Champions League Englischer Frust in Europas Milliardenliga

Hoch lebe die Bundesliga! Die deutsch-englische Woche in der Königsklasse ist ganz klar für die deutschen Vereine ausgegangen. So könnte es gegen die reichen Klubs aus England in der Champions League weitergehen.
Update: 18.09.2014 - 07:30 Uhr Kommentieren
Boateng erlöst die Bayern in letzter Minute
Bayern Munich's Mueller misses chance to score against Manchester City during Champions League soccer match in Munich
1 von 24

FC Bayern München – Manchester City 1:0 (0:0)

Nur 40 Sekunden dauerte es, bis Bayern die erste Riesenchance hatte: Lewandowski setzte Müller per Hacke in Szene. Der umrundete Citys Torhüter Hart, kam dabei aber ins Straucheln und traf aus wenigen Metern nur ans linke Außennetz. Doch die Münchener blieben dominant...

Hier ist die Zusammenfassung der Spiele

Hier sind die finanziellen Hintergründe der Topvereine beschrieben

Hier sind die Stimmen zur Champions League

511785629
2 von 24

Manchester hatte von Anfang an Probleme mit dem Spiel der Bayern und lief dem Ball meistens nur hinterher. Waren die Engländer doch mal im Ballbesitz, versuchten sie Ruhe in ihr Spiel zu bringen. Wirklichen Raumgewinn oder sogar gefährliche Szenen konnten die Engländer aber nicht verbuchen.

huGO-BildID: 39281114 Bayern's Robert Lewandowski reacts during the Champions League Group E soccer match between FC Bayern Munich and Mancheste
3 von 24

Pechvogel Müller (19.) und Teamkollege Lewandowski (36.) vergaben weitere gute Chancen für die Bayern. Doch auch die Engländer kamen mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie. Beste Szene in der ersten Hälfte: Dzekos Schlenzer, der Millimeter am Pfosten vorbeistrich. Da wäre Neuer nicht mehr rangekommen (22.).

Bayern Munich's Lewandowski attempts to score past Manchester City's Hart during Champions League soccer match in Munich
4 von 24

Auch nach der Pause diktierten die Münchener das Spiel, doch fehlte ihnen die letzte Gier nach dem Tor. Nur Götze (55.) und Alaba (60.) kamen aussichtsreich zum Schuss. Von Manchester war nach vorn kaum etwas zu sehen.

FC Bayern München - Manchester City
5 von 24

In der Allianz Arena roch es bereits nach Unentschieden, da hatte Boateng genug vom Treiben seiner Vordermänner und erlöste die Münchener: Im Strafraum der Engländer herrschte Unordnung, der Abwehrspieler kam irgendwie an den Ball und drosch den Ball volley in den Winkel.

FC Bayern München - Manchester City
6 von 24

„Wir sind glücklich, dass wir uns in der harten Gruppe im ersten Spiel durchgesetzt haben“, meinte Bayern-Trainer Pep Guardiola im TV-Sender Sky. Der Spanier, der nach dem Treffer den Torhelden Boateng wild umarmte und liebkoste, ist überzeugt: „Diese Gruppe wird sich erst am allerletzten Spieltag entscheiden.“ Deshalb meinte auch Matchwinner Boateng: „Es war super wichtig zu gewinnen. Das war ein hartes Stück Arbeit. Am Ende haben wir verdient gewonnen.“

511785629
7 von 24

Es war der elfte Auftaktsieg nacheinander der Münchner in der europäischen Königsklasse. "Wir haben viele Chancen gehabt. Am Ende kam der Ball genau richtig. City hat ein gutes Spiel gemacht. Wir haben fast nichts zugelassen. Das ist jetzt pure Freude", sagte Jerome Boateng nach dem Coup gegen seinen Ex-Klub im ZDF.

DüsseldorfKeine Liga hat in den letzten Monaten so viel Geld in neue Fußballer gesteckt wie die Premier League. Mehr als eine Milliarde Euro investierten 20 Klubs - für insgesamt 356 Kicker. Das ist Weltrekord. Die Bundesliga verblasst dagegen: Auf nicht einmal 300 Millionen Euro summieren sich die Ausgaben für 283 Fußballer.

Wer so viel Geld in die Hand nimmt, will natürlich nicht nur national erfolgreich sein, sondern auch international Titel gewinnen. Wenn Geld tatsächlich Tore schießen könnte, dann hätte der FC Arsenal mit Weltmeister Lukas Podolski gegen Borussia Dortmund knapp gewinnen müssen. Das Gegenteil war der Fall, die Londoner verloren klar.

Und der Frust saß tief. Mesut Özil verschwand ohne Kommentar im Mannschaftsbus. Seine Kollegen Per Mertesacker und Lukas Podolski machten keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung. Die deutschen Fußball-Weltmeister des FC Arsenal waren nach dem 0:2 (0:1) zum Auftakt der Champions-League-Gruppenphase bei Borussia Dortmund restlos bedient. „Wir haben hochverdient verloren und hatten keine Chance“, sagte Podolski.

Und Schalke machte es dann am Mittwoch fast genauso gut. Gemessen am Kader hätten die Knappen gegen Chelsea eigentlich nicht den Hauch einer Chance gehabt, doch ihr Kampfgeist und der Übermut des Chelsea-Trainers Jose Mourinho sicherte ihnen einen Punkt. Und auch die großen Bayern erfüllten in der Königsliga Champions League die Erwartungen gegen Manchester City - mit einem Sieg in allerletzter Minute.

Finanziell betrachtet sind die Münchner ohnehin die Einzigen, die an der Spitze noch mithalten halten. Zwar hielt sich die Ausgabewut dort zuletzt in Grenzen, sogar ein kleines Plus in der Transferbilanz wurde verbucht. Doch der Wert des Bayern-Kaders bleibt gigantisch: Auf 564 Millionen Euro schätzen ihn die Experten des Internetportals Transfermarkt.de.

Nur die Spieler von Real Madrid und Barcelona sind insgesamt wertvoller. Gemessen an der Qualität dieser drei Top-Kader haben selbst die ausgabenfreudigen Engländer noch Nachholbedarf. Chelsea, Arsenal und Manchester City besitzen jedoch zusammen immerhin Spieler im Wert von mehr als 1,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Bayern, Dortmund und Schalke kommen auf 1,1 Milliarden Euro.

Ein Milliardenloch
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Champions League - Englischer Frust in Europas Milliardenliga

0 Kommentare zu "Champions League: Englischer Frust in Europas Milliardenliga"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%