Anstoß – die Fußballkolumne Deutsche Kirchenmäuse kicken besser!

In der Krösusklasse Champions League spielen drei deutsche gegen drei englische Teams — und geben eine sehr gute Figur ab. Die finanzielle Kluft zwischen Premier League und Bundesliga schließt sich.
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Boateng erlöst die Bayern in letzter Minute
Bayern Munich's Mueller misses chance to score against Manchester City during Champions League soccer match in Munich
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FC Bayern München – Manchester City 1:0 (0:0)

Nur 40 Sekunden dauerte es, bis Bayern die erste Riesenchance hatte: Lewandowski setzte Müller per Hacke in Szene. Der umrundete Citys Torhüter Hart, kam dabei aber ins Straucheln und traf aus wenigen Metern nur ans linke Außennetz. Doch die Münchener blieben dominant...

Hier ist die Zusammenfassung der Spiele

Hier sind die finanziellen Hintergründe der Topvereine beschrieben

Hier sind die Stimmen zur Champions League

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Manchester hatte von Anfang an Probleme mit dem Spiel der Bayern und lief dem Ball meistens nur hinterher. Waren die Engländer doch mal im Ballbesitz, versuchten sie Ruhe in ihr Spiel zu bringen. Wirklichen Raumgewinn oder sogar gefährliche Szenen konnten die Engländer aber nicht verbuchen.

huGO-BildID: 39281114 Bayern's Robert Lewandowski reacts during the Champions League Group E soccer match between FC Bayern Munich and Mancheste
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Pechvogel Müller (19.) und Teamkollege Lewandowski (36.) vergaben weitere gute Chancen für die Bayern. Doch auch die Engländer kamen mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie. Beste Szene in der ersten Hälfte: Dzekos Schlenzer, der Millimeter am Pfosten vorbeistrich. Da wäre Neuer nicht mehr rangekommen (22.).

Bayern Munich's Lewandowski attempts to score past Manchester City's Hart during Champions League soccer match in Munich
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Auch nach der Pause diktierten die Münchener das Spiel, doch fehlte ihnen die letzte Gier nach dem Tor. Nur Götze (55.) und Alaba (60.) kamen aussichtsreich zum Schuss. Von Manchester war nach vorn kaum etwas zu sehen.

FC Bayern München - Manchester City
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In der Allianz Arena roch es bereits nach Unentschieden, da hatte Boateng genug vom Treiben seiner Vordermänner und erlöste die Münchener: Im Strafraum der Engländer herrschte Unordnung, der Abwehrspieler kam irgendwie an den Ball und drosch den Ball volley in den Winkel.

FC Bayern München - Manchester City
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„Wir sind glücklich, dass wir uns in der harten Gruppe im ersten Spiel durchgesetzt haben“, meinte Bayern-Trainer Pep Guardiola im TV-Sender Sky. Der Spanier, der nach dem Treffer den Torhelden Boateng wild umarmte und liebkoste, ist überzeugt: „Diese Gruppe wird sich erst am allerletzten Spieltag entscheiden.“ Deshalb meinte auch Matchwinner Boateng: „Es war super wichtig zu gewinnen. Das war ein hartes Stück Arbeit. Am Ende haben wir verdient gewonnen.“

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Es war der elfte Auftaktsieg nacheinander der Münchner in der europäischen Königsklasse. "Wir haben viele Chancen gehabt. Am Ende kam der Ball genau richtig. City hat ein gutes Spiel gemacht. Wir haben fast nichts zugelassen. Das ist jetzt pure Freude", sagte Jerome Boateng nach dem Coup gegen seinen Ex-Klub im ZDF.

Düsseldorf1:0 für Deutschland! Borussia Dortmund dominiert Arsenal London, Bayern München überwältigt Manchester City, Schalke trotzt Chelsea an der Stamford Bridge einen Punkt ab. Es ist außergewöhnlich, dass deutsche Vereine im direkten Vergleich mit englischen Klubs ausnahmslos Erfolge feiern.

Denn in der langen traditionsreichen Europapokal-Historie haben die Inselbewohner viel öfter die Nase vorne: Sieben deutsche Vereine haben den Henkelpott in die Höhe gereckt, englische Teams konnten zwölfmal triumphieren.

Die Spielklasse im Geburtsland des Fußballs gilt für internationale Topstars als Sehnsuchtsort — nicht zuletzt wegen der riesigen Geldsummen, die in der Premier League stecken. Und da können deutsche Vereine normalerweise nicht mithalten.

Dass eine Person alleiniger Besitzer eines Klubs ist, verbieten nämlich die Regularien der deutschen Liga. Dass ein Sponsor einem Klub jährlich 60 Millionen Euro zahlt, wie Chevrolet im Trikotdeal mit Manchester United, dürfte selbst dem deutschen Rekordmeister Bayern München als unerreichbar astronomische Summe erscheinen.

Und doch: Entscheidend is’ auf’m Platz. Das hat dieser Spieltag in der Champions League wieder gezeigt. Der Londoner Stadtteilklub FC Chelsea, in den der russische Milliardär Roman Abramowitsch bereits über eine Milliarde gesteckt hat, hat Federn gegen den Gelsenkirchener Stadtteilklub, den Mitgliederverein Schalke 04, gelassen.

Manchester City, Eigentum von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan und stets hart an oder über der Grenze beim Financial Fairplay, hat gegen die vorbildlich wirtschaftende Bayern AG verloren. Und Arsenal London, laut dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte immerhin schlappe 100 Millionen Euro wertvoller als der BVB, wurde im Ruhrgebiet regelrecht vorgeführt.

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