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Abmahnung vom DFB Gelbe Karte für Philipp Lahm

Mit seinen umstrittenen Äußerungen in seinem am Montag erscheinenden Buch hat Nationalverteidiger Philipp Lahm zum Rundumschlag ausgeholt. Jetzt weht ihm seitens der Liga und des DFB heftiger Gegenwind ins Gesicht.
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Philipp Lahm greift in seinem Buch unter anderem Ex-Bundestrainer und -Bayerncoach Jürgen Klinsmann (r.) scharf an. Quelle: dapd

Philipp Lahm greift in seinem Buch unter anderem Ex-Bundestrainer und -Bayerncoach Jürgen Klinsmann (r.) scharf an.

(Foto: dapd)

FrankfurtGeldgier, Profilierungssucht und ein Rüffel vom Bundestrainer: Philipp Lahm hat mit seinem Buch „Der feine Unterschied“ einen Sturm der Entrüstung losgetreten und damit sein Amt als DFB-Kapitän beschädigt. Zwar ging Lahm am Donnerstag auf Schmusekurs zu Joachim Löw und entschuldigte sich zudem bei den kritisierten Jürgen Klinsmann und Rudi Völler, doch der 27-Jährige verspürt heftigen Gegenwind aus der Bundesliga. Zumindest darf Lahm nach Angaben von DFB-Teammanager Oliver Bierhoff vorerst Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bleiben.

Gleichzeitig kritisierten Bierhoff und Löw die Aussagen in Lahms Buch und werden den Außenverteidiger von Bayern München deshalb beim Treffpunkt der Nationalmannschaft in der kommenden Woche vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am 2. September zum Rapport bestellen. „Es gibt einige Passagen in dem Buch, die mir nicht gefallen, weil hier ein junger Spieler einige Trainer, die lange und erfolgreich gearbeitet haben, öffentlich kritisiert. Auch darüber werden wir in der kommenden Woche sprechen“, sagte Löw.

Auch Bierhoff erklärte, Lahm sei definitiv zu weit gegangen: „Wir wollen zwar mündige Spieler, die auch mal klar ihre Meinung sagen. Im konkreten Fall ist Philipp allerdings an Grenzen gestoßen. Es war aber nach Bewertung des gesamten Buches für uns zu keinem Zeitpunkt ein Thema, Philipp als Kapitän abzusetzen, wie das schon von einigen spekuliert wurde.“

Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) stieß am Donnerstag insbesondere Lahms Kritik an Ex-Teamchef Völler bitter auf. „Rudi hat uns nach der EM 2000 in einer extremen Notsituation geholfen und trotz vieler Probleme eine großartige Arbeit geleistet, davor muss man heute noch den Hut ziehen. Insofern sind Philipp Lahms Einlassungen völlig unangemessen und zurückzuweisen“, sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Genauso beurteilt Niersbach die Rolle von Jürgen Klinsmann: „Jürgen hat 2004 unter widrigen Voraussetzungen eine Aufbruchstimmung erzeugt, die in der glänzenden WM 2006 endete. Als Nationalspieler und Weltmeister, aber auch in ihrem ganzen Auftreten für den deutschen Fußball, können die Verdienste von Rudi Völler und Jürgen Klinsmann nicht hoch genug bewertet werden. Das sollte auch Philipp wissen.“ Lahm hat mit den Bayern bislang nur den DFB-Pokal und die Meisterschaft gewonnen.

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7 Kommentare zu "Abmahnung vom DFB: Gelbe Karte für Philipp Lahm"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wo liegt denn das Problem? Wenn zu wenig trainiert wurde - aus subjektiver Sicht - dann wurde zu wenig trainiert. Wenn es keine Taktik gab, gab es keine Taktik. Warum soll es Mißständen nicht benennen? Wovor hat man denn Angst? Defizite totzuschweigen, erwartet ihr das von Philipp Lahm? Konstruktive Kritik sollte Wilkommen geheißen werden!

  • Ein Kevin K.wurde von Herrn Löw vom Hof gejagt.Dieser Mann,
    ist für die Jugend kein Vorbild,Respektlosigkeit,Verrat,
    charakterlos,sowas können wir in der NM nicht gebrauchen.
    Diese Sache sehe ich noch gravierender als der Fall,Kevin K.
    Philipp L. mit einer Entschuldigung ist es nicht getan.Herr
    Kevin K.hat sich zwanzig mal entschuldigt und wurde vom Hof
    gejagt.Wenn der DFB das durchgehen lässt verliert er sein
    Gesicht.

  • Meine Unterstützung hat er. Jeder hat sich so zu verhalten, wie er es vertreten kann - unabhängig davon, ob jemand darüber berichtet oder nicht! Auch als ehemalige Trainer muß man mit Kritik leben können. Moral und Ethik kann sich doch nicht änder, nur weil man weiß, dass es geheim bleibt. Schwachsinn!

  • Kann man nur hoffen das die Fans, vor allem die der Gegner, ihn für den Rest der Saison bei jedem Spiel dermaßen ausbuhen und mit Sprechkören runter machen, dass er keine Lust mehr am Fußballspielen hat.
    Fußballerisch ist er schon länger nicht mehr das Maß der Dinge als Abwehrspieler. Jetzt zeigt er, dass es um seine mentalen Fähigkeiten nicht besser bestellt ist.

  • Es ist doch zum Lachen, ein Bundesliga-Profi und Kapitän, plaudert aus dem Nähkästchen, und ein Sturm der Entrüstung pfeift durch den Blätterwald.
    Auch ein Fußball-Profi, hat eine eigene Meinung, und wenn er ein Buch darüber schreiben will, ist dies sein gutes Recht.
    Alle die ihm die gelbe Karte zeigen, sind für mich anti Demokraten.
    Der DFB, ist keine Funktion, in der man geheim operiert, sondern hat sich der Öffentlichkeit zu stellen, und sollte zu diesem Buch Stellung beziehen.
    Danke

  • PL tut immer so, als wäre er superschlau und redet auch so daher. So wie es aussieht ist er aber eher strohdoof und ein Kameradenschwein.
    So was geht gar nicht > rote Karte

  • Der Mann ist nicht mehr tragbar für die NM.Es gibt Leute, die
    verkaufen für Geld ihre Großmutter.

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