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Alle Spieler fit Klinsmann grübelt über Australien-Elf

Mit einer kurzen Ansprache und einem engagierten Trainings-Aufgalopp hat Jürgen Klinsmann den Countdown für den Confederations Cup eröffnet.
Entspannt Quelle: dpa

Jürgen Klinsmann lacht bei einer Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft.

(Foto: dpa)

dpa FRANKFURT/MAIN. Nach drei Tagen Heimaturlaub ließ der Bundestrainer seine 23 Nationalspieler nach dem Treffpunkt in Frankfurt gleich zur Arbeit auf dem Fußballplatz antreten. In nur zweieinhalb Minuten schwor er sein Personal zunächst am Mittelkreis auf das für die DFB-Auswahl am Mittwoch mit dem Gruppenspiel gegen Australien beginnende Unternehmen Mini-WM ein und ließ danach eine intensive Übungseinheit folgen.

"Die Spieler sind mit viel Begeisterung zurückgekommen, die freien Tage haben ihnen gut getan", berichtete Team-Manager Oliver Bierhoff. Besonders erfreut zeigte sich die sportliche Leitung darüber, dass auch der Neu-Schalker Kevin Kuranyi und der Bremen-Rückkehrer Torsten Frings mit ihren Vereinswechseln ihre berufliche Zukunft rechtzeitig vor dem Turnierbeginn geklärt haben. "Man merkt, dass sie etwas lockerer sind. Jetzt können sie sich wieder voll auf die Leistung hier konzentrieren", sagte Bierhoff.

"Es gibt bei keinem Probleme", erklärte Assistenztrainer Joachim Löw zum Gesundheitszustand der Akteure. Alle 23 Mann konnten beim nicht-öffentlichen Training im Stadion am Brentanobad voll belastet werden. Beim Warmlaufen suchte Kuranyi, der für etwa sieben Mill. Euro bis 2010 vom VfB Stuttgart zum FC Schalke 04 geht, bereits die Nähe zu seinem künftigen Vereinskollegen Gerald Asamoah. Der Stürmer wirkte schon zuvor beim Treffpunkt im Teamhotel spürbar erleichtert: "Ich hatte in den vergangenen Wochen viel nachzudenken. Jetzt habe ich meinen Kopf wieder frei", sagte Kuranyi, der sich nach zuletzt wenig berauschenden Leistungen voller Tatendrang präsentierte: "Ich werde jetzt auf jeden Fall wieder mehr zeigen als in den letzten Wochen. Ich will den Confed-Cup gewinnen." Auch Stürmer-Kollege Mike Hanke fiebert dem Turnierstart entgegen: "Wir hatten jetzt drei Tage frei, nun sind wir voller Tatendrang."

Nach dem Aufbautraining in den vergangenen zwei Wochen, teilweise mit gewöhnungsbedürftigen Methoden der US-Fitmacher, und drei Tagen Kurzurlaub setzte die sportliche Leitung sofort neue Schwerpunkte. "Jetzt steht absolut der Ball im Mittelpunkt. Wir wollen an zwei, drei Dingen arbeiten, die uns gegen Nordirland und vor allem Russland noch nicht so gefallen haben", berichtete Löw. "Klar wissen wir, dass wir in der Defensive noch nicht so stabil gestanden haben. Da müssen wir kompakter werden, auch verbal aktiver eingreifen."

Den Trainerstab beschäftigt vor allem noch die Besetzung einiger Abwehrpositionen für das Eröffnungs-Match. "Darüber sind wir uns auch noch nicht ganz im Klaren", sagte Löw. Auf keinen Fall werde aber das zuletzt einstudierte System noch verändert. Per Mertesacker und trotz einiger Probleme auch Thomas Hitzlsperger sind in der Abwehrkette gesetzt. Dazu kann Robert Huth nach seiner Rot-Sperre wieder spielen. Auf rechts rätselt der Bundestrainer noch über die Varianten Patrick Owomoyela, Andreas Hinkel, Arne Friedrich oder gar Bernd Scheider.

Die Auswahl im Mittelfeld umschrieb DFB-Präsident Gerhard Mayer- Vorfelder: "Wir haben drei Kreative mit Ballack, Schweinsteiger und Deisler, dazu zwei Defensive mit Schneider und Frings." Das wäre auf jeden Fall einer zu viel, zudem unterschlug der DFB-Chef noch Fabian Ernst, der nach der starken Vorstellung von Bastian Schweinsteiger nun hinter dem Bayern-Jungstar ansteht. Im Angriff bewerben sich Kuranyi, Gerald Asamoah und Lukas Podolski um zwei Plätze. Löw lobte besonders Deislers Entwicklung: "Er hat jeden Tag einen besseren Eindruck gemacht. Er wird bei dem Turnier auf jeden Fall von Anfang an spielen. Noch wissen wir aber nicht, in welchem Spiel."

Obwohl Klinsmann ankündigte, im Hinblick auf die WM in einem Jahr auch beim Confed-Cup weiter experimentieren zu wollen, wird gegen Australien die derzeit stärkste Elf auflaufen. "Wir wollen zeigen, dass wir das Turnier sehr ernst nehmen. Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir mit den besten Spielern antreten", erklärte der von einem Familien-Kurzurlaub auf Sardinien gestärkte Kapitän Michael Ballack.

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