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Ex-DFB Trainer Gero Bisanz „Als Damentrainer belächelt“

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Frauenfußball steckt noch in Kinderschuhen

Dieser EM-Sieg sollte nicht Ihr einziger bleiben. Sie gewannen die Europameisterschaften 1991 und 1995, wurden zwischenzeitlich WM-Zweiter...

Eine solche Entwicklung von Null bis an die Spitze war unglaublich. Als die ersten Erfolge kamen, habe ich mich noch mehr reingekniet. Ich arbeitete auch verstärkt mit den Vereinstrainern zusammen, um ihnen die Defizite und Stärken ihrer Spielerinnen zu erklären. Dann kam plötzlich die Idee auf, eine Frauen-Bundesliga zu gründen...

... die 1991 dann auch in die Tat umgesetzt wurde.

Möglich wurde das alles durch viel Überredungskunst und die tatkräftige Unterstützung von Hannelore Ratzeburg. Sie war sehr engagiert und hat mir sehr geholfen. Es gesellte sich ein Mosaiksteinchen zum anderen und am Ende wurde ein gutes Bild daraus.

Hatten Sie damit ihr Ziel erreicht, den professionellen Frauenfußball in Deutschland zu etablieren?

Ich habe den EM-Sieg 1989 immer als Ausgangspunkt betrachtet und wollte ein Fundament hinterlassen auf dem man weiter aufbauen kann. 1996 konnte ich guten Gewissens sagen, mein Antrieb ist erfolgreich gewesen, ihr macht jetzt weiter.

Das kann man durchaus wörtlich nehmen. Ihre Nachfolger haben Sie handverlesen. Und auch in anderen Funktionen der DFB-Frauenabteilung finden sich ihre früheren Spielerinnen.

Das stimmt. Ich habe zunächst darauf gedrungen, dass die Frauen sich selbst trainieren müssen und habe Tina Theune-Meyer als meine Nachfolgerin empfohlen und Silvia Neid als ihre Assistentin.

Andere Ihrer Spielerinnen trainieren die Jugendauswahlen des DFB, Doris Fitschen ist sogar DFB-Managerin geworden.

Das sind alles Spielerinnen aus der ersten Europameistermannschaft von 1981. Das hänge ich mir natürlich auch an, weil ich diese Spielerinnen ausgesucht, gefördert, zu Nationalspielerinnen gemacht habe und zu Persönlichkeiten mitgeformt habe. Das macht mich schon ein bisschen stolz.

Wenn Sie ihr Erbe heute betrachten, sind Sie dann zufrieden mit dem was Sie sehen?

Auch heute noch ist der Frauenfußball nicht aus den Kinderschuhen heraus. Spricht man vom gesamten Frauenfußball in Deutschland, gibt es noch sehr viel zu tun. Es gibt drei oder vier Vereine, die medienwirksam sind, wo sich alle Nationalspielerinnen tummeln. Was darunter kommt ist förderungswürdig.

Hoffen aus das kleine Sommermärchen
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