0:2 gegen Villarreal Bayer vor dem Europacup-Aus

Ob mit oder ohne Trainer Roger Schmidt auf der Bank - Bayer Leverkusen findet nicht zurück in die Erfolgsspur. Nun droht das Aus im Europacup - wie vor fünf Jahren gegen Villarreal.
Bayer Leverkusen konnte sich nicht gegen Villarreal durchsetzen. Quelle: AFP
Europacup

Bayer Leverkusen konnte sich nicht gegen Villarreal durchsetzen.

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VillarrealAuch die Rückkehr von Roger Schmidt auf die Trainerbank hat Bayer Leverkusen beim Europacup-Jubiläum nicht aus der Krise geholfen. Nach dem Drei-Spiele-Bann in der Fußball-Bundesliga stand der Coach wieder an der Seitenlinie und musste von dort das 0:2 (0:1) der Werkself am Donnerstag im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League beim spanischen Tabellenvierten FC Villarreal mitansehen. Damit stehen die Leverkusener, die nur einen Punkt aus den letzten vier Liga-Spielen holten, vor dem Rückspiel in einer Woche gehörig unter Druck.

Im 200. Europacup-Spiel der Vereinsgeschichte schoss Cedric Bakambu vor 17 000 Zuschauern im Estadio El Madrigal den Sieg mit zwei Treffern für Villarreal heraus (4. und 56.). Dazu sah Tin Jedvaj in der Nachspielzeit wegen Handspiels die Gelb-Rote Karte (90.+4). Bayer droht wie schon beim letzten Duell mit den Spaniern vor fünf Jahren das Aus im Achtelfinale. Und für Schmidt, der im schwarzen Jackett den nächsten sportlichen Tiefschlag in der Coaching-Zone vernahm, wird es allmählich ungemütlich.

Dabei hatte Schmidt den früheren Champions-League-Halbfinalisten am Wochenende extra beobachtet und dafür sogar das Spiel seiner Mannschaft in Augsburg (3:3) verpasst, wofür er kritisiert wurde.

„Bullshit“ – „sehr frisch, sehr griffig“
Borussia Dortmund - Tottenham Hotspur
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Die bislang so überzeugenden Tottenham Hotspur, Jürgen Klopps FC Liverpool oder Manchester United mit Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger - drei englische Teams standen vor dem Achtelfinal-Hinspiel am Donnerstag in der Europa League im Fokus. Zwei blamierten sich.

FC Liverpool - Manchester United
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Im Spiel der Erzrivalen Liverpool und Manchester United siegten die "Red Devils" mit 2:0. Es sind übrigens die Teams, die die wertvollsten Kader im Wettbewerb besitzen.

Marktwert Manchester United: 412 Millionen Euro

Marktwert Liverpool: 366 Millionen Euro

Verdienter Sieg
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Dortmunds Gegner in der Europa League musste einen weiteren Rückschlag hinnehmen: 3:0. Schon aus den Partien bei West Ham und gegen Arsenal holte die Mannschaft des argentinischen Trainer Mauricio Pochettino nur einen Punkt. Als Zweiter haben die Spurs auf Tabellenführer Leicester City bereits fünf Punkte Rückstand.

Marktwert Borussia Dortmund: 316 Millionen Euro

Mauricio Pochettino
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„Wir sind keine Maschinen“, sagt der Tottenham-Coach. Dennoch spielen die Londoner ihre beste Saison seit Jahrzehnten. „Deswegen müssen wir den Spielern vollen Rückhalt geben, weil die Art und Weise, wie sie bislang arbeiten und auftreten, fantastisch ist“, schwärmt der Ex-Profi.

Marktwert Tottenham: 312 Millionen Euro

Harry Kane
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In Dortmund fehlten den Spurs wichtige Leistungsträger. Der 19-jährige Mittelfeldspieler Dele Alli muss eine Gelbsperre absitzen. Und Nationalstürmer Harry Kane, der in der Liga bereits 17-mal traf, saß lange auf der Bank. Als er dann kam, konnte er keine Impulse mehr setzen.

Song
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Der ehemalige Leverkusen-Profi Heung-Min Son, der bislang oft als Joker zum Einsatz kam, rückte am Donnerstag in die Startelf. Doch er hatte kaum Chancen. Nur einmal hatte Dortmund Glück, als der Schiedsrichter einen möglichen Elfmeter nicht pfiff. Bender hatte Song im Strafraum getroffen.

Tuchel
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Keine deutsche Mannschaft hat in dieser Saison mehr Pflichtspiele (41) bestritten als der BVB. Doch das Team von Thomas Tuchel beweist von Woche zu Woche Stehvermögen. „Wir haben sehr frisch, sehr griffig gewirkt”, lobte der Coach nach dem überraschend deutlichen 3:0. „Die Partie gegen die Bayern war nicht nur körperlich, sondern auch mental sehr anstrengend - deshalb bin ich heute sehr zufrieden.”

Allzu groß waren die Erkenntnisse beim Kurztrip nach Spanien offensichtlich nicht, denn Bayer wirkte vor allem in der Defensive oftmals desorientiert. Auch das Offensivspiel lahmte, von den kreativen Führungsspielern Hakan Calhanoglu und Karim Bellarabi gingen kaum zündende Ideen aus. Die Gastgeber waren dagegen in puncto Passsicherheit, Beweglichkeit und Schnelligkeit deutlich überlegen.

Schon die Anfangsphase verschlief Bayer komplett. Konnte Leno in der dritten Minute noch gegen Roberto Soldado parieren, war der Keeper eine Minute später machtlos. Die Abwehrreihe war völlig indisponiert, als Soldado den Ball auf Bakambu spielte und dieser freistehend zur Führung einschob.

Leno war es dabei zu verdanken, dass nicht vor der Pause Soldado gar auf 2:0 für Villarreal erhöhte. Mit einem Reflex klärte Leno gegen den Stürmer, als Jonathan Tah seinen Gegenspieler außer Acht ließ (40.). Ohnehin erwischte der Ex-Hamburger nicht den besten Tag, bei einem Befreiungsschlag wäre ihm beinahe ein Eigentor unterlaufen (29.).

Derart brenzlig wurde es auf der Gegenseite nicht. Ein Kopfball des Mexikaners Javier „Chicharito“ Hernandez war noch die beste Chance, wenngleich Villarreal-Torhüter Alphonse Aréola nicht wirklich gefordert wurde (24.). Der Keeper hatte zuvor schon bei einer Hereingabe von Weltmeister Christoph Kramer vor dem gut postierten Stefan Kießling geklärt (10.).

Im zweiten Durchgang wurde es bei Bayer kaum besser. Unerklärliche Fehler brachten die Spanier immer wieder gut ins Spiel - und auch prompt zum zweiten Tor. Nach einem Ballverlust von Julian Brandt im Anschluss an eine Leverkusener Ecke ging es schnell in die andere Richtung. Bakambu marschierte allein aufs Tor zu und tunnelte gar noch Leno.

Und es kam noch schlimmer für Bayer, vor allem personell. So musste Kramer verletzt vom Platz getragen werden, nachdem er aus kurzer Entfernung den Ball ins Gesicht bekommen hatte. Erinnerungen ans WM-Finale wurden wach. In der Nachspielzeit verhinderte Leno einen dritten Gegentreffer beim Kopfball von Leo Baptistao.

  • dpa
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