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Bundesliga-Abstiegskampf Rette sich, wer kann

Im Kellerduell zwischen Freiburg und dem HSV sieht der SC lange wie der sichere Sieger aus. Doch Kacar sichert Hamburg kurz vor Schluss einen Punkt. Der Druck im Keller bleibt hoch: Es geht für alle Vereine um viel Geld.
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Der HSV enttäuscht erneut die Erwartungen seiner Fans und muss um den Klassenerhalt zittern – nicht nur ein emotionales Problem. Quelle: dpa
Fans in Sorge

Der HSV enttäuscht erneut die Erwartungen seiner Fans und muss um den Klassenerhalt zittern – nicht nur ein emotionales Problem.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wenn ein Fußballverein pro Saison 50 Millionen Euro für die Gehälter seiner Spieler ausgibt, sie also bestens und vermeintlich nach Qualität bezahlt, dann ist der Anspruch des Klubs in der Regel nicht nur der Klassenerhalt. Beim Hamburger SV ist das in der Theorie nicht anders. Die Praxis jedoch sieht in der zweiten Saison in Folge anders aus: Geld schießt keine Tore. Umgekehrt gilt aber die Regel, dass Tore Geld bringen. Und eben auch den Klassenerhalt.

Es wird gezittert in Hamburg. Und nicht nur dort. Auch in Stuttgart, Hannover, Freiburg und Paderborn wird noch angstvoll auf die Tabelle geschaut. Im Keller ist es eng. Und für die Absteiger droht es ziemlich düster zu werden. Es stecken gleich drei Vereine im Abstiegssumpf fest, deren Budgetplanung auf ein ganz anderes sportliches Niveau ausgerichtet ist.

Am brenzligsten ist die Situation nach wie vor für den HSV. Die Hanseaten haben zwar das Momentum auf ihrer Seite, der Trainerwechsel mit der Verpflichtung Bruno Labbadias hat gefruchtet und zwei Siege am Stück beschert, bevor es gegen Freiburg nur zu einem Remis reichte. Doch wie kein anderer Klub, der vom Sturz in die 2. Liga bedroht ist, würde der tatsächliche Abstieg die wirtschaftliche Existenz der Hamburger auf eine harte Probe stellen.

Der Spieleretat müsste von bislang 50 Millionen Euro auf rund die Hälfte reduziert werden, der Gesamtetat von 120 Millionen auf 75 Millionen Euro schrumpfen. Hinzu kommt, dass die potenzielle Abstiegssaison durch Verbindlichkeiten, Folgekosten durch Entlassungen und Gehälter zur teuersten HSV-Saison überhaupt würde, wie das „Hamburger Abendblatt“ berechnete.

Die DFL hat dem Klub zwar für die 1. Liga die Lizenz ohne Auflagen erteilt, die Finanzierung stünde. Im Abstiegsfall jedoch müssten die inzwischen notorisch klammen Hamburger bis zum 3. Juni zehn Millionen Euro auftreiben. Bisher haben die finanzstarken Partners des HSV, etwa Investor Klaus-Michael Kühne oder Ausrüster Adidas, ihren nach wie vor Marken-starken Partner mit Geldspritzen oder vorzeitigen Vertragsverlängerungen aus der Klemme geholfen.

Millionenverluste für Hamburg
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1 Kommentar zu "Bundesliga-Abstiegskampf: Rette sich, wer kann"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wieso hat es der HSV soweit kommen lassen, dass man dem HSV fast eine Auszeit aus der ersten Liga gönnen möchte, damit er sich nicht nur von den üblichen Vereinsquerelen, sondern auch sportlich erholen kann.
    Der Dino bedarf alles andere als lediglich weitere Runderneuerungen, um in der Saison 15/16 erneut so ein klägliches sportliches Bild des Strauchelns am Abgrund abzuliefern.
    Die Fans mögen das wissen.
    Im Board scheint man sowas zu ignorieren.
    Schade eigtl.