Anstoß – die Fußballkolumne Pep und Klopp, hört auf zu jammern!

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Mainz kam der Misserfolg gerade recht
Diese Spieler liefen zum Erzfeind über
Libuda
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Reinhard „Stan“ Libuda

1952 meldete ihn sein Vater beim FC Schalke 04 an, für den er fortan in der Jugendabteilung spielte. Zehn Jahre später schaffte „Stan“ den Sprung in die erste Mannschaft, in der er schnell zum Schalker Publikumsliebling avancierte. 1965 verließ Libuda die Königsblauen und wechselte zum großen Rivalen Borussia Dortmund. Drei Jahre dauerte das Intermezzo: 1968 kehrte Libuda zu seiner „großen Liebe“ Schalke zurück.

Metzelder BVB
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Christoph Metzelder

Als 15-Jähriger trug der Verteidiger schon einmal das Schalker Trikot, damals nur für eine Saison. Über Preußen Münster führte sein Weg im Jahr 2000 zu Borussia Dortmund, wo er sieben Jahre lang am Ball war und 126 Spiele absolvierte. Nach einem dreijährigen Ausflug zu Real Madrid kehrte er 2010 zu den Knappen zurück, mit denen er den DFB-Pokal sowie den DFL-Supercup gewann. 2013 war Schluss, Metzelder beendete seine Karriere.

Felipe Santana
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Felipe Santana

Der Verteidiger spielte fünf Jahre beim BVB, wurde gar zweimal Deutscher Meister. Anfang Juni 2012 deutete vieles auf ein noch längerfristiges Engagement hin, Santana verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis 2014. Doch dann die Überraschung: Im Mai 2013 wurde Santanas Wechsel zum FC Schalke 04 bekannt – möglich machte es eine Ausstiegsklausel. Ein Schock für viele Dortmunder, ein Schnäppchen für Schalke. Santana kostete gerade einmal eine Million Euro. Persönlich hat sich der Wechsel für den Brasilianer aber sportlich nicht gelohnt: Einen Stammplatz der 28-Jährige bei den Königlichen derzeit nicht.

MOELLER HITZFELD
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Andreas Möller

Heulsuse, Heintje, Jahrhundertschwalbe – ein Brainstorming zu Andreas Möller fällt zunächst bedingt positiv aus. Doch ein Blick auf seine Bilanz seiner insgesamt acht Jahre beim BVB zeigt die Klasse des Mittelfeldstrategen. Unter anderem sahnte er den Weltpokal und die Champions League ab. Um einen Neuanfang zu wagen, riskierte er im Jahr 2000 den Wechsel zum Erzrivalen, insbesondere auf ein gut dotiertes Angebot von Rudi Assauer hin. Die Begrüßung war nicht sehr wohlwollend: „Zecke Möller, willkommen in der blau-weißen Hölle“, schrieben die Schalker Anhänger einst auf ein Banner. Trotz kritischer Stimmen wurde er auf Anhieb Stammspieler und DGB-Pokalsieger.

Boateng
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Kevin-Prince Boateng

Anfang dieser Saison landete Schalke einen Coup, mit dem kaum einer gerechnet hatte: Die Königsblauen kauften Kevin-Prince Boateng vom AC Mailand. Und das, obwohl er kurz vorher noch verlautbart hatte, dass der BVB doch sein Lieblingsverein sei. Für die Dortmunder hatte er bisher zehnmal gespielt (2009). Der Deutsch-Ghanaer überzeugte Trainer Jürgen Klopp mit seinen Leistungen damals derart, dass der ihn dauerhaft verpflichten wollte. Boateng war jedoch zu teuer.

Freund
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Steffen Freund

Groß geworden in Brandenburg, schaffte der Mittelfeldspieler 1991 den Sprung in die Bundesliga zum FC Schalke 04. Aus finanziellen Gründen wurde er jedoch 1993 an Borussia Dortmund verkauft. Dort bestritt er in sechs Jahren 117 teils sehr erfolgreiche Bundesliga-Punktspiele. Beleg dafür waren zwei deutsche Meistertitel sowie die Gewinne der Champions League und des Weltpokals.

Schumacher
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Harald „Toni“ Schumacher

Schalke und Schumacher? Das scheint keine gute Verbindung zu sein. Obwohl es beide Seiten zweimal miteinander versuchen. 1987 wurde der ehemalige Nationaltorwart bei „seinem“ 1. FC Köln rausgeschmissen. Schumacher schloss sich daraufhin Schalke an, das jedoch 1988 sang- und klanglos als Tabellenletzter abstieg. Schumacher kassierte mehr als 70 Gegentore. 1992 kehrte er zurück, allerdings als Torwarttrainer und wieder nur für ein Jahr. Nach einem weiteren einjährigen Zwischenstopp bei den Bayern versuchte er 1994 sein Glück beim BVB, Seite an Seite mit Chef Nevio Scala und dessen Co-Trainer Michael Henke (re.). In vier Jahren Borussia sorgte der Torwarttrainer für ein Novum: Im letzten Spiel der Saison 1995/96 wurde der damals 42-Jährige kurz vor Schluss eingewechselt und hatte so auch als Spieler Anteil an der deutschen Meisterschaft.

Wem die Belastung zu viel wird, der muss seine Ansprüche herunterschrauben und womöglich einen Wettbewerb sausen lassen. Franck Ribery will wohl auch nicht zuletzt wegen der Dauerbelastung die Nationalmannschaft aufgeben.

Der FSV Mainz 05 ist sowohl im DFB-Pokal als auch in der Europa League schon ausgeschieden. Doch das Gejammer über den sportlichen Misserfolg war in Rheinhessen kleiner als das aktuelle Gejammer aus Dortmund und München.

Am vergangenen Samstag konnte Mainz dann den BVB frisch, ausgeruht und wohl vorbereitet mit 2:0 schlagen.

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1 Kommentar zu "Anstoß – die Fußballkolumne: Pep und Klopp, hört auf zu jammern!"

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  • Ihnen ist im Artikel ein Rechenfehler unterlaufen. Die Topmannschaften haben zwar einen vollen Terminkalender, aber der BVB spielt nicht alle 2.8 Tage eine Partie. Bei 5 Spielen in 14 Tagen spielt die Mannschaft aus mathematischer Sicht an den Tagen 1 / 4,25 / 7,5 / 10,75 / 14, also alle 3.25 Tage. Bitte den Fehler korrigieren.

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