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BVB-Chef „Randalierer schon im Stadion aburteilen“

Der BVB will stärker gegen Randalierer im Stadion vorgehen und diese direkt aburteilen. Fußball dürfe nicht vom Rest der Welt abgeurteilt werden, erklärte Geschäftsführer Watzke im Rahmen der Aktionärsversammlung.
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Beim Spiel gegen Borussia halten Fans von Eintracht Frankfurt ein Banner hoch: Deutscher Randalemeister 2011 Quelle: dpa/picture alliance

Beim Spiel gegen Borussia halten Fans von Eintracht Frankfurt ein Banner hoch: Deutscher Randalemeister 2011

(Foto: dpa/picture alliance)

DortmundDer Geschäftsführer von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, hat in der Gewaltdebatte im Fußball die Anwesenheit der Justiz im Stadion vorgeschlagen. Bei Risikospielen wie dem Derby gegen Schalke 04 sollten ein Staatsanwalt und ein Richter dabei sein, sagte Watzke am Montag während der Aktionärsversammlung in Dortmund.

Randalierer könnten gleich eingesperrt werden. Dann komme der Betroffene in Erklärungsnot, wenn er morgens nicht zur Arbeit komme, statt wie üblich in seinem Umfeld aufzutreten, als wenn nichts geschehen wäre. „Wir können den Fußball nicht vom Rest der Welt abkoppeln“, sagte Watzke. Dazu würden aber Politik und die Justiz gebraucht.

„Bei Problemspielen ist oft schon ein Staatsanwalt im Stadion“, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizministeriums dazu auf dpa-Anfrage. Zusätzlich einen Richter hinzuzuziehen sei dagegen „nicht praktikabel“.

Bei klarer Beweislage könne aber auch schon jetzt ein beschleunigtes Verfahren mit einer Gerichtsverhandlung zwei Tage nach der Tat stattfinden. „Im Einzelfall kann der Weg in die Zelle sehr kurz sein. Dafür muss man keinen Richter im Stadion haben.“ Ein Großteil der Straftaten am Rande von Fußballspielen werde zudem außerhalb der Stadien begangen. In den wenigsten Fällen handele es sich dabei aber um Taten, die mit Haftstrafen zu ahnden seien.

 


  • dpa
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