Bayerns neuer Superstar „Siegertyp“ James hat Historisches im Sinn

Bei den Bayern will James Rodríguez sportlich wieder glänzen. Die Münchner hoffen, mit dem südamerikanisches Superstar ein Transfer-Schnäppchen gemacht zu haben. Bei seiner Vorstellung gibt sich James selbstbewusst.
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„Ich bin zum FC Bayern gekommen, um Titel zu gewinnen“

„Ich bin zum FC Bayern gekommen, um Titel zu gewinnen“

MünchenJames Rodríguez sprach höflich und ruhig, sein Trainer Carlo Ancelotti nannte ihn sogar „bescheiden“. Im eleganten grauen Dreiteiler mit Einstecktuch und Krawatte machte der neue Star des FC Bayern an seinem ersten Tag in München aber deutliche Ansagen. „Ich bin hier, um Geschichte zu schreiben“, sagte der Kolumbianer und grinste breit. Vor mehr als 20 Kamerateams, etlichen Fotografen und Dutzenden Reportern präsentierte sich die Luxus-Leihgabe von Real Madrid am Mittwoch selbstbewusst und erfolgshungrig – also ganz nach dem Geschmack des äußerst stolzen deutschen Fußball-Rekordmeisters.

„Ich komme mit viel Lust und will Titel gewinnen“, verkündete der südamerikanische Superstar auf dem Podium der Allianz Arena zwischen Coach Ancelotti und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Dafür wurde der WM-Torschützenkönig von 2014 aus Madrid geholt – zunächst für zwei Jahre als Leihe. 2019 haben die Münchner dann eine einseitige Option, den Nationalspieler für weitere drei Spielzeiten fest zu verpflichten, wie Rummenigge verkündete. Dem Vernehmen nach kostet James zunächst zehn Millionen Euro Leihgebühr und beim definitiven Transfer in drei Jahren dann noch einmal 30 Millionen Euro Ablöse.

In dem mit Weltmeistern und Weltklasse-Profis gespickten Kader der Münchner soll James noch einmal herausstechen, das erhoffen sich die Club-Bosse. „Er ist ein fantastischer, offensiver Mittelfeldspieler“, schwärmte Ancelotti. „Seine Qualitäten werden dem Team helfen, noch besser zu werden.“ James selbst sagte: „Das ist eine Mannschaft, die immer Titel gewinnen möchte. Und auch ich bin ein Siegertyp.“

Aubameyang bleibt, Neymar für 222 Millionen weg?
Neymar jr.
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„Er ist nicht auf dem Markt, hat einen Vertrag für die nächsten vier Jahre und wir zählen natürlich auf ihn“, sagte Josep Bartomeu, Präsident des FC Barcelona. Und trotzdem gibt es da noch die Klausel in Höhe von 222 Millionen Euro, durch die die Katalanen den Weltstar ziehen lassen müssten. Aus Paris werden ernsthafte Überlegungen laut, diesen gigantischen Betrag tatsächlich zu zahlen. „Die Möglichkeit, dass Neymar diesen Sommer geht, ist reell“, zitiert eine Zeitung einen unerkannten Barça-Verantwortlichen. Während dieser die Chancen auf einen Transfer zumindest bei 50 Prozent sieht, wird bei „Radio Catalunya“ bereits von 95 Prozent geredet. Der öffentlich-rechtliche Sender habe dabei exklusive Angaben aus einer „autorisierten Quelle“ vorliegen.

Pierre-Emerick Aubameyang
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Ein Machtwort von Borussia Dortmund hat die Spekulationen um die Zukunft von Pierre-Emerick Aubameyang beendet. Nach übereinstimmenden Medienberichten erklärte der Fußball-Bundesligist am Dienstag die intern gesetzte Frist für einen Wechsel des Angreifers für beendet - bereits Wochen vor dem offiziellen europäischen Transferschluss am 31. August. Damit will der Pokalsieger bei dieser wichtigen Personalie Planungssicherheit schaffen. Der mit 31 Toren beste Torschütze der vergangenen Bundesliga-Saison ist vertraglich bis 2020 an den BVB gebunden und deshalb von der Zustimmung der Vereinsbosse abhängig.

Zuletzt war der 28 Jahre alte Aubameyang mit dem AC Mailand in Verbindung gebracht worden. Doch ein Wechsel zum italienischen Traditionsclub hat sich offenbar zerschlagen. Auch der zuvor in Schlagzeilen angekündigte Transfer zum chinesischen Club Tianjin Quanjian war gescheitert. Ohnehin hielt sich die Bereitschaft beim Revierclub, den Ausnahmekönner zu verkaufen, in Grenzen. Nicht zuletzt deshalb war eine üppige Ablöse von 80 Millionen Euro im Gespräch.

Serge Gnabry
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1899 Hoffenheim hat Serge Gnabry vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München ausgeliehen. Das teilten die beiden Bundesligavereine am Freitag, dem 22. Geburtstag von Gnabry, mit. Der U21-Europameister wechselt für ein Jahr, bis zum 30. Juni 2018, zum Europapokal-Starter. Gnabry spielte in der vorigen Saison noch bei Werder Bremen. Im Juni unterschrieb er einen Dreijahresvertrag beim FC Bayern.

„Es war der ausdrückliche Wunsch von Serge, noch für ein Jahr ausgeliehen zu werden, damit er mehr Spielpraxis erhalten könne“, sagte der Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Dies sei „in Hoffenheim auch auf hohem Niveau“ gewährleistet. „Nach einem Jahr wird Serge Gnabry zum FC Bayern zurückkehren“, kündigte Rummenigge an.

Chicharito
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Torjäger Javier „Chicharito“ Hernández wechselt zurück in die Premier League. Der Mexikaner, der bis zuletzt bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stand, tritt seinen Dienst künftig bei West Ham United an. Das meldete der Premier-League-Klub am Donnerstagabend offiziell. Nach den medizinischen Untersuchungen soll Chicharito bei den „Hammers“ einen langfristigen Vertrag unterzeichnen. Nach Leverkusen sollen zwischen 16 und 18 Millionen Euro fließen.

Sven Bender (Vordergrund)
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Die Bender-Zwillinge sind im Fußball wieder vereint. Bis 2009 spielten Sven und Lars zusammen bei 1860 München in der 2. Liga, ehe sich ihre Wege trennten. Nun wechselt Sven innerhalb der Bundesliga von Borussia Dortmund zu Bayer Leverkusen, wo sein Bruder Lars als Kapitän eine feste Größe ist. „Nach acht wunderbaren Jahren in Dortmund war die Anfrage aus Leverkusen ausgesprochen reizvoll. Aus vielen Spielen gegen Bayer 04 weiß ich um die Stärken dieses Vereins. Und ich weiß auch, wie wohl sich Lars hier fühlt“, kommentierte Sven Bender den überraschenden Wechsel. Im Gespräch ist eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro.

Bayer habe sehr intensiv um ihn geworben und ihm das Gefühl gegeben, dass man ihn unbedingt haben wollte, um ambitionierte Ziele zu erreichen. „Deswegen wollte auch ich unbedingt! Es ist toll, dass es geklappt hat“, ließ Sven Bender wissen. Vorbehaltlich der erfolgreichen sportmedizinischen Untersuchung wird er einen bis zum 30. Juni 2021 datierten Vertrag bekommen, teilte Bayer mit.

Anthony Modeste
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Der Stürmer werde den Verein verlassen und „seine Karriere in der chinesischen Super League bei Tianjin Quanjian fortsetzen”, teilte der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln mit. „Alle relevanten Parteien haben sich geeinigt”, hieß es in der Mitteilung. Der für Donnerstag anberaumte Arbeitsgerichtstermin „wird abgesagt”, sagte Kölns Anwalt Stefan Seitz der Deutschen Presse-Agentur. Nach Berichten von „Express”, „Bild”-Zeitung und „Kicker” soll der Franzose zunächst ausgeliehen und dann von den Chinesen gekauft werden.

Ron-Robert Zieler
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Vom ehemaligen englischen Meister zum Bundesliga-Aufsteiger: Ex-Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler wechselt zum VfB Stuttgart. Bei Leicester City saß der ehemalige Hannoveraner Profi nur auf der Bank, bei den ambitionierten Schwaben – der VfB will bald „Nummer drei in Deutschland“ sein – möchte er zurück in die Nationalmannschaft.

Wo auf dem Feld für ihn Platz sein wird neben Lewandowski, Müller, Robben, Ribéry und Co., das stehe noch nicht fest. „Da, wo der Trainer will“, sagte James, „ich kann auf links, rechts und auf der Zehn spielen“. Am Mittwoch bestand er den Medizincheck und unterschrieb seinen Vertrag.

Für den Familienvater markierte die Landung am Dienstagabend im Privatjet in München einen fußballerischer Neuanfang, er selbst sprach von einem „neuen Leben“ und einem „neuen Ziel“. In Madrid war James zuletzt nur noch Reservist gewesen: Nachdem er 2014/15 – in der ersten Saison nach seinem 80 Millionen Euro teuren Wechsel von Monaco nach Spanien – unter Coach Ancelotti noch groß aufgespielt hatte, fand der neue Trainer Zinédine Zidane zuletzt keine Verwendung mehr für ihn.

Bezeichnend war ein Instagram-Eintrag von James' Frau Daniela Ospina, in dem sie schrieb: „Es geht nicht darum, was du erreichst, sondern darum, was du überwindest. Geburtstagskind.“ James feierte just am Tag seiner Präsentation in München den 26. Geburtstag. Am Ende der Pressekonferenz gab es einen Kuchen vom Verein, ehe an der Säbener Straße das erste Training mit den neuen Teamkollegen anstand. Am Sonntag wird James mit den Bayern zur Asien-Reise aufbrechen – im Gegensatz zu Arjen Robben, der wegen einer Wadenverletzung fehlt.

Apropos Robben und James: Weil der Niederländer bei den Bayern die Trikotnummer 10 trägt, wird der prominente Neuzugang – anders als bei Real und in der Nationalmannschaft – auf die 11 ausweichen. „Ich spiele mit der Nummer, die mir gegeben wird“, sagte er dazu lapidar. Die 11 übernimmt er von Douglas Costa, der zu Juventus wechselt.

Der Schnäppchen-Deal mit James soll die Bayern auch abseits des Platzes nach vorne bringen, hofft Rummenigge. „Er ist nicht nur ein guter Fußballer, sondern auch für das Image des Vereins gut“, meinte Rummenigge und berichtete von den sozialen Netzwerken, in denen der FC Bayern seit Dienstag einen enormen Zulauf an Fans feststellte.

Und auch in München ist die Ankunft von James Rodríguez deutlich registriert worden, wie Rummenigge berichtete: „Ich habe heute schon von meiner Frau und Tochter gehört, dass er auch noch gut aussieht.“

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  • dpa
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