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Bundesliga-Sponsoren Solarfirmen buhlen um die Top-Clubs

Die Photovoltaikbranche rangelt um Werbeverträge mit Vereinen aus der Fußballbundesliga. Doch die meisten Spitzenclubs haben bereits Sponsoren. Die ersten Unternehmen gehen leer aus.
  • Stefan Merx, Mathias Peer
1 Kommentar
Bayer Leverkusen präsentiert den neuen Trikotsponsor, den US-Konzern Sunpower. Quelle: dapd

Bayer Leverkusen präsentiert den neuen Trikotsponsor, den US-Konzern Sunpower.

(Foto: dapd)

KölnDer Verdrängungswettbewerb in der Solarbranche hat begonnen: Als der Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen am vergangenen Freitag mit dem US-Photovoltaikhersteller Sunpower den neuen Hauptsponsor des Vereins präsentierte, musste er sich gleichzeitig von einem anderen Geldgeber trennen: Erst eine Woche zuvor hatte Wolfgang Holzhäuser mit warmen Worten das chinesische Konkurrenzunternehmen Jinko Solar als exklusiven Solarpartner des Klubs empfangen: "Wir wollen diese Zusammenarbeit in den kommenden drei Jahren mit sehr viel Leben füllen", sagte Holzhäuser.
Der gute Vorsatz hielt nur ein paar Tage: Weil der neue Hauptsponsor die Konkurrenz im selben Verein nicht duldete, löste Bayer den Vertrag mit Jinko Solar kurzum wieder auf. "Gleichzeitig mit zwei konkurrierenden Solarunternehmen zu werben, würde natürlich keinen Sinn machen", sagte Holzhäuser dem Handelsblatt.

Nicht nur bei Bayer Leverkusen treten sich die Solarsponsoren gegenseitig auf die Füße. In der gesamten Bundesliga ist unter den Photovoltaik-Unternehmen nach der politisch gestützten Energiewende ein massiver Wettkampf um die Aufmerksamkeit der Endkunden ausgebrochen: 14 Firmen aus der Branche haben Sponsorenverträge bei elf Bundesligisten abgeschlossen - die meisten davon in dieser Saison. 19 Millionen Euro pro Jahr bringen die Werbedeals nach Schätzung der Sponsoringberatung Sport+Markt insgesamt ein.
Werbeexperten zweifeln, ob sich die Ausgaben lohnen: "Marketingstrategisch ist es schlecht, wenn so viele Unternehmen aus der gleichen Branche zeitgleich mit der Bundesliga werben", sagt Frank Dopheide, Leiter des Beratungsunternehmens Deutsche Markenarbeit. "Vor allem weil viele der Solarfirmen ähnliche Namen haben, entsteht eine große Verwechselbarkeit. Die Werbewirkung der Sponsoren zur Eigenprofilierung nimmt dadurch deutlich ab."
Nach Sunpower, das laut Verhandlungskreisen rund sieben Millionen Euro im Jahr für das Trikotsponsoring bei Bayer 04 ausgibt, ist der chinesische Modulproduzent Suntech der zweitwichtigste Geldgeber aus der Solarbranche. Der Hauptsponsor von 1899 Hoffenheim zahlt einen Betrag von rund 4,5 Millionen Euro im Jahr.

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1 Kommentar zu "Bundesliga-Sponsoren: Solarfirmen buhlen um die Top-Clubs"

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  • Hallo,
    es gäbe natürlich auch die Möglichkeit den Markt kostengünstiger zu bedienen.
    TV1jA

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