„Becks is back“ Beckham gründet eigenes Fußball-Team in Miami

Erst im vergangenen Mai hatte er seinen Abschied als aktiver Fußballer in Paris gefeiert, nun kehrt David Beckham zurück – und will die Lizenz für ein eigenes Team in den USA erwerben. Das Stadion ist erst noch zu bauen.
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Der frühere Manchester-United-Star David Beckham im Perez Art Museum Miami: „Diese Stadt ist bereit für Fußball. Wir werden erfolgreich sein.“ Quelle: AFP

Der frühere Manchester-United-Star David Beckham im Perez Art Museum Miami: „Diese Stadt ist bereit für Fußball. Wir werden erfolgreich sein.“

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Miami/BerlinDas Outfit war passend gewählt, als David Beckham seine ehrgeizigen Pläne als zukünftiger Klubbesitzer im Miami Downtown Museum Plaza vorstellte. Im feinen Anzug und mit schicker Krawatte verkündete der frühere Fußball-Star den Kauf einer Lizenz für ein in Miami beheimatetes Team in der Major League Soccer (MLS) gezogen. „Diese Stadt ist bereit für Fußball. Wir werden erfolgreich sein. Es wird eine spannende Zeit“, sagte Beckham auf einer Pressekonferenz vor mehr als 300 Gästen.

Der Deal hatte sich bereits seit Monaten angedeutet. Nach dem Ende seiner erfolgreichen Karriere im Mai vergangenen Jahres hatte Beckham sein ehrgeiziges Projekt vorangetrieben. In den nächsten Wochen und Monaten gehe es nun darum, den Finanzierungsplan und den Standort des noch zu errichtenden Stadions auf den Weg zu bringen. „Ich habe meine ganze Karriere hart gearbeitet und ich werde hart für diese Stadt arbeiten“, ergänzte Beckham an der Seite des stolzen MLS-Commissioners Don Garber.

Auf öffentliche Fördergelder setzt er dabei nicht. Es werde viele interessierte Leute geben, die in den Klub investieren wollen. Einer könnte Basketball-Superstar LeBron James sein, mit dem Beckham schon Gespräche über eine Installierung einer Fußball-Mannschaft in Miami geführt hatte. „Wir wollen einen Verein errichten, der von Millionen Fans geliebt wird“, betonte der 115-malige Nationalspieler: „Nicht nur ein Team für Miami, sondern ein globales Team.“

FC Bayern stürmt im Umsatz-Ranking in die Top 3
Inter Milan vs AC Milan
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Platz 15: Inter Mailand – 168,8 Millionen Euro

Inter Mailand (hier beim Derby gegen den AC Mailand im Dezember) steigt ab – zumindest in der Deloitte Football Money League. Im Vorjahr lag Inter noch bei knapp über 200 Millionen Euro Umsatz und damit auf Platz 11. Zurückzuführen ist das vor allem darauf, dass der Club nach einer wackeligen Vorsaison nur in der Europa League gespielt hat und dort im Achtelfinale ausschied. In der Liga reichte es gar nur für Platz 9 – die schlechteste Platzierung seit Anfang der 90er-Jahre.

Tottenham Hotspur vs Crystal Palace
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Platz 13: Tottenham Hotspur – 215,8 Millionen Euro

Die „Spurs“ aus Tottenham machen einen gehörigen Satz nach Vorne. Die Briten schraubten ihren Umsatz von 172 auf 215,8 Millionen Euro hoch.

Schalke 04's Szalai, Matip, Neustaedter and Boateng celebrate Matip's goal during their Champions League group E soccer match against FC Basel in Gelsenkirchen
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Platz 13: Schalke 04 – 198,2 Millionen Euro

Plus für Schalke: Die Gelsenkirchener steigen um zwei Plätze auf (Vorjahr: 174,5 Millionen Euro) – auch, weil die Königsblauen 2012/13 in die Champions League zurückkehrten. Allein die Zuweisungen der Uefa für die Spiele bis zum Achtelfinale betrugen 28 Millionen Euro: Der Wert zeigt, wie wichtig die Teilnahme in der Champions League ist. Im Bild jubeln (von links) Adam Szalai, Joel Matip, Roman Neustädter und Kevin-Prince Boateng über den entscheidenden Sieg gegen Basel, der Schalke auch in der laufenden Saison ins Achtelfinale gebracht hat.

Platz 9: Liverpool – 305,9 Millionen Euro
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Ein lukrativer Fernsehvertrag ermöglicht den englischen Klubs satte Mehreinnahmen. So konnte auch der englische Vize-Meister im Vergleich zur Saison 2012/13 seinen Umsatz um 60 Millionen Euro steigern und verbessert sich im Ranking um drei Plätze nach oben. Sportlich muss die letzte Saison den „Reds“ hingegen bereits meilenweit entfernt vorkommen: Nachdem im Ligaschlussspurt die schon fast sichere Meisterschaft hergeschenkt wurde, ist das Team derzeit nur Achter, in der Champions League schied man sang- und klanglos als Gruppenletzter in der Vorrunde aus. Und Klub-Urgestein Steven Gerrard verlässt den Verein zum Saisonende in Richtung USA.

Olympique Marseille vs Borussia Dortmund
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Platz 11: Borussia Dortmund – 256,2 Millionen Euro

Für den BVB zahlt sich die Teilnahme im Champions-League-Finale aus: Der Umsatz stieg um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr, allein die Uefa überwies 54 Millionen Euro. Den größten Anteil hat aber, wie bei deutschen Klubs üblich, der Umsatz aus dem Marketing: 109 Millionen Euro, ein Plus von einem Fünftel. Durchschnittlich kamen 79.893 Zuschauer zu BVB-Spielen – so viele wie bei keinem anderen der umsatzstärksten Klubs.

huGO-BildID: 34736287 AC Milan's forwards Mario Balotelli (L) controls the ball in front of Hellas Verona's Greek defender Evangelos Moras
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Platz 10: AC Mailand – 263,5 Millionen Euro

Der Stern des zweiten Mailänder Klubs in der Money League sinkt langsam aber stetig, 2011 stand er noch auf Platz 7, im Vorjahr auf Platz 8, diesmal büßen die Mailändern nochmal zwei Plätze ein. Damit ist der Klub auch nicht mehr Italiens umsatzstärkster Verein. In der Saison 2012/13 scheiterte Milan im Achtelfinale der Champions League, auch diese Saison treffen sie dort mit Atlético Madrid nicht unbedingt auf ein Leichtgewicht. In der Liga steht der AC (im Bild: Mario Balotelli) derzeit nur auf einem enttäuschenden 11. Platz.

Platz 10: Juventus Turin 279,4 Millionen Euro
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Juventus Turin (im Bild: Federico Peluso, Mitte), als einziger italienischer Klub in den Top 10, verliert einen Platz – bei den sprunghaften Umsatzsteigerungen der englischen Klubs kam der italienische Rekordmeister nicht mehr mit. Lediglich fünf Millionen mehr im Vergleich zur Saison 2012/2013 reichen für Juventus nicht, um Platz 9 in der Money League zu verteidigen. Immerhin, in der heimischen Liga läuft es für den klaren Tabellen-Ersten der Serie A rund, in der Champions League steht man im Achtelfinale – und trifft dort auf Borussia Dortmund.

Zuletzt hatte es von 1998 bis 2001 in Südflorida den Miami Fusion F.C. gegeben, ehe das Team mangels Akzeptanz wieder eingestampft worden war. Mit Beckham, der von 2007 bis 2012 in der MLS für Los Angeles Galaxy spielte, soll alles anders werden.

Der 38-Jährige soll als großes Zugpferd das Image der in Europa immer noch belächelten MLS weiter aufpolieren. Und vor allem wolle er „einige der besten Spieler“ nach Miami holen. Er habe gesehen, wie sich die Liga gewandelt habe und das Interesse gestiegen sei. „Es liegt viel Arbeit vor uns, aber wir haben die passenden Antworten.“

Wann das Team von Beckham sein MLS-Debüt geben wird, ist noch unklar. Aktuell spielen in der MLS 19 Teams, 2015 sollen Orlando City und New York City hinzukommen.

Für Beckham hat jedenfalls der zweite Teil seiner Karriere begonnen. Der 38-Jährige hatte im Mai vergangenen Jahres nach einem Abstecher zu Paris St. Germain seine Fußball-Karriere beendet. Seine größte Zeit erlebte „Becks“ beim englischen Rekordmeister Manchester United, mit dem er 1999 die Champions League gewann. Außerdem spielte er für Real Madrid und den AC Mailand.

  • dpa
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