Abschied bei ManU Sir Alex Ferguson tritt zurück

Fußball-England in Aufruhr: ManUs Trainerlegende Alex Ferguson kündigt seinen Rücktritt an. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Als möglicher Nachfolger von „Furious Fergie“ wird auch Jürgen Klopp gehandelt.
Update: 08.05.2013 - 14:39 Uhr Kommentieren
Die Karriere des Alex Ferguson
Alex Ferguson
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Fröhlich zeigt sich der Schotte in Fankleidung seines neuen Vereins an seinem ersten Arbeitstag als Trainer von Manchester United. Am 7. November 1986 beginnt eine beispiellose Fußball-Ära. Vom Ende der 1950er bis Anfang der 70er war Ferguson selbst aktiv: Der Stürmer erzielte in 317 Partien für diverse Clubs 170 Tore und kam 1967 sogar zu einigen kurzen Auftritten im Nationaldress. Nachdem er bereits East Stirlingshire, St. Mirren, Aberdeen und das schottische Nationalteam gecoacht hatte, gelangte er dann 1986 zu Manchester United.

File photo of Manchester United's manager Ferguson holding the English Premier League trophy following their English Premier League soccer match against Blackpool at Old Trafford in Manchester
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Ferguson führte Manchester United zu 13 englischen Meistertiteln. Alle zwei Jahre Sieger in der Premier League – eine unglaubliche Quote. Auf dem Foto von 2011 präsentiert der Erfolgstrainer den Pokal. Aber auch diese Saison wird wieder von Erfolg gekrönt sein: Manchester sicherte sich bereits Ende April den Titel. Die erste Meisterschaft gewann man sechs Jahre nach Beginn von Fergusons Amtszeit. Es war damals der erste Meistertitel für Manchester in 26 Jahren. Diesen Trend hat Ferguson mehr als umgedreht.

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Zweimal gewann die Trainerlegende mit seinem Team die Champions League. Besonders in Erinnerung geblieben sein dürfte das Endspiel von 1999, als die Engländer innerhalb von zwei Minuten in der Nachspielzeit dem FC Bayern den Titel entrissen. Zuletzt holte Manchester 2008 den renommierten europäischen Titel.

huGO-BildID: 30995576 FILE - In this Tuesday, July 20, 1999 file photo Manchester United soccer manager Sir Alex Ferguson holds his knighthood insign
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Nach dem Sieg der Champions League im Jahr 1999, als man auch Meister und Pokalsieger wurde, ehrte ihn die britische Queen Elizabeth mit dem Ritterschlag: Seitdem ist der Coach ein „Sir”.

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Der englische Pokal, der FA-Cup, war auch immer wieder ein gern gesehener Titel im Fundus von Sir Alex und ManU: Fünfmal durfte die Mannschaft den Kelch in die Höhe strecken.

File photo of Manchester United's manager Ferguson holding the manager of the season award before their English Premier League soccer match against Blackpool at Old Trafford in Manchester
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„Manager of the season” – für jemanden wie Alex Ferguson ist das fast schon ein Understatement. Achtmal kürte die Liga ihn zum besten Trainer.

huGO-BildID: 30995589 FILE - In this Saturday Nov. 24, 2012 file photo a new bronze statue by by sculptor Philip Jackson of Manchester United's
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Eine lebende Legende: Es trägt nicht nur eine Tribüne am altehrwürdigen Old Trafford Stadion seinen Namen – auch eine Bronzestatue erinnert bereits an den großen Trainer.

Die englische Premier League verliert ihren dienstältesten Trainer und der europäische Fußball einen Charakterkopf: Trainer- und Manager-Legende Alex Ferguson beendet zum Saisonende nach fast 27 Jahren seine Erfolgskarriere bei Manchester United. Das gab der englische Fußball-Rekordmeister am Mittwoch per E-Mail bekannt.

In seiner Laufbahn führte der „ewige Fergie“ ManU bislang zu 13 Meistertiteln und zwei Siegen in der Champions League. Insgesamt gewann der Schotte bei seinen Trainerstationen St. Mirren, FC Aberdeen und Manchester United 48 Titel. „Es ist die richtige Zeit“, sagte Ferguson in der Mitteilung.

Der 71 Jahre alte Ferguson gilt als ManU-Urgestein, trainierte er die „roten Teufel“ doch 26 1/2 Jahre lang und ist einer der Gründe für die jahrlange Dominanz des Teams. „Die Entscheidung, zurückzutreten habe ich nicht leicht getroffen", sagte Ferguson in einem schriftlichen Statement.

Es sei ihm wichtig gewesen, den Verein in der möglichst stärksten Form zu verlassen. Das habe er nun getan. Die Stabilität und der Erfolg unter Fergusons Führung, der frühere Pläne sich bereits zum Ende der Saison 2001/202 zurückzuziehen verworfen hatte, hatte er United ermöglicht, einer der stärksten Vereine der Welt zu werden – auch finanziell.

Jahrelang war der Verein der unangefochtene Spitzenreiter der Forbes-Liste der wertvollsten Fußballteams – bis er in diesem Jahr erstmalig von Real Madrid überholt wurde. Der Wert von ManU liegt demnach bei 3,1 Milliarden Dollar (Real: 3,3 Milliarden Dollar). Erst vergangene Woche hatte ManU Rekord-Ausgaben für Transfers von 142 Millionen Dollar (91,7 Millionen Pfund) bekanntgegeben. Die Einnahmen durch Sponsoren waren demnach um 52 Prozent gestiegen. Dieser Erfolg geht zu großen Teilen auf das Konto des Erfolgs-Trainers.

Die Geldgeber des Teams, die US-Familie Glazer, nannte vor einigen Jahren, die Möglichkeit, dass Alex Ferguson den Verein verlassen könnte, als einen der größten Risikofaktoren für den Verein. „Alex hat immer und immer wieder bewiesen, was für ein fantastischer Manager er ist. Aber ist außerdem ein wundervoller Mensch“, sagte Co-Chairman Joel Glazer. Sein Erfolgswille und Verpflichtung dem Klub gegenüber seien bemerkenswert.

Der Rücktritt kommt überraschend, obwohl Ferguson selbst stets betont habe, er wisse, was Schluss sein müsse. Noch im Stadionheft für das Premier-League-Heimspiel gegen den FC Chelsea (0:1) am Sonntag hatte er geschrieben: „Ob ich eine weitere Dekade des Erfolgs beaufsichtigen werde, wird man sehen. Aber ich habe im Moment ganz sicher keine Pläne, etwas aufzugeben, von dem ich glaube, dass es etwas Besonderes werden wird.“

Ferguson wird in Erinnerung bleiben als „Furious Fergie“ mit dem knallroten Kopf, dem manischen Kaugummikauen an der Seitenlinie und den gebrüllten Kabinenansprachen und der Anekdote, wie der Werftarbeitersohn David Beckham einst cholerisch einen Schuh ins Gesicht kickte – woraufhin Englands Glamourboy wegen einer Platzwunde unter dem Auge genäht werden musste.

Ferguson soll weiter Ratgeber sein
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