Bundesliga-Studie FC Bayern ist der Liebling der Wirtschaft

Sportlich sind die Münchener nicht zu stoppen, doch das ist noch nicht alles: Kein anderer Club ist so beliebt bei Sportbegeisterten und der Wirtschaft. Das zeigt eine neue Studie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
Update: 26.09.2016 - 17:44 Uhr
In der Bundesliga ist niemand so beliebt wie der FC Bayern und seine Stars. Das gilt sowohl bei den Sportbegeisterten als auch in der Wirtschaft. Quelle: dpa
Niemand ist so beliebt wie die Bayern

In der Bundesliga ist niemand so beliebt wie der FC Bayern und seine Stars. Das gilt sowohl bei den Sportbegeisterten als auch in der Wirtschaft.

(Foto: dpa)

MünchenFünf Spiele, fünf Siege: München ist auch in der neuen Bundesliga-Saison eine Klasse für sich. Der FC Bayern ist unzweifelhaft der sportlich erfolgreichste Fußballverein in Deutschland. Doch er ist auch der beliebteste, und zwar bei Sportbegeisterten genauso wie in der Wirtschaft. Das zeigt eine neue Studie von SLC Management, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Die Sportberater arbeiten seit Jahrzehnten für Profiklubs, aber auch für die Deutsche Fußball-Liga. Wie beliebt ein Verein ist, haben die Franken bereits zum zweiten Mal anhand ökonomischer Kriterien ermittelt. Wie viele Fans zählt ein Klub? Wie gut ist das Stadion ausgelastet? Wie viele Sponsoren sind dabei? Wie hoch sind die Merchandising-Einnahmen? Wie viele Twitter-Follower gibt es und so weiter. Die Bundesliga-Tabelle spielte keine Rolle.

So beliebt sind die Bundesligaklubs
18. Platz: FC Ingolstadt
1 von 18

Eine Saison in der Bundesliga reicht noch nicht, um beliebt zu werden. Lediglich beim Konzept, der Kundenzufriedenheit und dem Image schneiden die Bayern gut ab. Bei 11 von 18 Kriterien ist der Verein aus der Audi-Stadt jedoch Letzter oder Vorletzter. Quelle: SLC Management

17. Platz: Hannover 96
2 von 18

Auf dem Platz abgestiegen und auch sonst wenig beliebt. Gut läuft es nur beim Merchandising; bei den Kriterien Markenattraktivität und Fanbedürfnisse kommt Hannover sogar nur auf den letzten Rang.

16. Platz: TSG Hoffenheim
3 von 18

Der Club hat einen Rang gut gemacht und punktet vor allem mit der TV-Sichtbarkeit. Ansonsten leidet der Verein unter dem schlechten Image bei den Fans anderer Vereine, ist insgesamt nicht sonderlich beliebt.

15. Platz: Darmstadt 98
4 von 18

Erstmals im Ranking vertreten. Hat es laut Studie „in den meisten Kriterien angesichts der starken Konkurrenz von etablierten Bundesligisten schwer, sich durchzusetzen“. Sammelt mehr als ein Drittel seiner Punkte bei den Kriterien Stadionbesucher sowie dem Image.

14. Platz: FC Augsburg
5 von 18

Gutes Image, aber schwach in sozialen Medien wie Facebook oder Twitter; auch das Merchandising und Sponsoring läuft unterdurchschnittlich bei den Schwaben.

13. Platz: VfB Stuttgart
6 von 18

Inzwischen in die Zweite Liga abgestiegen. Trotzdem: Viele Mitglieder, viele Twitter-Follower. Aber das Image ist angekratzt, bei Kundenzufriedenheit, Konzept und Fanbedürfnissen müssen die Schwaben aufholen.

Platz 12: Hertha BSC
7 von 18

Hat sich in der vergangenen Saison verbessert. Die Marke ist attraktiver geworden, die Fans anderer Vereine bewerten die Berliner positiver. Negativ laut Studie: „Ein wesentliches Problemfeld ist die vollständige Ausschöpfung der Stadionkapazität.“

Alles in allem liegt der FC Bayern wie schon im Vorjahr deutlich vorne, es folgt Dortmund. Auf Rang drei ist Mönchengladbach. Die Borussia hat in der abgelaufenen Saison Schalke verdrängt. Beliebtheit sei kein Selbstzweck, meint SLC-Chef Alfons Madeja. „Es lohnt sich, beliebt zu sein“, betont der Professor für Sportmanagement an der Hochschule Heilbronn. Beliebte Vereine könnten mehr einnehmen als die weniger begehrten.

Am Schluss der Beliebtheitstabelle steht mit Ingolstadt ein Aufsteiger. Auf Rang 17 findet sich das inzwischen abgestiegene Hannover. Davor liegt Hoffenheim, eine längst in der Bundesliga etablierte Mannschaft, die überregional aber nie populär wurde.

Das müsse allerdings nicht so bleiben, ist Madeja überzeugt: „Kein Verein sollte jammern, es besteht Chancengleichheit.“ Durch geeignete Konzepte und eine professionelle Umsetzung könnten alle Vereine beliebter werden.

Dass es sich auszahlt, beliebt zu sein, zeigt sich an Vereinen wie Stuttgart oder Hamburg. Der VfB ist bereits abgestiegen, der HSV kämpft schon wieder um den Klassenerhalt. Beliebt sind die Clubs trotzdem und liegen im Mittelfeld der Beliebtheitsrangliste. Das garantiert ordentliche Umsätze auch in Zeiten, in denen es auf dem Platz nicht so gut läuft.

Eines sollte die München-Verfolger anstacheln, meint Fußball-Berater Madeja: „Auch die Bayern waren ja nicht immer da, wo sie heute stehen. Das kann jeder Club wiederholen.“ Zudem seien Regionen wie Frankfurt, Hamburg oder Stuttgart wirtschaftlich so stark wie München.

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