Bundesliga-Saisonauftakt Fußballfans protestierten gegen den DFB

DFB-Präsident Reinhard Grindel macht einen Schritt auf Fan-Gruppierungen zu: Kollektivstrafen soll es vorerst nicht geben. Dennoch gibt es zum Saisonauftakt in der Fußball-Bundesliga Protestaktionen gegen den Verband.
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Hertha-Fans machten mit Plakaten und Gesängen ihren Unmut über den DFB deutlich. Quelle: dpa
Hertha BSC gegen VfB Stuttgart

Hertha-Fans machten mit Plakaten und Gesängen ihren Unmut über den DFB deutlich.

(Foto: dpa)

BerlinTrotz der Initiative von DFB-Präsident Reinhard Grindel haben zahlreiche Fans in den Spielen beim Bundesliga-Auftakt gegen den Verband protestiert. Auf Plakaten und mit Gesängen machten sie ihren Unmut über den Deutschen Fußball-Bund (DFB) deutlich. Beim Eröffnungsspiel am Freitagabend skandierten die Anhänger von Bayern München und Bayer Leverkusen gemeinsam Parolen. In der Südkurve protestierten die Bayern-Fans zugleich mit Plakaten gegen von ihnen abgelehnte Entwicklungen und Zustände: „Korruption“, „Halbzeitshow“, „Auslandsvermarktung“, Sportgerichtsbarkeit“, „Aufweichung von 50+1“.

Auch am Samstag in Wolfsburg brüllten die Fans des VfL und von Borussia Dortmund vor dem Spiel minutenlang im Kanon „Scheiß DFB“. In der VfL-Kurve hingen Plakate mit der Aufschrift: „Was uns an euch stört...“, „Eure Zerstückelung des Bundesligaspieltages! Pro Samstags 15:30!!!“ und „Fick Dich DFB!“.

Ebenso hatte es bei Partien der 2. Bundesliga am Wochenende Demonstrationen gegen den Verband gegeben. Immerhin war es am Freitag und Samstag friedlich geblieben. In den Wochen zuvor hatten Teile der Ultras noch martialisch vom „Krieg“ gegen den DFB geredet.

Grindel hatte am Mittwoch einen großen Schritt auf die umstrittene Ultra-Bewegung zugemacht und angekündigt, dass es Kollektivstrafen für Fans vorerst nicht geben würde. Zudem wolle man „einen Dialog mit allen Fangruppen führen“, hatte Grindel später noch einmal bekräftigt, hält den Verzicht auf Gewalt aber für unabdingbar.

Am Freitag hatte er seinen Worten die erste Tat folgen lassen und einem Gnadengesuch des Drittligisten Hansa Rostock entsprochen. Damit dürfen die Hanseaten zu zwei Auswärtsspielen ihre Anhänger mitnehmen.

Ausschreitungen von Rostocker und Berliner Anhängern hatten beim DFB-Pokalduell zwischen Hansa und Hertha BSC am Montag neue Diskussionen um Gewalt in Stadien ausgelöst.

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  • dpa
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