Ausweitung der Fußball-WM Panini will „große Brötchen backen“

Die Ausweitung der Fußball-WM auf 48 Teams sorgt für Spott in den sozialen Netzwerken. Sammelbildchen-Hersteller Panini nimmt es mit Humor – zur Freude von kreativen Twitter-Nutzern.
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In das Panini-Sammelheft für die WM 2026 müssen nun 48 Teams passen. Quelle: dpa
Panini-Bilder

In das Panini-Sammelheft für die WM 2026 müssen nun 48 Teams passen.

(Foto: dpa)

StuttgartDer Sammelbildchen-Hersteller Panini nimmt den Spott in den sozialen Netzwerken über die Ausweitung der Fußball-WM auf 48 Teams mit Humor. „In Zeiten von Fake-News würde sich doch die Schlagzeile anbieten: Panini wars! Unterzeile: Die Klebekonterfei-Könige können 2026 so richtig große Brötchen backen“, sagte der Geschäftsführer der deutschen Panini-Tochter, Hermann Paul, am Dienstag.

Zuvor hatte das Council des Fußball-Weltverbands FIFA beschlossen, dass von 2026 an 48 Mannschaften an der Weltmeisterschaft teilnehmen dürfen.

„Ich kann der Aufstockung gar nichts abgewinnen“
DFB-Präsident Reinhard Grindel
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„Ich bin nicht glücklich mit dieser Entscheidung und hätte mir vor allem gewünscht, dass alle wichtigen Fragen zu Organisation und Modus komplett geklärt sind. Da der Beschluss aber im FIFA-Council einstimmig getroffen wurde, gilt es nun, ihn zu respektieren und den Blick nach vorn zu richten.“

Bundestrainer Joachim Löw
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„Ich finde das bisherige WM-Format mit 32 Mannschaften immer noch gut und kann aus rein sportlicher Sicht einer Aufstockung gar nichts abgewinnen. Für mich hat die EM 2016 in Frankreich (mit von 16 auf 24 erhöhter Teilnehmerzahl; Anm. d. Red.) nicht zu einer Steigerung der Qualität beigetragen, im Gegenteil. Da gab es viele zähe Spiele, bei denen sich Mannschaften vor dem eigenen Tor geradezu verschanzt haben. Der Fußball ist dadurch nicht attraktiver geworden. Man sollte das Rad nicht überdrehen.“

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff
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„Ich kann jeden verstehen, der die Aufstockung des Teilnehmerfeldes als eine Verwässerung empfindet. Auch für mich fühlen sich 48 Teams beim größten und wichtigsten Turnier der Welt zu viel an. Die Faszination einer Weltmeisterschaft liegt für die Fans und Zuschauer doch darin, die besten Mannschaften mit den großen Stars zu sehen, davon geht was verloren. (...) Wir müssen aufpassen, dass der Wert und der Kern des Fußballs erhalten bleiben und die Fans weiterhin spüren, dass es primär um den Fußball auf dem Platz geht.“

DFB-Ehrenspielführer Uwe Seeler
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„Ich halte das für völlig verkehrt. Ich finde das überhaupt nicht gut. Das Turnier wird zu langatmig. Es hat sich schon bei der EM mit 24 Mannschaften gezeigt: Die Qualität leidet. Aber wir können klagen, wie wir wollen. Damit müssen wir nun leben. Es ist Sache der FIFA.“

Michael Schade, Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen
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„Alle sind sich einig, dass der Terminkalender übervoll ist und die Belastung für die Spieler immer höher wird. Die Zeche werden die Vereine zahlen.“

Carlo Ancelotti, Trainer des FC Bayern München
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„Wir warten ab, was passiert. Generell bin ich gegen mehr Spiele, weil der Kalender schon so voll ist. Aber die FIFA sagt, dass sie die Zahl der Spiele nicht ändert. Wir werden abwarten und sehen, was passiert.“

Pal Dardai, Ungar und Coach von Hertha BSC
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„Das ist gut für die kleinen Teams, gut für Ungarn. Schwierig wird es für die Stars, die ohnehin schon viele Spiele haben. Schon bei der EM hat man gesehehen: Island und Wales haben davon profitiert. Für die Fans der kleinen Länder ist das ein Traum.“

Twitter-Nutzer verbreiteten daraufhin Bilder von angeblichen Panini-Alben in Riesengröße, empfahlen den Kauf von Aktien des Unternehmens und unterstellten, dass erste Fans der Klebebildchen schon jetzt mit dem Sparen für die Ausgabe 2026 beginnen müssten. „De facto ist die besagte WM für uns noch so weit weg, dass wir uns über die Ausgestaltung des Sammelalbums jetzt noch keine Gedanken machen müssen. Wir freuen uns aber über pfiffige Anregungen über die sozialen Medien“, sagte Geschäftsführer Paul.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Ausweitung der Fußball-WM: Panini will „große Brötchen backen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
    Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
    Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

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