Bundesliga Holzhäuser hält Watzkes Forderung nach TV-Geldern für Neid

Leverkusen schießt zurück: Im Fernduell der Geschäftsführer hat Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser die Forderung seines Dortmunder Kollegen Joachim Watzke nach einer höheren Beteiligung der Bundesliga-Traditionsvereine zurückgewiesen. Für ihn ist die Diskussion eine reine Neiddebatte.
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Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser schießt zurück. Quelle: dpa

Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser schießt zurück.

(Foto: dpa)

FRANKFURT/LEVERKUSEN. Die Diskussion um eine mögliche finanzielle Bevorzugung von Fußball-Traditionsklubs hat an Schärfe zugenommen: Wolfgang Holzhäuser, Sprecher der Geschäftsführung des Bundesligisten Bayer Leverkusen, ist in punkto Verteilung der TV-Gelder auf Konfrontationskurs zu seinem Dortmunder Kollegen Hans-Joachim Watzke gegangen. Der Geschäftsführer der Borussia hatte einen höheren Anteil der sogenannten Traditionsklubs an den Fernsehgeldern gefordert.

Für Holzhäuser ist das Thema "eine reine Neiddebatte", "eine Kampagne" von Klubs wie Schalke 04 und Borussia Dortmund, die auf Vereine wie Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim abziele. "Hier wird von denen, die in früheren Jahren das Maß aller Dingen waren, versucht, Strukturen zu manifestieren und vergangene Machtverhältnisse wiederherzustellen. Das ist nicht fair", sagte Holzhäuser bei einer Medienveranstaltung.

Watzke hatte zuvor erklärt, die Liga habe vor Jahren einen kapitalen Fehler gemacht, als sie Wolfsburg und Leverkusen, zwei Klubs, die Töchter von Dax-Unternehmen sind, einen Sonderstatus eingeräumt habe, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) zeigt in Ansätzen Verständnis für die Forderung von Watzke nach einem anderen Verteilerschlüssel, hält den Faktor Tradition aber für schwer messbar. "Natürlich kann ich es nachvollziehen, dass sich sogenannte Traditionsvereine mit ihrer großen Fanbasis Gedanken machen, wenn Wettbewerber sich neue Finanzierungsquellen erschließen und sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzen", sagte Christian Seifert, der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, dem kicker.

Allerdings, so Seifert, könne man auch argumentieren, dass "einige Traditionsvereine jahrzehntelang Zeit hatten, sich eine andere wirtschaftliche Basis zu schaffen". Ob es das allein selige machende Kriterium sein könne, sich auf Tradition zu beziehen, müsse man kritisch überprüfen, meinte der DFL-Chef weiter.

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