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Bundesliga-Fernsehrechte Sky muss das Teilen lernen

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Wer bietet überhaupt mit?

Allein Sky UK hat bereits mehr als zwölf Millionen Abonnenten. Sky Deutschland kommt nur auf 4,3 Millionen. Mit Ach und Krach hält sich die deutsche Pay-TV-Plattform, die erst 2013 den operativen Break Even schaffte, in den schwarzen Zahlen. Bei der DFL ist man froh, dass es den halbwegs zahlungskräftigen Interessenten Sky überhaupt gibt. Ob die Unterföhringer aber bereit und in der Lage wären, für deutlich weniger Live-Spiele als bisher Unsummen zu zahlen, ist gänzlich ungewiss.

Völlig unklar ist zudem, wer der zweite Interessent sein soll, der neben Sky zum Zuge kommen könnte. Bisher hat nur Hahn, zu dessen Constantin Medien auch die Sender der Sport-1-Gruppe gehören, offiziell Interesse an Live-Spielen angemeldet. Selbst die Telekom, die emsig hinter den Kulissen agiert und bis 2013 über ihren IPTV-Sender Liga total! Schon mal die Bundesliga live übertrug, hüllt sich in Schweigen. „Wir werden uns das Thema Bundesliga-Rechte anschauen. Da aber die Rahmenbedingungen noch völlig offen sind, werden wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu den Spekulationen rund um die Rechtevergabe äußern“, heißt es aus dem Bonner Konzern lediglich. Discovery hat derweil den Öffentlich-Rechtlichen schon die Rechte an den Olympischen Spielen weggeschnappt und mit Eurosport bereits einen deutschen Sportsender. Aber interessieren sich die Amerikaner wirklich für die Bundesliga?

Die britische Perform Group entriss kürzlich Sky Deutschland die deutschen Rechte an der Premiere League. Angeblich reizt sie auch die Bundesliga. Doch Genaues weiß man nicht. Amazon-Gründer Jeff Bezos äußerte zum Jahreswechsel vages Interesse an den Rechten: „Unmöglich wäre das nicht.“ Aber sein Haus wird ebenso wie die Internetriesen Google und Yahoo schon seit Jahren als potenzieller Interessent an deutschen Sportrechten gehandelt, ohne dass irgendetwas geschehen wäre. Den beiden großen deutschen Kabelnetzbetreibern Vodafone / Kabel Deutschland und Unitymedia wird auch immer wieder Interesse unterstellt. Unitymedias Tochter Arena schnappte sich in der Saison 2006/07 tatsächlich die Übertragungsrechte – und holte sich eine blutige Nase. Wegen hoher Verluste mussten die Rechte in der darauffolgenden Saison an Premiere, das heutige Sky, weiterverkauft werden.

Bei einer so unklaren Gemengelage kann es durchaus sein, dass am Ende neben Sky Deutschland nur ein seriöser Interessent übrig bleibt. Der müsste noch nicht einmal ein vernünftiges Angebot machen, denn er wüsste ja, dass er dank der No Single Buyer Rule ohnehin zum Zuge käme. Es ist also keineswegs auszuschließen, dass die neue Regel weniger Geld in die Kassen der Bundesligisten spült als bisher.

So ist denn gänzlich ungewiss, was die No Single Buyer Rule den Vereinen bringen wird. Fest steht nur eins: Bis Mitte Februar dürfte das Bundeskartellamt die Prüfung der Ausschreibungsmodalitäten endlich beendet haben. Dann erst beginnt der Verkauf der Rechtepakte, mit dem die DFL bis zum 10. Juni – also zwei Tage vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich – durch sein will.

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