Champions-League-Finale Fußball's coming home

Schwarz-Gelb gegen Rot-Weiß-Blau: In den letzten Stunden vor Anstoß des deutschen Finals herrscht in London Euphorie. Zehntausende Fans sind in Kauflaune. Ein Trikothändler schließt dennoch sein Geschäft. Eine Reportage.
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Bayern-Fans in Ein-Tracht: Finale nicht dahoam.

Bayern-Fans in Ein-Tracht: Finale nicht dahoam.

LondonMan kann London wahrlich keinen Vorwurf machen. Die Einwohner drücken zwar für das Champions-League-Finale am Abend im Wembley Stadion (Anstoß: 20.45 Uhr) mehrheitlich dem vermeintlichen Außenseiter Borussia Dortmund die Daumen. Doch die Stadt selbst gibt sich vollkommen neutral.

Die „Tube“ ist traditionell in den Bayern-Farben rot, weiß und blau unterwegs. Der Weg aus den U-Bahn-Stationen ist mit „Way Out“-Schildern in schwarz-gelb beschildert. Die Bobbies haben gelbe Warnwesten über ihre schwarzen Uniformen gestreift und sind ein willkommenes Fotomotiv für Dortmunder Fans. Bayern-Fans knipsen sich vor dem „Cool Britannia“-Laden am Picadilly Circus. Dessen Fenster sind in den britischen Nationalfarben dekoriert – denselben wie den Bayern-Farben.

„Fußball’s coming home“ schreibt heute Morgen die Tageszeitung „The Guardian“, die „Times“ hat über ihren Leitartikel geschrieben „Willkommen in England, liebe Deutsche“. Und sie sind gekommen. 90.000 Zuschauer fasst das Wembley-Stadion, deutlich mehr als die Hälfte der Fans sind aus Deutschland angereist und durchkämmen am Abend und auch den Stunden vor dem Champions-League-Finale die Londoner Innenstadt. Vergessen ist der Ärger über fast verpasste Fähren, horrende Flug- oder Hotelpreise.

Die Stadt rechnet mit weiteren 100.000 Gästen, die ohne Ticket in die Stadt reisen, um die Atmosphäre aufzusaugen – und die ist tatsächlich ansteckend, friedvoll und aufgeräumt. In einer Zeitung wird ein Müllwerker zitiert, dass die Deutschen wüssten, wie sie Abfall zu trennen hätten.

Grummelnde Verkäufer an der Oxford Street
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8 Kommentare zu "Champions-League-Finale: Fußball's coming home"

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  • spiel?

    bayern bleiben was sie sind: eingebildete, deren siege viele väter haben.

    laaaaangweilig.

    bayerische monokultur: nicht nur laangweilig, unsportlich noch dazu:

    die wollten doch nur gewinnen...

    iwie krieg ich grad das Kotzen...

  • Um den Keller in dem Sie leben kann man Sie aber auch net grad beneiden wollen.

  • Ihr Geduze soll Sie bezeichnen?
    Hoffen wir es nicht.

  • nunja: Engländer pöbeln in Billigurlaubsländern.
    Es bleiben leider lediglich Deutsche, die die Welt "rulen" wollen, wo auch immer sie sind: diesen üblen Charakterzug der Deutschen werden Sie selbst in den sogenannten Hinterletzten Ländern der Welt antreffen.
    Da sind Engländer insgesamt vorsichtiger, sofern ihnen nicht grad eine eiserne Lady vosteht, die "Feuer Frei" gibt.
    Woran sich Cameron derzeit abarbeitet, das hatte die eiserne Lady vorgegeben.

    Woran sich deutsche Kleinmichels abarbeiten, das gibt denen deren Minderwertigkeitskomplex ab.

    Und bei Ökonomie: da sind die deutschen Kleinmichels eben unterste Schublade imao.

  • selten so eine einseitige Wahrnehmung (um nicht zu sagen schwachsinn) wie von meinem Vorredner gehört!!! Ich denke, dass viele Engländer uns um unsere Fankultur beneiden. Mit "Porletenauftritten" hat das doch gar nichts zu tun. Bin mir sicher, dass das sich die meisten Fans zusammenreisen werden und das es ein tolles Fußballfest werden wird.

  • selten einen peinlicheren kommentar gelesen! du gehst wohl auch zum lachen in den keller oder? warum läßt du dich nicht ausbürgern und wirst was auch immer du willst, vielleicht ist im land "ich nörgel über alles" ja noch platz für dich


  • naja,
    haben Sie schon mal Engländer in den Urlausorten auf Malta oder auch auf den Balearen gesehen?

    So groß erscheint mir der Unterschied nicht zu den von Ihnen beschriebenen Deutschen zu sein.

    Allerdingsgebe ich Ihnen Recht, auch ich finde das Auftreten gröhlender Fußball-Fans peinlich; überall, auch hier bei uns.

  • Deutsche im Ausland:
    Was für ein beschämenswerter Auftritt!
    Und Fußballdeutschland tritt ungefähr ebenso grölend im Ausland auf wie die Ökonomentruppe aus Deutschland.
    Da kann man doch nur "stolz" für die meisten Schwachmatentruppen aus Deutschland "drauf" empfinden müssen.

    Der Unterschied liegt lediglich darin, ob man einen Plastikbecher halbausgekotzten Biers aufs Revers geschüttet bekommt oder ausgesprochen gut gemeinte Tipps zum Wirtschaftsaufschwung.

    Seit den Nazis hat Deutschland selten derartig mit Proletenauftritten glänzen wollen wie gegenwärtig.

    Schämen tun sich die Doitschen nicht: die sind ja schließlich die Krone der Schöpfung, während man selbst inzwischen an seinem Personalausweis nestelt und sich überlegt, ob man noch Mitglied in diesem Proletenklub sein möchte.

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