BVB-Geschäftsführer Watzke Dortmund gibt sich auf Dauer FC Bayern unterlegen

Borussia Dortmund setzt sich zum Ziel, einen Platz unter den Top 10 der Fußball-Mannschaften in Europa zu behaupten. An Bayern München sei allerdings kein Herankommen, so der BVB-Geschäftsführer in einem Interview.
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Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (v.l.) mit Sportdirektor Michael Zorc und Marketing-Direktor Carsten Cramer. Quelle: dpa
Öffentliches Training bei Borussia Dortmund

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (v.l.) mit Sportdirektor Michael Zorc und Marketing-Direktor Carsten Cramer.

(Foto: dpa)

BerlinBorussia Dortmund hat nach Ansicht seines Geschäftsführers Hans-Joachim Watzke wenig Chancen, dem FC Bayern München in nächster Zeit die führende Position im deutschen Fußball streitig zu machen. Er könne das Gejammer nicht mehr hören, dass endlich mal ein anderer Verein Meister werden solle, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Sie (die anderen Vereine) sollen es doch alle mal versuchen. Sie werden in der Regel scheitern.“

Man müsse einsehen, dass die Bayern zu den drei größten Vereinen der Welt gehörten. „Das haben sie sich über 50 Jahre hinweg erarbeitet“, betonte Watzke. Anders als der FC Bayern könne der BVB einen Star wie den Kolumbianer James Rodríguez niemals verpflichten. Mit dem, was der frühere Real-Madrid-Profi verdiene, würde er bei den Dortmundern das Gehaltsgefüge komplett sprengen, behauptete Watzke.

Die wertvollsten Fußballer der Bundesliga
Renato Sanches
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Insgesamt finden sich in der Liste 14 Spieler aus dem deutschen Oberhaus. Den Anfang macht ein erst 19-jähriger Europameister. Innerhalb von nur einer Spielzeit bei den Bayern konnte Renato Sanches seinen Marktwert von einst 20 Millionen Euro auf 45,4 Millionen Euro mehr als verdoppeln – oder genauer um 127 Prozent steigern.

Quelle: Cies

Mats Hummels
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Vor dem Europameister steht der Weltmeister. Mats Hummels kommt mit seinen 28 Jahren mittlerweile einem gewissen Fußballeralter näher, aber auch bei ihm hat sich ein Jahr in München bezahlt gemacht. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Innenverteidiger seinen Marktwert um 42,81 Prozent auf 45,7 Millionen Euro erhöhen.

David Alaba
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Das österreichische Aushängeschild erreicht mit 45,8 Millionen Euro fast denselben Wert wie sein Verteidigerkollege. Ein Jahr zuvor war der bald 25-Jährige laut CIES aber noch 6,35 Prozent mehr wert. Der leichte Rückgang dürfte altersbedingte Gründe haben. Seine Stammposition bei den Bayern ist unangefochten.

Douglas Costa
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Der brasilianische Linksaußen bei den Bayern musste zu Beginn und kurz vor dem Ende der vergangenen Spielzeit aufgrund von Verletzungen einige Spiele aussetzen. Das wirkt sich unmittelbar auf den Marktwert aus: Ein leichtes Minus von 4,84 Prozent reichen allerdings noch für einen Wert von 47,2 Millionen Euro.

Naby Keita
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Nach einer bärenstarken Saison können die meisten RB-Spieler von einer starken Wertsteigerung profitieren. Zu den zweifellos besten und nun auch wertvollsten Leipziger Kickern zählt der guineische Sechser. Der neue Marktpreis in Höhe von 47,5 Millionen Euro entspricht einem Plus von starken 331,82 Prozent.

Julian Weigl
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Nach zwei Jahren ist Julian Weigl in Dortmund nicht mehr wegzudenken. Der 21-Jährige konnte seinen Wert innerhalb von nur einem Jahr um satte 240 Prozent steigern: von 14 auf 47,6 Millionen Euro.

Thomas Müller
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Unter den 14 Top-Spielern der Bundesliga muss der Stürmer-Star der Bayern das größte Minus hinnehmen. Mit nur insgesamt fünf Toren wurde der 27-Jährige seiner Position in der vergangenen Spielzeit seltener gerecht als ihm wahrscheinlich lieb ist. Das wirkt sich auf den Wert aus. Nach 73,5 Millionen im Vorjahr stehen jetzt „nur“ noch 49,4 Millionen Euro – ein Minus von 32,79 Prozent.

„Wir bräuchten ein um 100 Millionen Euro höheres Gehaltsbudget“, erläuterte der BVB-Geschäftsführer. Dies erfordere eine Steigerung des Umsatzes um 250 Millionen Euro. „Und das ist utopisch!“ Dem BVB sei es zuletzt zwar gelungen, den Bayern ein wenig näher zu kommen. „Aber wir sind absolut betrachtet eben immer noch meilenweit davon entfernt, sie zu erreichen oder in ihre Nähe zu kommen.“

Die größte Aufgabe des BVB sieht Watzke darin, einen Platz unter den Top Ten in Europa zu behaupten. „Im internationalen Ranking sind wir aktuell auf Platz sieben. Da sind aber Manchester United, Manchester City und der FC Liverpool dicht hinter uns“, sagte der BVB-Geschäftsführer. Diese Clubs verfügten über ein doppelt so hohes Budget wie die Dortmunder. „Sie kommen mit Tempo 280 und Lichthupe, wollen uns überholen.“

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  • dpa
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