Bundesliga Schürrle in dreifacher Torlaune

Hannover 96 hat die nächste bittere Niederlage in der Bundesliga einstecken müssen, der VfL Wolfsburg traf gleich mehrfach. Im Spiel des FC Ingolstadt gegen den 1. FC Köln kam es zum Unentschieden.
Wolfsburgs Julian Draxler und Andre Schürrle jubeln im Spiel gegen Hannover 96. Quelle: dpa
Hannover 96 - VfL Wolfsburg

Wolfsburgs Julian Draxler und Andre Schürrle jubeln im Spiel gegen Hannover 96.

(Foto: dpa)

HannoverDank einer unverhofften André-Schürrle-Show hat der VfL Wolfsburg im Niedersachsen-Derby die zarten Hoffnungen auf eine Aufholjagd von Hannover 96 im Kampf gegen Abstieg erstmal erstickt. Beim 4:0 (1:0) am Dienstagabend sorgte der zuletzt dauer-formschwache Weltmeister mit drei Toren fast im Alleingang für die gerade mal zweite Pleite Hannovers in den vergangenen neun Derbys.

„Ich bin gut drauf seit der Winterpause. Wir haben den Ball gut laufen lassen. Wir haben uns heute belohnt“, sagte Schürrle nach seinem ersten Dreierpack im VfL-Trikot. Kollege Marcel Schäfer fügte an: „Wir freuen uns alle für André.“ Und auch Geschäftsführer Klaus Allofs stellte hochzufrieden fest: „So ist das, wenn man erstmal ein Tor geschossen hat. Da sieht man, was Erfolgserlebnisse ausmachen.“

Durch Schürrles Dreierpack (36. Minute/59./62) und Julian Draxlers Schlusspunkt (69.) meldete sich das Team von Trainer Thomas Hecking am Dienstag im Rennen um die Europapokalplätze zurück. Mit nun 34 Punkten nach 24 Spielen bleibt Wolfsburg zwar auf Platz acht, könnte aber am Mittwoch von möglichen Patzern der Konkurrenz um die Europapokalplätze profitieren.

Für den Tabellenletzten Hannover scheint das 2:1 in Stuttgart am Samstag dagegen nur eine Eintagsfliege gewesen zu sein. Mit der zehnten Heimspielpleite in dieser Saison stellte 96 einen negativen Clubrekord auf.

„So, wie wir uns in der zweiten Halbzeit präsentiert haben, dürfen wir nicht spielen. Das war brutal“, sagte Nationaltorwart Ron-Robert Zieler. Kollege Christian Schulz fügte konsterniert an: „Das war ja vogelwild.“ Vor dem Duell am Samstag beim direkten Konkurrenten Werder Bremen beträgt der Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen mindestens sechs Zähler.

Die wertvollsten Spieler der Bundesliga
Platz 22: Arjen Robben
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Transfermarkt.de hat die Spieler der Bundesliga analysiert und ein Ranking der 22 wertvollsten Spieler zusammengestellt. Auf Platz 22 landet Bayern-Star Arjen Robben. Auch wenn er zuletzt deutlich an Marktwert verloren hat, kann er auf dem Spielfeld glänzen. Der Grund für ein Minus von acht Millionen Euro ist sein Alter: 32 Jahre ist Robben mittlerweile, 20 Millionen Euro ist er noch wert.

Quelle: transfermarkt.de

Platz 21: Lars Bender
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Es gibt eine Liste von Faktoren, die den Marktwert beeinflussen: Alter, Position, Leistungen. Der Marktwert ist dabei nicht gleichzusetzen mit der Ablösesumme. Seit Monaten schon fehlt Lars Bender dem Bayer Leverkusen. 20 Spiele hat der Kapitän schon verpasst. Das Comeback könnte sich weiter verzögern. Aktueller Marktwert: 20 Millionen Euro.

Platz 20: Luiz Gustavo
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20 Millionen Euro ist er derzeit wert: Mit Luiz Gustavo hat der VfL Wolfsburg seine Krise beendet. Seitdem der Mittelfeldspieler seine Verletzung überwunden hat, verloren die Wolfsburger nicht mehr – außer gegen den FC Bayern.

Platz 19: Julian Draxler
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Erst kürzlich machte Draxler mit seinem Doppelpack im Champions-League-Achtelfinale gegen KAA Gent auf sich aufmerksam. Und schon soll der FC Barcelona ein Auge auf den 22-Jährigen geworfen haben. Ob daraus was wird, wird sich im Sommer zeigen. Der Wolfsburger ist derzeit 22 Millionen Euro wert.

Platz 18: Sokratis
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2013 zog es den griechischen Innenverteidiger Sokratis vom SV Werder zum Ligarivalen nach Dortmund. Damals betrug sein Marktwert zehn Millionen Euro. Nun ist der Marktwert des eisenharten Abwehrspielers auf 22 Millionen Euro taxiert.

Platz 17: Javi Martinez
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Wegen einer Knie-Operation fiel Bayern Münchens Abräumer Martinez lange aus. Nun macht er sich bereit für sein Comeback. Der aktuelle Marktwert des 27-Jährigen: 25 Millionen Euro.

Platz 16: Thiago
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Es war eine bemerkenswerte Offensive, die Bayern-Trainer Guardiola 2013 gestartet hatte: Er wollte Thiago Alcántara aus Barcelona verpflichten – ihn oder keinen, so klar formulierte es der katalanische Coach. Zuletzt von Verletzungen geplagt, kommt der Spanier nun öfter zum Einsatz. Sein Marktwert: 25 Millionen Euro.

Hannovers Trainer Thomas Schaaf hatte nach dem umjubelten Sieg in Stuttgart - dem ersten Dreier nach zuvor acht Niederlagen am Stück - sein Team unverändert gelassen. In der Abwehr stand der Tabellenletzte mit einer dichten Fünferkette auch zunächst sicher, blieb aber in der Offensive vollkommen harmlos. Erst in der zweiten Halbzeit brachen bei den Hausherren die Dämme.

Bis zur Führung stießen die Wolfsburger mit ihren Offensivbemühungen immer wieder an ihre Grenzen. Wenn es für Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler gefährlich wurde, dann entweder über Standards oder Einzelaktionen, wie bei Draxlers Schuss nach 26 Minuten oder einem von Luiz Gustavo gefährlich verlängerten Dante-Kopfball nach einer Ecke (29.).

Ausgerechnet Matchwinner Schürrle agierte dabei meist wie ein Fremdkörper, verarbeitete zehn Minuten vor der Pause dann aber eine Draxler-Vorarbeit stark zur verdienten Führung. Mit seinem Schuss ins lange Eck ließ er Weltmeister-Kollege Zieler keine Chance.

Für die Hausherren ging nach vorne kaum etwas. Nur wenn Hiroshi Kiyotake seine Klasse aufblitzen ließ, versprühte das schwächste Heimteam des Liga etwas Gefahr. Insgesamt war es aber deutlich zu wenig, um den vermeintlichen Aufwärtstrend nach dem Stuttgart-Spiel zu bestätigen. Nach der Pause entschied Schürrle mit seinem Doppelschlag endgültig das Spiel. Im 34. Bundesligaspiel für Wolfsburg gelangen dem zuletzt arg kritisierten Weltmeister seine Tore drei bis fünf für den Pokalsieger.

Ingolstadts Tor-Minimalisten verpassen Heimsieg
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