3. Bundesliga-Spieltag Jubilar Müller führt Bayern zu klarem Topspiel-Sieg

Eine gute Stunde sah es so aus, als wenn Leverkusen mit den Bayern mithalten könnte. Doch dann verschuldete Roberto Hilbert zwei Elfmeter und Bayer wurde vorgeführt. Das 3:0 hätte sogar noch höher ausfallen können.
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Mit Bayerns Stürmerstar hatte Leverkusens Jonathan Tah einige Probleme. Quelle: ap
Thomas Müller

Mit Bayerns Stürmerstar hatte Leverkusens Jonathan Tah einige Probleme.

(Foto: ap)

MünchenAngeführt vom treffsicheren Weltmeister Thomas Müller hat der FC Bayern München gegen Bayer 04 Leverkusen seine erste große Saisonprüfung in der Fußball-Bundesliga gemeistert. In seinem 200. Erstligaspiel avancierte Jubilar Müller am Samstagabend beim 3:0 (1:0)-Heimsieg des deutschen Rekordmeisters mit seinen Liga-Treffern 75 und 76 zum spielentscheidenden Mann in der Münchner Arena.

Erst vollendete Müller einen Konterangriff (26. Minute), dann traf er vom Elfmeterpunkt (60.). Einen weiteren Strafstoß zum deutlichen Bayern-Sieg verwandelte Arjen Robben ebenfalls eiskalt (71.).

Vor 75.000 feiernden Zuschauern komplettierte das Team von Trainer Pep Guardiola seinen perfekten Saisonstart mit neun Punkten. Als Zugabe übernahm der Titelverteidiger zumindest bis Sonntagnachmittag wieder Platz eins. Die im Spielverlauf immer schlapperen Leverkusener kassierten dagegen drei Tage nach dem 3:0-Kraftakt beim erfolgreichen Kampf um den Einzug in die Champions League gegen Lazio Rom die erste Punktspiel-Niederlage. Am Ende war sie auch in der Höhe verdient.

26 Minuten konnte von einem Topspiel keine Rede sein – dann demonstrierten die Bayern in einem einzigen rasanten Spielzug ihre fußballerische Extraklasse. Xabi Alonso schlug einen 50-Meter-Pass auf Linksaußen Douglas Costa. Der Brasilianer nahm den Ball in vollem Lauf an, stürmte an Gegenspieler Roberto Hilbert vorbei und schlug den Ball präzise vors Tor. Dort vollendete Müller weltmeisterlich den Vollgas-Angriff, Bayer-Verteidiger Jonathan Tah kam zu spät. Kurz darauf hätte ein weiterer Konter über Arjen Robben beinahe den Doppelschlag zum 2:0 bedeutet. Aber der stramme Schuss des starken Douglas Costa klatschte von der Latte zurück ins Feld (30.).

Bayern kurz an der Spitze, dann wieder Dortmund
Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach
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Werders Assani Lukimya (links) und Theodor Gebre Selassie (rechts) können das 1:1 durch Gladbachs Lars Stindl in der 45. Minute nicht verhindern. Am Ende jedoch gewann Bremen mit 2:1. Die Werder-Tore schossen US-Neuzugang Aaron Johannsson (39.) per Foulelfmeter und der Däne Jannik Vestergaard (53.).

Tabellenführung wieder ergattert
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Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang feierte sein 2:0-Tor gegen Hertha BSC mit einem Salto. Die Partie ging am Ende mit 3:1 für den BVB aus. Damit haben die Schwarz-Gelben wieder die Tabellenspitze erobert. Die Treffer erzielten die Borussen Mats Hummels (27. Minute), Aubameyang (51.) und Adrian Ramos (90.+3) und der BSC-Spieler Salomon Kalou (78.).

Thomas Müller avanciert zum Torjäger
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13 Tore hat Thomas Müller in der gesamten vergangenen Saison erzielt – in dieser sind es nach drei Spielen schon fünf Treffer. Besonders kaltschnäuzig zeigte sich der 25-Jährige beim Elfmeter zum 2:0. Den setzte er genau in die Mitte. Müller hatte auch noch einen anderen Grund zum Feiern: Er absolvierte gegen Leverkusen sein 200. Bundesligaspiel.

Hilbert mehr als überfordert
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Von Douglas Costa (rechts) wird Leverkusens Roberto Hilbert wohl noch träumen: Unzählige Male lief ihm der Münchener auf der linken Seite davon, unter anderem unmittelbar vor dem 1:0. Außerdem verursachte Hilbert beide Strafstöße für die Bayern. Ein rabenschwarzer Tag für den 30-Jährigen.

Costa mit bärenstarker Leistung
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Bayerns Costa (rechts) bereitete auf der linken Außenseite aber nicht nur Hilbert Probleme. Der Brasilianer bereitete das 1:0 ganz stark vor und beschäftigte die Bayer-Verteidiger auch sonst zu jeder Zeit. Die 30-Millionen-Euro-Investition hat sich gelohnt.

Pizarro sagt Tschüss
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Seine Zeit bei den Bayern ist vorbei: Der peruanische Stürmer verlässt die Münchener und ist zurzeit ohne Verein. Die Bundesliga verliert eine ihrer größten Stimmungskanonen.

VfB Stuttgart schon wieder im Keller
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Nur hauchdünn blieb der VfB in der vergangenen Saison in Liga eins. Nach drei Niederlagen zum Auftakt stehen die Schwaben nun schon wieder am Tabellenende. Und das, obwohl sie so schlecht gar nicht gespielt haben. Aber mit schlechter Chancenverwertung und Aktionen wie die von Keeper Tyton, der gegen Eintracht Frankfurt Rot sah, machten die Stuttgarter stets nur den Gegner stark.

Den Leverkusenern gelang es ansonsten zumindest in der ersten Hälfte, die Bayern schon im Spielaufbau zu stören. Etliche Fehlpässe unterliefen den Münchnern, die Ex-Leverkusener Arturo Vidal und Thiago konnten im Mittelfeld das Spiel nicht diktieren. Allerdings fehlte den Gästen keine 70 Stunden nach dem Rom-Spiel die Frische für eigene überlegte und zielstrebige Angriffe.

Ein Freistoß-Hammer von Kunstschütze Hakan Calhanoglu an die Latte war die spektukalärste Offensivaktion (37.). Ansonsten geriet die Münchner Notabwehr mit Xabi Alonso und David Alaba im Zentrum nicht in größere Gefahr. Obwohl Jérôme Boateng (Sperre) und Medhi Benatia (verletzt) fehlten, hatte Bayern-Coach Pep Guardiola selbst in dieser speziellen Situation keine Verwendung für Dante; der Innenverteidiger gilt als möglicher Last-Minute-Wechselkandidat. Erst beim Stand von 3:0 wechselte Guardiola den Brasilianer doch noch ein.

Leverkusen setzte nach Wiederbeginn ein Angriffssignal: Stefan Kießling scheiterte erst mit dem Fuß an Neuer, seinen anschließenden Kopfball klärte Bayern-Verteidiger Alaba (50.). Größere Räume taten sich nun für die Bayern auf, die Torchancen nahmen zu. Der aus seinem Tor herausstürzende Bayer-Keeper Bernd Leno schoss Bayern-Torjäger Robert Lewandowski bei einer Rettungstat an, beinahe wäre der Ball im Tor gelandet (55.).

Die Vorentscheidung lag in der Luft – und sie fiel exakt nach einer Stunde: Nach einem leichten Schubser von Hilbert gegen Vidal zeigte Schiedsrichter Florian Meyer erstmals auf den Punkt. Müller trat an und erzielte sein schon fünftes Saisontor. Als Hilbert nach Costa-Flanke auch noch einen Handelfmeter verursachte, durfte Robben auf 3:0 erhöhen. Am Ende hätten die Bayern sogar noch höher gewinnen können.

  • dpa
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