Champions-League-Finale Barcelona zeigt Manchester die Grenzen auf

Wohl selten war ein Champions-League-Finale so einseitig wie der Vergleich zwischen dem FC Barcelona und Manchester United. Die Katalanen feierten Fußball, die Engländer hatten nichts zu entgegnen - mit einer Ausnahme.
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Wie Barcelona in London triumphierte
Barcelona players celebrate with the trophy after their Champions League final soccer match against Manchester United at Wembley Stadium in London
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Da ist das Ding: Der FC Barcelona ist Champions-League-Sieger 2011.

Barcelona's Messi celebrates a second goal against Manchester United during their Champions League final soccer match in London
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Ein Bild mit Symbolcharakter: Ein jubelnder Lionel Messi nach dem Treffer zum 2:1.

Barcelona's Villa controls the ball in front of Manchester United's players during their Champions League final soccer match in London
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Die erste gute Chance gehörte den Katalanen, David Villas Schuss ging knapp vorbei.

FC Barcelona vs Manchester United
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Es entwickelte sich ein packendes Spiel, hier ist Javier Hernandez im Duell mit Javier Mascherano (l.) und Dani Alves.

FC Barcelona vs Manchester United
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Und auch Wayne Rooney und Barcelonas Keeper Victor Valdes kamen früh auf Tuchfühlung.

Barcelona's Pedro shapes up to shoot against Manchester United's Nemanja Vidic during their Champions League final soccer match at Wembley Stadium in London
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Barca hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, hier versucht es Pedro aus der Distanz.

Barcelona's Pedro and Manchester United's Patrice Evra fight for the ball during their Champions League final soccer match at Wembley Stadium in London
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Viel Platz gab es für den jungen Stürmer aber nicht, hier stört Patrice Evra konsequent.

LondonManchesters Trainer Sir Alex Ferguson wusste es natürlich wieder einmal als Erster: „Das ist wirklich das beste Finale, das möglich war. Es kann alles passieren, viele Tore könnten fallen, es könnte viel Aufregung geben und sehr guten Fußball. Es ist alles bereitet für einen großen Abend.“ Er sollte recht behalten, dass sein Team bei dem Fußball-Fest des FC Barcelona allerdings nur die Nebenrolle spielen, hatte der Schotte mit Sicherheit nicht vorgesehen.

Die beiden Fan-Lager gaben ihren Mannschaften beim Einlaufen mit Choreographien die Spielidee mit auf den Weg. „We love Football“, stand quer über dem Block der Katalanen, Manchester sollte mit dem „Spirit of „68“, dem Geist des in Wembley errungenen ersten Europacup-Triumphes dagegenhalten. Die Mannschaft von Teammanager Alex Ferguson begann entsprechend engagiert. Wer erwartet hatte, dass United Barcas hypnotisches Passspiel mit einem Bollwerk in der Defensive begegnen würde, sah sich getäuscht.

Wie im Endspiel 2009 in Rom, das Barca 2:0 gewann, dominierte Manchester die ersten zehn Minuten. Schnell, aggressiv, typisch britisch - und dabei immer wieder einen Schritt eher am Ball als Lionel Messi und Co. Bezeichnend, dass sich Barcas Torwart Victor Valdes einmal nicht anders zu helfen wusste, als den Ball mangels Anspielstation ins Aus zu schießen. In der achten Minute verhinderte das beherzte Eingreifen des Keepers nach einem weiten Pass seines Gegenübers Edwin van der Sar auf Rooney den möglichen Rückstand.

Doch wie vor zwei Jahren in der ewigen Stadt kam auch in der Kathedrale des englischen Fußballs bald Barca stärker auf. Nach einer Hereingabe von Xavi, der Barcas Kapitänsbinde für den angeschlagen, auf der Bank sitzenden Carles Puyol trug, stocherte Pedro den Ball aus fünf Metern knapp vorbei, Rio Ferdinand hatte den Linksaußen ziehen lassen (16.). Wieder Xavi bereitete die nächste Chance mit einem Pass auf David Villa an den Strafraum vor, doch der Stürmer verfehlte ebenfalls das Tor (20.). Kurz darauf scheiterte Villa an van der Sar, der das letzte Spiel seiner Karriere bestritt.

Doch beim 1:0 für Barcelona war auch der 40 Jahre alte Klassekeeper ohne Chance: Ein wunderschöner, von Xavi mit dem Außenrist gestreichelter Pass fand Pedro, der schneller am Ball war als United-Kapitän Nemanja Vidic und eiskalt vollstreckte. Doch Manchester sammelte sich bald wieder. Nach einem Doppelpass mit Ryan Giggs erzielte Rooney aus rund zehn Metern mit dem ersten Torschuss das 1:1. Giggs stand bei Rooneys Pass aber leicht im Abseits.

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