Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Bundesliga, 18. Spieltag Gladbach schießt Bayern 3:1 ab

Seite 3 von 3:
Es siegte die effektivere Elf

Etwas besser wurde das Spiel der Münchener nach rund einer Stunde auch durch einen taktischen Kniff von Trainer Jupp Heynckes. Er nahm den gar nicht mal so schwachen Tymochshuk vom Feld und brachte dafür Alaba. Der junge Österreicher rückte auf die linke Seite, dafür sollte Toni Kroos das Spiel im Zentrum ankurbeln.

Die Borussen standen nun immer tiefer und hatten einige Male auch das Glück des Tüchtigen. Doch da gab es eben auch immer wieder diese genialen Momente eines Marco Reus. Dem gelang eine schlichtweg geniale Vorarbeit, mit der er die gesamte Bayern-Abwehr narrte. Patrick Herrmann hatte keine Mühe, Manuel Neuer zu umkurven und einzuschieben (71.).

Im Gegenzug verpasste Kroos die beste Gelegenheit für die Bayern in der zweiten Halbzeit. Aus bester Lage verzog er um mehrere Meter. So blieb es dabei, dass bei den Münchenern einfach der Wurm drin war. Schweinsteiger erzwang noch mit blanker Entschlossenheit und etwas Glück das 3:1. das nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus fiel. Und das muss man den Münchenern lassen: Die Körpersprache deutete ganz und gar nicht darauf hin, dass sie sich aufgaben.

So war es weiter ein äußerst munteres Spiel, auch weil Gladbach immer wieder den Konter suchte. Gomez hatte in der 79. Minute eine weitere gute Möglichkeit, doch sein Flugkopfball ging knapp am linken Pfosten vorbei. Es folgten weitere wütende Angriffe, aber die Borussen verteidigten mit allem, was sie hatten. In der 85. Minute hätten die Bayern das 3:2 machen müssen – doch wieder konnte Borussias Innenverteidigung klären. Eine Minute später prüfte Robben – ja, der spielte noch mit – aus spitzem Winkel ter Stegen. Die Zeit lief unerbittlich davon. Und von einigen Fernschüssen abgesehen passierte dann auch nicht mehr viel.

So siegte nicht die Mannschaft, die mehr Ballbesitz hatte und die Kugel schöner zirkulieren ließ, sondern die effektivere Elf – und vor allem die mit der besseren Defensivleistung. Das 1:0 aus dem Nichts war wohl der entscheidende Moment. Manuel Neuer wird dem nächsten Spiel gegen Gladbach wohl nicht allzu sehr entgegenfiebern.

Und seine Vorderleute müssen sich vorwerfen lassen, die Gladbacher Konter mehrfach schlecht verteidigt zu haben und vor dem gegnerischen Tor einfach zu uneffektiv gewesen zu sein. Der Einsatz stimmte durchaus, aber in puncto Entschlossenheit konnte der Rekordmeister mit der Borussia nicht mithalten.

Und die ist nun bis auf einen Punkt an den Münchener heran. Von Borussia Dortmund und Schalke 04 mal abgesehen darf man die Gladbacher in dieser Form und mit diesem Selbstvertrauen derzeit durchaus als Titelanwärter bezeichnen. Das klingt allzu phantastisch angesichts der Tatsache, dass praktisch dieselbe Truppe vor einem Jahr so gut wie abgestiegen war.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Bundesliga, 18. Spieltag: Gladbach schießt Bayern 3:1 ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.