1:0 gegen Tottenham Schweinsteiger debütiert mit Sieg

Bastian Schweinsteiger darf zum Ligaauftakt von Man United mitspielen: Von den Fans wird der erste deutsche Profi der Red Devils freundlich begrüßt. Für den Sieg gegen Tottenham braucht er aber die Hilfe des Gegners.
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Bastian Schweinsteiger darf eine gute halbe Stunde mitmischen: Der deutsche Weltmeister kann sich über ein geglücktes Debüt in der Premier League freuen. Quelle: ap
Der Dirigent

Bastian Schweinsteiger darf eine gute halbe Stunde mitmischen: Der deutsche Weltmeister kann sich über ein geglücktes Debüt in der Premier League freuen.

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ManchesterEine Stunde musste Bastian Schweinsteiger das hellgrüne Leibchen der Ersatzspieler tragen - dann schickte ihn Louis van Gaal auf den Rasen des Old Trafford. Unter dem Jubel der Fans von Manchester United feierte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Samstag sein Premier-League-Debüt für die Red Devils.

In seinen ersten gut 30 englischen Liga-Minuten half Schweinsteiger, den glanzlosen 1:0 (1:0)-Sieg von Man United zum Saisonauftakt gegen Tottenham Hotspur zu sichern. Einen Einsatz in der Startelf hatte Trainer van Gaal seinem Münchner Sommereinkauf wegen fehlender Fitness noch nicht zugetraut.

Tottenhams Kyle Walker schoss in der 22. Minute per Eigentor den Siegtreffer für Man United. Einen der wenigen schwungvollen Angriffe, der dem Tor vorausgegangen war, hatte 18-Millionen-Euro-Zugang Schweinsteiger noch von der gemauerten Backsteinbank im legendären Old Trafford verfolgt.

Wenn Ikonen den Klub verlassen
Ikonen der Clubs
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Sie waren Ikonen ihrer Clubs, von den Fußball-Fans geliebt, von den Gegnern respektiert. Doch trotz zum Teil jahrzehntelanger Treue und unzähligen Titeln haben Bastian Schweinsteiger die Bayern, Torwart-Legende Iker Casillas den spanischen Rekordmeister Real Madrid, „Red“-Institution Steven Gerrard den FC Liverpool und Barça-Stratege Xavi den FC Barcelona verlassen – mehr oder weniger freiwillig.

Quelle: dpa

Abschied vom FC Bayern
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Bastian Schweinsteiger, der nach 17 Jahren vom FC Bayern München zu Manchester United wechselt, sucht immerhin noch einmal eine Herausforderung in der Schlussphase seiner Karriere. Der 30-Jährige sprach aber von „einer sehr harten Entscheidung“.

Bastian Schweinsteiger
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Doch der Anruf seine Ex-Trainers Louis van Gaal aus Manchester kam zum rechten Moment. Der „Fußball-Gott“ der Bayern-Fans spielte zuletzt nicht mehr die gewünschte Rolle im zentralen Mittelfeld.

Abschied von Real Madrid
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Einige Stunden, bevor Schweinsteiger per Video seinen Fans „Servus“ sagte, hatte die Torwart-Legende Iker Casillas bei seiner Abschiedsrede mit den Tränen gekämpft. Nach 25 Jahren bei den „Königlichen“ aus Madrid wechselt der 162-malige spanische Nationalkeeper zum FC Porto. „Madrid hat mir alles gegeben“, sagte er mit stockender Stimme. Doch in den zurückliegenden beiden Jahren hatte sein Heldenstatus bereits bedenklich gebröckelt.

Iker Casillas
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Nachdem Ex-Trainer José Mourinho den Weltmeister, Europameister und dreimaligen Champions-League-Sieger auf die Bank verbannt hatte, erkämpfte Casillas nach einer unglücklich verlaufenen WM in der abgelaufenen Saison seinen Stammplatz zurück. Doch manche Fans pfiffen ihn schon bei den kleinsten Fehlern aus.

Abstieg
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Club-Boss Florentino Perez (l.) soll „San Iker“, den „Heiligen Iker“, regelrecht davongejagt haben. „Er war mental fertig, weil er bei Real sehr schlecht behandelt wurde“, schimpfte Mutter Casillas. Porto hält sie für einen drittklassigen Verein im Vergleich zur Klasse ihres Sohnes. Sein trauriges Ende in Madrid zeigt, dass für Romantik im modernen Fußball kein Platz mehr ist.

Abschied vom FC Liverpool
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Der ehemalige englische Nationalspieler Steven Gerrard steht nicht mehr unbedingt vor einer neuen sportlichen Herausforderung. „Mister Liverpool“ lässt nach 26 Jahren bei den „Reds“ seine Karriere beim Hollywood-Club Los Angeles Galaxy in den USA gut bezahlt ausklingen. In England gibt es vermutlich kaum einen Spieler der Gegenwart, der so eng mit einem Verein verbunden ist wie der 35-Jährige mit dem FC Liverpool. Allerdings musste der Champions-League-Sieger von 2005 erkennen, dass seine große Zeit in Liverpool vorbei ist.

Walker schob eine Flanke von Ashley Young über die Linie und verhinderte somit, dass der hinter ihm postierte Wayne Rooney seinen 171. Liga-Treffer für Manchester erzielte. Damit hätte der Kapitän mit Denis Law auf Platz drei des Club-Rankings gleichgezogen.

Als Schweinsteiger sich nach gut 50 Minuten zum Warmlaufen an der Seitenlinie aufmachte, bedachten ihn die Fans schon mit freundlichem Applaus. Der Ex-Münchner klatschte höflich und lächelnd zurück. Auf dem Platz gab er sofort Anweisungen - und kassierte neun Minuten nach seiner Einwechslung für Michael Carrick eine Gelbe Karte für ein taktisches Foul.

Manchester United zeigte noch keine außerordentliche Vorstellung, verhinderte aber immerhin eine erneute Heimniederlage zum Saisonauftakt. Vor einem Jahr hatte van Gaal bei seinem Premier-League-Debüt überraschend gegen Swansea City verloren.

  • dpa
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