagte Podolski.

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