Bundesliga Nagelsmann holt Punkt zum Start – Stuttgart marschiert weiter

Mit einem 2:0 gegen Hertha setzt der VfB Stuttgart seine Aufholjagd in der Bundesliga fort. Der VfL Wolfsburg stoppt seinen Absturz, Neu-Coach Nagelsmann holt mit Hoffenheim einen Punkt. Der Spieltag im Überblick.
Mit dem 2:0-Sieg über Hertha BSC lassen die Schwaben die Abstiegszone hinter sich. Quelle: dpa
Stuttgart setzt sich durch

Mit dem 2:0-Sieg über Hertha BSC lassen die Schwaben die Abstiegszone hinter sich.

(Foto: dpa)

BerlinTrainer Julian Nagelsmann hat mit 1899 Hoffenheim eine ordentliche Premiere gefeiert. Der mit 28 Jahren bislang jüngste Bundesliga-Coach kam im Abstiegskampf zu einem 1:1 bei Werder Bremen und konnte als Vorletzter immerhin den Rückstand auf Platz 16 konstant halten. Hannover 96 konnte nicht punkten. Bei Borussia Dortmund verhinderten die Niedersachsen beim 0:1 immerhin eine vielfach prognostizierte krasse Pleite.

Der VfL Wolfsburg schaffte mit dem 2:0 gegen Ingolstadt den ersten Sieg im Jahr 2016 - rechtzeitig vor dem Achtelfinale in der Fußball-Königsklasse bei KAA Gent. Den fünften Sieg in Serie fuhr der VfB Stuttgart mit dem 2:0 gegen Hertha BSC ein. Bayer Leverkusen holte mit dem 2:1 bei Darmstadt 98 wichtige Punkte im Kampf um einen Champions League Platz und sprang auf Platz drei.

Kurios: In den ersten sechs Partien des Spieltages gab es inklusive der Freitagabend-Begegnung zwischen Mainz und Schalke 04 (2:1) sechs Spieler, die ihren Premierentreffer in der Bundesliga erzielten.

Werder Bremen - 1899 Hoffenheim 1:1 (1:1)

Schon nach neun Minuten konnte Julian Nagelsmann über das erste Tor als Bundesliga-Trainer jubeln. Andrej Kramaric - Leihgabe von Leicester City - brachte 1899 Hoffenheim in Führung. Vier Minuten später glich Papy Djilobodji nach einem Durcheinander im Hoffenheimer Strafraum für Werder Bremen aus. Stabilität in der Defensive, aber doch mehr Torgefahr hatte Nagelsmann sich gewünscht. Am Ende durfte er über den Punkt froh sein. Zumal Kramaric (76.) mit Gelb-Rot vom Platz musste. Auf Rang 16 bleiben es fünf Zähler Rückstand.

Diese 20 Fußballvereine schwimmen im Geld
Platz 20: West Ham United
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Neu in der Liste sind die „Hammers“ aus London. Der international auch durch den Film „Hooligans“ mit Tobey Maguire zu größerer Bekanntheit gelangte Premier-League-Klub machte in der Saison 2014/15 einen Umsatz von 160,9 Millionen Euro.

Platz 19: Inter Mailand
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Beim Umsatz rauf, im Ranking runter. Inter Mailand, im Bild vertreten durch Trainer Roberto Mancini, steigerte in der abgelaufenen Saison seinen Umsatz von 162,8 Millionen auf 164,8 Millionen Euro. Trotzdem rutschte der Klub von Platz 17 auf Platz 19 ab.

Platz 18: FC Everton
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Die Saison 2014/15 schloss der Everton Football Club auf einem sehr graumäusigen 11. Platz ab. Doch der englische Fernsehgeldregen macht es möglich, dass die „Toffees“ aus Liverpool dennoch zu den 20 reichsten Klubs der Welt gehören. Mit der Verbesserung des Umsatzes von 144,1 Millionen auf 165,1 Millionen Euro kam auch eine Verbesserung um zwei Plätze im Ranking – von 20 auf 18.

Platz 17: Newcastle United
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In der Liga kämpft Newcastle derzeit als Tabellen 18. um den Klassenerhalt. An mangelnden finanziellen Mitteln kann das kaum liegen: Die „Magpies“ setzten in der vergangenen Saison 169,3 Millionen Euro um.

Platz 16: AS Rom
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Als zweiter Verein neu in der Liste: Der AS Rom. Der Umsatz der Italiener explodierte in der vergangenen Saison förmlich, stieg von 127,4 Millionen Euro in der Saison 2013/14 auf 180,4 Millionen Euro 2014/15. Das Ergebnis ist Platz 16 unter den zwanzig bestbetuchtesten Vereinen weltweit.

Platz 15: Atlético Madrid
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Atlético Madrid hat gut Lachen: Der Klub behauptet seinen 15. Platz. In der Saison 2014/15 setzte der spanische Klubs volle 187,1 Millionen Euro um. Eine klare Steigerung: gegenüber der Vorsaison: Da waren es „nur“ 169,9 Millionen Euro.

Platz 14: AC Milan
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Der Berlusconi-Klub AC Milan gehörte einst zu den erfolgreichsten Vereinen der Welt. Doch seit einigen Jahren befindet sich der AC Milan im Niedergang. Das erkennt man auch am Umsatz. Er sank in der Saison 2014/15 von 249,7 auf 199,1 Millionen Euro.

Borussia Dortmund - Hannover 96 1:0 (0:0)

Vier Spiele, null Punkte. Die Bilanz von Retter Thomas Schaaf bei Schlusslicht Hannover 96 ist desaströs. Besonders bitter: In Dortmund hatte den Niedersachsen niemand etwas zugetraut - und doch wehrte sich 96 lange Zeit erfolgreich. Dortmund war auch ohne den angeschlagenen Pierre-Emerick Aubameyang überlegen, nur ein Tor wollte nicht gelingen. Dann zog Henrich Mchitarjan (57.) nach einem schnellen Gegenstoß aus der Distanz ab. Nationaltorwart Ron-Robert Zieler streckte sich vergeblich. Schaaf nahm es stoisch zur Kenntnis.

VfL Wolfsburg - FC Ingolstadt 2:0 (2:0)

Die Krise ist beendet. Rechtzeitig vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei KAA Gent weiß der VfL Wolfsburg wieder, wie es sich anfühlt zu gewinnen. In der Bundesliga gelang das zuletzt sieben Mal in Serie nicht. Ob auch alles gut ist bei den Niedersachsen, wird sich aber erst in den kommenden Wochen zeigen. Der FC Ingolstadt blieb zum fünften Mal in Serie auswärts ohne Tor und war nicht der rechte Gradmesser. Julian Draxler (28.) und Robin Knoche (39.) erzielten die Tore.

„Diese scheinheilige Scheiße kann ich nicht mehr hören.“
„Wir haben die Schnauze voll“
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So skandierten die Fans von Hoffeinheim nach dem erneuten Rückschlag.

„Legt euch in die Riemen, Männer“
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Für die Choreographie vor dem Anpfiff - ein großes Spruchband mit der Aufschrift „Legt euch in die Riemen, Männer“ mit einem Schiff unter der TSG-Flagge - gab's einen Schönheitspreis. Aber keine Punkte.

„Jeder sagt, wir sind abgestiegen. Jetzt können wir nur gewinnen“
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Hoffenheims Mittelfeldspieler Tobias Strobl (l.) nach der Niederlage gegen Darmstadt.

"Lassen wir die Kirche mal im Dorf. Wir machen ein super Auswärtsspiel. Das Spiel haben wir klar unter Kontrolle und wir müssen eigentlich das zweite Tor machen. Aber wir haben den letzten Killerinstinkt ein bisschen vermissen lassen.“
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Jörg Schmadtke, Geschäftsführer Sport 1. FC Köln

„Ich wusste es nicht und es ist überhaupt nicht okay. Die Wahrheit: Ich wusste es, und es ist natürlich völlig okay. Wenn er mich nächste Woche ablöst, ist es nicht mehr okay.“
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BVB-Coach Thomas Tuchel auf die Frage, ob er von José Mourinhos Berlin-Abstecher gewusst habe und ob es auch okay gewesen sei, dass beim 0:0 der Borussia bei Hertha BSC ausgerechnet sein Clubchef Hans-Joachim Watzke neben Mourinho saß.

„Es hilft nichts, wenn sie nachts noch zusammen schlafen“
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96-Trainer Thomas Schaaf auf die Frage, ob ein Kurz-Trainingslager helfen könnte.

„Wir haben nicht sauber gekontert. Wenn wir durch waren, dann haben wir es leichtfertig verhühnert.“
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Trainer Martin Schmidt von Mainz 05 nach dem 1:0-Sieg in Hannover

VfB Stuttgart - Hertha BSC 2:0 (0:0)

Allein lief Vedad Ibisevic (37.) auf das Tor von Przemyslaw Tyton zu, doch Stuttgarts Schlussmann parierte. Die Rückkehr des Stürmers mit Hertha BSC ins Ländle blieb ohne die Pointe eines Torerfolgs des Bosniers. Dafür trafen Stuttgarts Serey Dié (51.) und Filip Kostic (84.) für den VfB und bauten die Erfolgsserie der Schwaben auf fünf Siege aus. Hertha musste erstmals seit Ende November wieder als Verlierer vom Platz. Daran änderte auch der Einsatz von Julian Schieber nichts - wie Ibisevic einst in Stuttgart aktiv.

Darmstadt 98 - Bayer Leverkusen 1:2 (1:0)

Leverkusen wollte eine Antwort geben nach dem enttäuschenden Aus im DFB-Pokal. Und Leverkusen gab eine Antwort. Durch ein Eigentor von Aytac Sulu (62.) und den Treffer von Julian Brandt (77.) löste Bayer die knifflige Aufgabe beim renitenten Aufsteiger Darmstadt 98. Zumal die Gastgeber durch Sandro Wagner (29.) per Kopfball-Abstauber in Führung gegangen waren. Ein Titelgewinn ist für Leverkusen in diesem Jahr nur noch in der Europa League drin, in der Bundesliga ist der Sprung auf Platz drei aber schon der erhoffte Fingerzeig.

  • dpa
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